Leidest du noch oder lebst du schon

Leidest du noch oder lebst du schon (Jes 35,10; Offb 21,4)? – Frage aus dem offenen Brief von Friedrich Röck (siehe unten)

Kalendersprüche zu Ostern 2013:

– Karfreitag: “Überwinde die Dunkelheit in Dir, indem Du sie anerkennst.” Jesus Christus

– Karsamstag: “Wahre Heilung geschieht im Innen, nicht im Außen.” Jesus Christus

– Ostersonntag: “Sei dir bewußt, daß du ebenso wie ich eine Tochter/Sohn Gottes bist.” Jesus Christus

– Ostermontag: “Verstecke dich nicht weiter, sondern laß dein Licht scheinen.” Maria Magdalena

Eine Grundfrage, die sich wirklich jeder hin und wieder einmal stellen sollte,: „Dient mein Arbeiten und Wirken dazu, das Menschsein zu veredeln oder dient es dem allmächtigen System, um dem Leben in der Wirklichkeit nicht in die Augen schauen zu müssen, scheue ich mich vor Veränderungen und meinen zu tiefst eigenen Wünschen sowie einer achtsamen und ethischen Lebensweise?“

Nun meine Erweiterung der o.g. Frage am heutigen Karfreitag – im Hier und Jetzt: Leidest du noch als Personal und Treunehmer zum  NAMEN in Selbstvergessenheit in all den Hamsterrädern und Spielcasinos der Schein- und Schattenwelt  oder  bist Du einer dieser glücklichen Sklaven, die mit ihrer Lebenssituation voll zufrieden sind und die Beschäftigung mit den gesellschaftlichen Problemen doch lieber anderen überlassen  oder  lebst du schon als selbstbestimmter souveräner Mensch mit dem eigenen Namen in der Wirklichkeit?

Finanzminister Schäuble auf dem European Banking Congress 2011: „Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen“!

Feststellung: Ohne Selbstregierung, ohne eigene Währung und ohne eigenes Gesetz hat das deutsche Volk keine Hoheit mehr über seine Geschicke und hat als rechtsfähiges Volk ebenfalls aufgehört zu existieren. Das im Mai 1945 von den Alliierten vorgefundene Strandgut wird seit 1949/1990 über die Nutzung der Fremd-Lizenz „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ freiwillig verwaltet und befindet sich noch heute unter der Kontrolle der ‚Global Governance’. Alle Schwüre nach dem aufgezwungenen und organisiert verlorenen Krieg sind heute vergessen.

Merke: Nicht die Autorität ist die Wahrheit, sondern die Wahrheit ist die Autorität.

Der ach so moderne und aufgeklärte Mensch der Gegenwart hat sich in Dutzende von Abhängigkeiten verstrickt, und ist bereit, lieber die alltäglichen Lügen darüber zu schlucken und sich ein X für ein U vormachen zu lassen, also zu leiden, als sich mit den schmerzhaften Wahrheiten seiner Lebensumstände auseinanderzusetzen und sich vom Weg seiner Irrtümer, der Nutzung von Fremdlizenzen im Betreuungsmodus loszulösen und den Weg des Lichtes zu gehen (Selbst-Inventur; Umkehr zu sich selbst und zum Gemeinsinn).

Ein Grundgesetz, welches dem Treunehmer zum NAMEN und Bürgen für all das, was die für nichts verantwortlichen Parteien im Teile-und-Herrsche-Modus veranstalten, den Weg zu einem landesweiten Volksentscheid verwehrt, ist nun mal keine Verfassung – es ist eine Fremd-Lizenz, die bis heute gebührenpflichtig vom Bundespersonal genutzt wird.

„Der Irrtum wird nicht zur Wahrheit, wenn er sich ausbreitet!“ – Mahatma Gandhi

So lange sich jeder Einzelne nicht selbst als „der Souverän“ begreift und rechtschaffen in der Wahrheit tätig ist, so lange wird noch Druck auf ihn ausgeübt, um sich zu bewegen. So lange jeder Einzelne noch in seinem Egoismus handelt oder Wasserträger der Mächtigen ist, wird sich nichts ändern. Ein Jeder muß sich selbst und seine ursprünglichen Absichten begreifen und sich wieder als rechtsfähiger Mensch aufstellen, vorher geht gar nichts, es sei denn man will die Fiktion, das Hamsterrad, das Spielcasino und seine Schauspiel-Rolle des abhängigen Hamsterradläufers oder Spielsüchtigen nicht verlassen.

Das Loslassen ist ja bekannter Weise wohl eine der schwierigsten Aufgaben im Leben, weit schwieriger ist es aber, von vorn zu beginnen. Hat einen eine zündende Idee (z.Bsp. die Herstellung der eigenen Souveränität und Rechtsfähigkeit) aber erst einmal tief erfaßt, dann gibt es kein zurück mehr.

„Des Menschen Geist, entfaltet zu einer neuen Idee, kehrt nie mehr zu seiner ursprünglichen Form zurück.“ – Oliver Wendell Holmes

Zusammenhänge

Die eingetragene Firma (Company): Verwaltung des vereinigten Wirtschaftsgebietes Bundesrepublik Deutschland ist eine Handelsgesellschaft, die sich dem UCC Handelsrecht (Uniform Commercial Code) fügt.

Sie ist kein Staat im Sinne des Völkerrechts sondern ein Handelsbetrieb, der auch als Firma gelistet ist.

1990 wurde nicht eine Wiedervereinigung Deutschlands vollzogen, sondern eine Vereinigung der Besatzungszonen Ost und West (ehemals Tri-Zone) zur Bundesvogtei oder auch Quadro-Zone. Die Chance für die Neugründung eines deutschen Rechtsstaates basierend auf ethischen Grundwerten und Gemeinsinn sowie einer damit verbundenen neuen Rechtsstellung für alle Deutschen wurde damals leichtfertig vertan, damit begann der Stillstand legitimierter Rechtspflege. Seitdem wird alles, was nach öffentlicher Verwaltung aussieht, in eine Firma umgewandelt und mit einer USt-IdNr. versehen (selbst der Bundestag; siehe auch Enteignung des verschollenen deutschen Volkes in Sachen Deutsche Post).

Die Löschung des § 15 [Die Gerichte sind Staatsgerichte] des BRD-GVG (von den Alliierten in der zu letzt gültigen Fassung vom beschlagnahmten Deutschen Reich geborgt) bereits 1950 und des Staatshaftungsgesetzes 1982 [durch das Bundesverfassungsgericht am 19. Oktober 1982 mangels Gesetzgebungskompetenz des Bundes für verfassungswidrig erklärt (BVerfGE 61,149)] stellten für diese Entwicklungen die entsprechenden Weichen. Gesetze sind keine Gesetze mehr, sondern nur noch ‚Regelwerke‘. Deshalb gilt nun für das Territorium, das diese Firma ‚Bund‘ VERWALTET, Handelsrecht und nicht Staatsrecht, das Gleiche gilt natürlich auch für die Unter-Verwaltung ‚Freistaat in Bayern‘ sowie alle weiteren Länder-Verwaltungen – es gilt somit Privathaftung und die Haftung im Innenverhältnis der Agenturen und Verwaltungen.

Demjenigen, der künftig ohne jegliche Anzeichen von Streitsucht oder Schuldzuweisungen – bekehrt – Abhilfe schafft, wird es wohl unvermeidlich als Wille zum Leben in Bewußtheit, auszulegen sein. Anspruchsdenken verbindet sich damit nicht.

Kriegs- oder Streitbefestigungen angesichts abstrakter, aber unstreitig statuierter tatsachenvermutlicher Sachverhalte machen den fiduzialwahrscheinlich „Ungehorsamen“ und „Streitsüchtigen“, den NAMEN-Benutzer sichtbar, den der Vorhalt der „Untreue“ niederstrecken wird. Denn Streit ist Krieg!

„Es gibt nur eine Zeit, in der es wesentlich ist aufzuwachen. Diese Zeit ist jetzt.“ – Buddha –

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ -chinesisches Sprichwort-

(aus „Shaolin – Das Geheimnis innerer Stärke“ von Dr. Thomas Späth, Shi Yan Bao – Verlag Gräfe und Unzer)

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——– Original-Nachricht ——–

Betreff:

Leidest du noch oder lebst du schon (Jes 35,10; Offb 21,4)? ( n a c h der Bürgerversammlung und v o r der Montagsdemo im befriedenden Sinneswandel der wahren Wende, offener Brief)

Datum:

Sat, 09 Mar 2013 12:17:17 +0100

Von:

Friedrich Röck <Friedrich.Roeck@t-online.de>

An:

Dr. Wolfram Friedersdorff <wfriedersdorff@schwerin.de>, Dieter Niesen <dniesen@schwerin.de>, Angelika Gramkow <AGramkow@SCHWERIN.DE>, Erwin Sellering <erwin.sellering@stk.mv-regierung.de>, Alle Leidtragenden <streichliste@gmail.com>

 

Geldnöte und Sparzwänge in der Kommune? – „Anmut sparet nicht noch Mühe“…
(Bürgerversammlung 13.02.2013 – Kinderhymne von Bertolt Brecht, von Hanns Eisler vertont)

Gedanken zum Zehn-Millionen-Paket zur Verringerung unseres Haushaltsdefizits in Schwerin

von Friedrich Röck (Anschrift: Dr.med. Friedrich Röck, Lobedanzgang 15, 19053 Schwerin; Friedrich.Roeck@t-online.de)

Herr Dr. Friedersdorff, ich sehe unser Gemeinwesen in großer Not und ratlos – muß guter Rat immer teuer, oder kann er auch recht und billig sein? Hier ist der wohlwollende meine:

Ich fürchte, solange wir uns mit Absichten quälen, wird es uns an Einsicht fehlen.

Und erst die Einsicht bringt uns den Frieden, die Freiheit und das Wohl-Sein

in die Stadt und – urbi et orbi – auch in das Dorf, lieber Herr Friedersdorff!

Haben Sie schon mal einen Gedanken daran verschwendet, daß es eigentlich doch gar nicht um irgendwelches Geld geht, sondern um unser Leben, ja unsere Lebensfreude?

Wollen wir kultiviert sein, also unser Gemeinwesen pflegen, dann müssen wir bitte schön unseren Gemeinsinn reanimieren! Das aber heißt, das aber bedeutet nichts anderes als den Abschied von allem Parteiischen, die Abkehr von jeder Partei!

Christen, wo seid ihr? Mensch, wo bist du? Mt 6,10 und frei nach Eichendorff:

Wer Erd’ und Himmel will erhalten, hat auch dein’ Sach’ aufs Best’ bestellt! Vielen Dank!

(„Wem Gott will rechte Gunst erweisen“… „Der frohe Wandersmann“

von Joseph Freiherr von Eichendorff, von Felix Mendelssohn-Bartholdy vertont)

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Alter oder neuer Mensch? Adam oder Christ?

(1Ko 15,45-54; Rö 5,12-19; Rö 6,1.2; Mt 7,12-21; Rö 6,22.23)

Wille, Tugend, Sinn und Geist der Aufklärung, des Preußentums, des Weisen:

Die Wahrheit hat weder Waffen nötig, um sich zu verteidigen, noch Gewalttätigkeit, um die Menschen zu zwingen, an sie zu glauben. Sie hat nur zu erscheinen, und sobald ihr Licht die Wolken, die sie verbergen, verscheucht hat, ist ihr Sieg gesichert. (Friedrich der Große)

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des EINEN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! (frei nach Psalm 1,1.2)

Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die Stricke des Todes. (Sprüche 13,14)

Laßt euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Auch
ihr wart früher verunglückt; nun aber seid ihr Licht in dem Einen. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (frei nach Eph 5,6-9)

Erkennst du das Übel, so nenn es auch schlimm und friste nicht Frieden dem Frevel (Edda):

Solange wir selbstherrlich an den trüben Wasserflüssen der Hure Babylon unser Unwesen treiben, anstatt in aller Reinheit und Klarheit dem Herrlichen des Selbst die Ehre zu geben, sind wir selber Sündenfälle, Diaspora, diabolisch. Das ganze Abendland trifft diese Klage. (Hörbar wird sie in der Not, vgl. Psalm 137, die Reformation. Heute ist der Text vergessen,
scheint sie verstummt. Jedoch – die „süßeste Melodie“ ist geblieben… BWV 653, EG 83)

Schöne reife Beeren am Bäumchen hangen: Nachbar, da hilft kein Zaun um den Garten; lustige Vögel wissen den Weg. (Eduard Möricke; und was ist und sei des Deutschen Größe? Friedrich Schiller)

Kommen wir also – aus blindem Konsumrausch notwendig erwachend – zur Vernunft:

Nicht der Glaube, die Vernunft* muß Richter sein über alles, was am Menschen ist!

(Friedrich der Große, Anselm von Canterbury, alle Aufklärer und alle Weisen dieser Welt)

* das Ordnende wider den würdelosen, beleidigenden, kränkenden, tötenden (Rö 6,23) geistlichen wie weltlichen Sündenfall in Glaube (Credo, Kredit) und Schuld (Schulden)

Cogito ergo sum? Glaube (Kirche), zweifle, denke (Descartes), kritisiere (Kant), ex-sistiere,

dis-kutiere (Wissenschaft)? AMO ERGO SUM! Erkenne, vertraue, sei (Ein-Sicht, Weises)!

Schöpfer (Liebe) und Schöpfung (Leben) sind eins; allein also was leben will, das lebt!

(1Ko 13,13; 1Jh 4,16; Rö 13,10 – alle Natur, alle Vernunft, alles Weise dieser Welt)

Üb’ immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab, und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab! (stündliches Glockenspiel der Potsdamer Garnisonskirche, Geistesgut Preußens, von Ludwig Christoph Heinrich Hölty)

Laß dich fallen wie heben in den Gemeinsinn, in das Licht, und du bist und wirst und bleibst – ein Mensch.

Glücklich ist der Mensch, der in der Weisheit verharrt.

(Thomas von Aquin; Ps 104,24; Spr 13,14; Weish 6,21; 7,14; 8,16)

 

*            *            *            *            *            *            *

Wem gehört die Stadt? Die Stadt gehört UNS allen! Schwerin streicht die Streichliste – Bürgerversammlung 20.02.2013 – Demonstration gegen die Streichliste, 11.03.2013, 15.30 Uhr, Markt Schwerin zur Einstimmung sehr zu empfehlen: Deutsche Messe von Franz Schubert, Deutsches Requiem von Johannes Brahms, siehe oben und natürlich die Europahymne „An die Freude“ von Friedrich Schiller und Ludwig van Beethoven

Sie sprechen von der sogenannten Realität, lieber Herr Niesen. Was aber ist wahr (Jh 18,38)?

Sind wir Sklaven des Geldes, Knechte der Gier, oder sind wir Herren unserer selbst, Kinder des Einen (des Lichtes, des Gewissens, des Sinns – des Wahren, des Guten, des Schönen)?

Irren ist menschlich, aber teuflisch ist es, selbstherrlich im Irrtum zu beharren. Gott verspricht deiner Reue Vergebung, nicht aber deiner Saumseligkeit einen neuen Tag! (Augustinus)

Sing, unsterbliche Seele, der sündigen Menschen Erlösung! (Friedrich Gottlieb Klopstock)

Die junge DDR erfreute sich immerhin der durchaus beherzigten und also gelebten zehn Gebote der Jungpioniere. Doch das alle Hoffnung weckende, wunderbare Kerzenlicht der Wende haben wir leider nicht weitertragen können… Oder doch? Bedarf es nicht eines Jungbrunnens, ja einer Wiedergeburt der Sittlichkeit, um all unsere Probleme, auch die unseres Haushaltes, zu lösen?

Willst ewige Freude du haben, häng jenem an, was ewig ist! (Augustinus)

Kirchenspaltung? Scheidung von Geist (Priester, Altar, Kirche?) und Welt (König, Thron [oder was davon noch übrig ist], Staat?)? Wahre Christen wären wahre Menschen und vernünftig:
Betrachten wir die Versuchungen Jesu in der Wüste als die Versuchungen des Menschen auf Erden, dann ist der Weg der Lösung unserer Probleme vorgegeben: Hebe dich hinweg von mir, Versucher! Denn es steht nicht nur geschrieben, sondern ist auch völlig einleuchtend und klar:
Zwietracht beleidigt, kränkt und tötet, Einsicht erfreut, heilt und belebt! Ihr allein gilt unser Sinnen und Trachten, unser Wollen und unser Dienst! – Da verläßt uns machtlos der Versucher.
Und siehe, die Menschen sind Engel, und die Erde ist des Himmels. (frei nach Mt 4,1-11)

*            *            *            *            *            *            *

Ich bin so sehr nicht aus der Art geschlagen, daß ich der Liebe Herrschaft sollte schmähen.

Denn sie ist des Gesetzes Erfüllung. Und glücklich allein ist die Seele, die liebt.

(Friedrich Schiller; Rö 13,10; J.W.von Goethe)

Die Natur bewege den Menschen, nicht der Mensch die Natur! Das Weise sei des Menschen Orientierung! Geist und Kraft, Wort und Tat, Theorie und Praxis – Gott und Welt seien eins!

Das also gereicht uns allen (!) innen wie außen zum Wohle:

Macht und Gemeinsinn sind und seien eins – im Kleinen wie im Großen!

Dem Einen (dem Wahren, dem Guten, dem Schönen) die Ehre – den Segen der Welt!

Besiege, o Mensch, das Böse als Gutes: Liebe! und tu, was du willst.

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——– Original-Nachricht ——–

Betreff:

Anmut sparet nicht noch Mühe… (offener Brief)

Datum:

Fri, 15 Feb 2013 19:38:03 +0100

Von:

Friedrich Röck <Friedrich.Roeck@t-online.de>

An:

Dr. Wolfram Friedersdorff <wfriedersdorff@schwerin.de>

Geldnöte und Sparzwänge in der Kommune? – „Anmut sparet nicht noch Mühe“…
(Bürgerversammlung 13.02.2013 – Kinderhymne von Bertolt Brecht, von Hanns Eisler vertont)

Gedanken zum Zehn-Millionen-Paket zur Verringerung unseres Haushaltsdefizits

in Schwerin von Friedrich Röck (Anschrift: Dr.med. Friedrich Röck, Lobedanzgang 15, 19053 Schwerin; Friedrich.Roeck@t-online.de)

Herr Dr. Friedersdorff, ich sehe unser Gemeinwesen in großer Not und ratlos – muß guter Rat
immer teuer, oder kann er auch recht und billig sein? Hier ist der wohlwollende meine:

Ich fürchte, solange wir uns mit Absichten quälen, wird es uns an Einsicht fehlen.

Und erst die Einsicht bringt uns den Frieden, die Freiheit und das Wohl-Sein

in die Stadt und – urbi et orbi – auch in das Dorf, lieber Herr Friedersdorff!

Haben Sie schon mal einen Gedanken daran verschwendet,

daß es eigentlich doch gar nicht um irgendwelches Geld

geht, sondern um unser Leben, ja unsere Lebensfreude.

Wollen wir kultiviert sein, also unser Gemeinwesen pflegen, dann müssen wir bitte schön unseren Gemeinsinn reanimieren! Das aber heißt, das aber bedeutet nichts anderes als den Abschied von allem Parteiischen, die Abkehr von jeder Partei!

Christen, wo seid ihr? Mensch, wo bist du? Mt 6,10 und frei nach Eichendorff:

Wer Erd’ und Himmel will erhalten, hat auch dein’ Sach’ aufs Best’ bestellt! Vielen Dank!

(„Wem Gott will rechte Gunst erweisen“… „Der frohe Wandersmann“

von Joseph Freiherr von Eichendorff, von Felix Mendelssohn-Bartholdy vertont)

Das also gereicht uns allen (!) innen wie außen zum Wohle:

Macht und Gemeinsinn sind und seien eins – im Kleinen wie im Großen!

Dem Einen (dem Wahren, dem Guten, dem Schönen) die Ehre – den Segen der Welt!

*            *            *            *            *            *            *

Anhänge:

(1) Abendläuten im Abendland

(2) Kirche oder Reich

(3) Der geläuterte Prometheus

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(1) Abendläuten im Abendland

Wortmeldungen für den Abend und das Abendland nach der Morgenröte der Genesung

Den Tod ersehn’ ich, müd, es anzusehn:

Wie sich Verdienst verhüllt im Bettlerkleide

Und hohles Nichts sich darf im Prunke blähn

Und Treue wird verkauft durch falsche Eide,

Wie Würde trägt der ausgepichte Wicht,

Und keusche Sittlichkeit verfällt in Schande

Und echte Ehre lebt im Gunstverzicht

Und Majestät im schlotternden Gewande,

Wie Kunst verstummen muß vor Büttels Macht

Und Geist entsagt für die gelehrten Narren,

Und Wahrheit wird als Torheit ausgelacht

Und Güte muß des Winks der Bosheit harren.

Als dessen müd, hielt’ ich den Tod für Glück,

Blieb meine Liebe einsam nicht zurück.

William Shakespeare (Sonett 66)

*            *            *            *            *            *            *

Das Christentum ist schwer erkrankt, und Kirchenbildung, Kirchenspaltung, gottloses Europa zeugen vom Verfall. Die Ethik wird nur noch verkündet, nicht gelebt. Was bleibt vom Menschen?

In der Bibel steht: „Besiege das Böse mit Gutem“. Rö 12,21. Das scheint ja offensichtlich noch nicht geschehen zu sein. Hilft uns da das Papst-Buch weiter? Und der Glaube? Und die Kirche?

„Wenn die Vernunft einschläft, erwachen die Ungeheuer.“ Francisco de Goya. Ist nicht schon die Scheidung von Geist (Kirche?) und Welt (Staat?) Macht-Mißbrauch und ungeheuerlich (Mt 6,10)?

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ 1Kor 13,13. Sollte Menschen nicht eher das Amo im Herzen brennen anstatt das Credo im Kopf?

Erkennt der Papst und erkennen Sie die Aufklärung als den Weg in das Licht? Erkennt inzwischen Maria Theresia den großen Friedrich, Wien das aufklärende Berlin, Rom das sittliche Preußen?

Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing’? Nec laudibus, nec timore (Gahlen)!

Nicht das Selbstherrliche, sondern das Herrliche des Selbst ist und sei!

Leicht des Irdischen entbehret, wer vom Himmlischen sich nähret. Lorenzo da Ponte. Was weiß der Papst von der Lehre des Weisen, der den Tod nicht schmeckt (Spr 13,14; Jh 8,52; 1Ko 15,54)?

Jesus erkennt das Reich Gottes inwendig in uns. Lk 17,21. Und der Papst? Und Sie? Wie stehen Sie zur Frömmigkeit, zur Unio mystica, zu dem lebendigen Eins-Sein und Eins-sein-Wollen mit dem ewigen Grund unseres Seins, mit der Seele, mit dem herrlichen, himmlischen Einen, was ist?

Zwanghaft fälschen, leiden und sterben also oder sich freien Sinnes, herrlich beseelt des wahren Lebens erfreuen? Nicht-Sein oder Sein? Das ist hier die Frage! (frei nach William Shakespeare)

Kommt also zur Vernunft: Nicht der Glaube, die Vernunft muß Richter sein über alles, was am Menschen ist! (Friedr.d.Gr., Anselm von Canterbury, alle Aufklärer und alle Weisen dieser Welt)

*            *            *            *            *            *            *

Erkennst du das Übel, so nenn es auch schlimm und friste nicht Frieden dem Frevel (Edda):

Alter oder neuer Mensch? Adam oder Christ? Teufel oder Gott? Hölle oder Himmel?

(1Ko 15,45-54; Rö 5,12-19; Rö 6,1.2; Mt 7,12-21; Rö 6,22.23)

Glücklich ist der Mensch, der in der Weisheit verharrt.

(Thomas von Aquin; Ps 104,24; Spr 13,14; Weish 6,21; 7,14; 8,16)

 

*            *            *            *            *            *            *

 

(2) Kirche oder Reich

Es ist Licht – und es sei licht!

Ein Lichtblick gefällig? Aber na klar doch, denn

Aufklärung ist wahres Evangelium, Freudenbotschaft, Heilkunde,

ist aller Heilkundigen, aller wahren Kultur und Kunst, aller wahren Menschen

Würde, Ehre, Treue, Pflicht und Recht, ist ewige Stimme der Natur wie der Vernunft!

 „Jesus von Nazareth“ – Vorstellung des aktuellen Buches von Papst Benedikt XVI.

Referent: Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, Hamburg

Thomas-Morus-Bildungswerk Schwerin, Bernhard-Schräder-Haus, 30.01.2013

sanfte Gewalt auch für politisch Verbohrte, ein zeitloser Rat aus der und für die friedvolle Wende im Hier und Jetzt von Friedrich Röck

Der Not gehorchend, nicht dem eignen Trieb, tret’ ich heraus zu euch. (Friedrich Schiller)

Es ist Arznei, nicht Gift, was ich dir reiche. (Gotthold Ephraim Lessing)

Lieber Herr Weihbischof,

darf ich offen zu Ihnen sein? Ich muß es tun,

wo ich der Not gehorchen und der Heilkunde die Treue halten will.

Mir sind bei meinem Studium vor der Wende an der Uni Rostock vier lateinische Sprüche aufgefallen, die sehr viel mit Religion zu tun haben und – mich bis heute auch „katholisch“, also aufs Eine und Große und Ganze bezogen, sinnreich beschäftigen:

1.      Simplex sigillum veri.

2.      Medicus curat, natura sanat.

3.      Dosis facit venenum.

4.      Doctrina multiplex, veritas una.

Was denn da heißt:

  1. Simplex sigillum veri. Das Einfache ist das Siegel des Wahren. Verirren wir uns, wo es kompliziert und differenziert, pluralistisch und multikulti wird, nicht im Falschen?
  2. Medicus curat, natura sanat. Der Arzt kuriert, die Natur heilt. Heilen wir nicht nur dort, wo wir dem Gesetz gehorchen und also Seinen Einen Willen, die Liebe leben?
  3. Dosis facit venenum. Die Dosis macht das Gift. Vergiften wir nicht unsere Herzen und Seelen, unseren Geist, unseren Sinn mit allzuvielen Meinungen, Worten und – Geld?
  4. Doctrina multiplex, veritas una. Es gibt viele Lehrmeinungen, aber nur eine Wahrheit. Sollten wir nicht in all unserem Streben das Eine (das Gute, das Schöne, das Wahre) suchen und die trügerischen Vor-Urteile der „Leer-Meinungen“ hinter uns lassen?

Wenn sich der Papst nun im modernen, also zeitlichen Wissenschafts-dis-kurs verkrümelt, anstatt dem Einen, dem Ewigen, dem Weisen die Ehre zu geben, dann beugt er sich nicht Seinem Willen, ist er nicht eins in Wort und Tat (Mt 6,10), nicht „uni-versitär“. Himmel hilf!

Ich fürchte also, dem wortreichen Bayern-Papst fehlt die geistreiche preußische Klarheit, das heilsam wendende, all-einende protestantische wie evangelische Korrektiv (Eph 5,6-9):

Die Wahrheit hat weder Waffen nötig, um sich zu verteidigen, noch Gewalttätigkeit, um die Menschen zu zwingen, an sie zu glauben. Sie hat nur zu erscheinen, und sobald ihr Licht die Wolken, die sie verbergen, verscheucht hat, ist ihr Sieg gesichert. (Friedrich der Große)

„Üb’ immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab, und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab!“

Laß dich fallen wie heben in den Gemeinsinn, in das Licht, und du bist und wirst und bleibst – ein Mensch.

Von Herz zu Herz, von Sinn zu Sinn, von Leben zu Leben

Das ewige Kind des Einen

in wie um uns, i.A. Friedrich Röck

(Anschrift: Dr.med.F.Röck, Lobedanzgang 15, D-19053 Schwerin; Friedrich.Roeck@t-online.de)

*            *            *            *            *            *            *

(3) Der geläuterte Prometheus

 

Im Wahren ist und sei der Mensch dem Menschen ein Mensch, nicht Hirte noch Schaf (Mt 23).

Denn im Wahren ist nicht blinder Glaube, sondern Weises: Ein-Sicht und Erkennen (Spr 2,10.11).

Und wo wir im Wahren den Menschen, uns selbst erkennen, erkennen wir Gott, unser Selbst.

DER GELÄUTERTE PROMETHEUS

(frei nach J.W.von Goethe)

Bestreue nun dein Käppchen, Papst, mit Asche, und übe,

Dem Knaben gleich, der Disteln köpft, an Kirchen dich und Klosterhöhn!

Mußt mir meine Erde doch lassen stehn, und meinen Willen,

Den du nicht befolgt, und meine Sonn, um deren Glut du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres unter der Sonn als dich, Priester!

Du nährest kümmerlich von Opfersteuern und Gebetshauch deine Majestät

Und darbtest, wären nicht die Götzendiener hoffnungslose Toren.

Da ich ein Kind bin, wohl weiß, wo aus und ein,

Kehre ich mein sehnend Aug zur Seele:

So (!) mich durchströmt ein Geist, den meinen zu beleben,

Herzblut wie meins, sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer hilft mir wider der Begierde Übermut?

Wer rettete vom Tode mich, von Sklaverei?

Hast du nicht alles selbst vollendet, heilig glühend Herz?

Und glühtest, jung und gut, betrogen,

Rettungsdank dem Kirchenfürsten „droben“?

Ich dich ehren? Wofür? Hast du die Schmerzen gelindert

Je des Beladenen? Hast du die Tränen gestillet je des Geängsteten?

Hat nicht mich zum Menschen gebildet des Vollkommenen Geist

Und des All-Mächtigen Kraft, mein Gott und der deine?

Wähntest du etwa, ich sollte das Leben, mich hassen,

In deine Kirche fliehn, nur weil nicht alle Blütenträume reiften?

Hier sitz ich, forme Menschen nach SEINEM Bilde,

Ein Geschlecht, das mir gleich sei, zu erfahren, zu reifen,

Zu erkennen und zu freuen sich, und dein nicht zu ehren, wie ich!

Jedoch auch dir, der du so weit gefehlt, sei heute die helfende Hand gereicht – freilich als Mensch, und nicht als Papst. Vermagst du dich noch als Mensch zu erkennen, als Mensch zu empfinden, so wird die Pflicht in dir erwachen, und Gottes Geist wird dich reinigen, kräftigen, beleben und befähigen zu wahrer Umkehr, wahrer Ein-Sicht, wahrem Dienst: dem SEIN UND WERDEN AUS LIEBE. Das ist dein Lebensweg, Papst! Das ist unser Lebensweg. Beschreitest du ihn mit ganzem Herzen, so sei als Kind im Volke des Einen willkommen, geachtet und geliebt. Beschreitest du ihn nicht, so bist und wirst du nichts. Sei also alles oder nichts, Papst. Ich wünschte, du wärest alles: Trage die Last der neben dir leidenden Kreatur, Papst, und sei’s gewesen! Denn hier bist du erlöst.

Auch ich war ein menschlich Irrender, ein von Hochmut getrieben Verführter, Verführer und diene nunmehr, durch unser Selbst geläutert, freudig und dankbar dem Sinn von ganzem Herzen.

Dein Prometheus

Die Natur bewege den Menschen, nicht der Mensch die Natur! Das Weise sei des Menschen Orientierung! Geist und Kraft, Wort und Tat, Theorie und Praxis – Gott und Welt seien eins!

Ich bin so sehr nicht aus der Art geschlagen, daß ich der Liebe Herrschaft sollte schmähen.

Denn sie ist des Gesetzes Erfüllung. Und glücklich allein ist die Seele, die liebt.

(Friedrich Schiller; Rö 13,10; J.W.von Goethe)

Besiege, o Mensch, das Böse als Gutes: Liebe! und tu, was du willst.

http://rsv.daten-web.de/Christenheit/Der-gelaeuterte-Prometheus.html

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OSTER-GEDANKEN-2012

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