Benutzt! euer Hirn, Besitzt! es nicht!

Quittesenz(en)

… oder wie man die Informationen richtig anwenden sollte…

von TE CUT ELI
(wird immer mal wieder aktualisiert!)

Zum Ende des Jahres 2014:

In diesem Artikel kredenze ich euch die Massen an „In Forma Tion en“ auf,
die uns Erhard zum verstehen gegeben hat! Auch, um die vielen (guten) Kommentare zum Gott “ELI” ein wenig ab zu fangen…
Vom Buch „Weltbilderschütterung“ angefangen,
bis hin zum letzten Artikel über „Merkwürdige Texte“…
(http://die-heimatseite.blogspot.de/p/erhard-landmann-artikel.html)
Die unwiderlegbaren Wahrheiten, ich sehe es so, wurden aus allen Artikeln
(und seinem Buch) heraus gesucht, die er bis dato geschrieben hat: kurz, knackig und ohne viel drum herum: Erhard pur könnte man sagen, kurzum:
mit Kommentaren und Anmerkungen,
und evtl. Illustrationen von mir, dem Eli, versehen!
Dieser Artikel wird ab und an mit neuen Bildern versehen, um euch die Tragweite der Worte Erhards näher zu bringen, um eure Sinne zu schärfen!
Alle Rechte in diesem Artikel liegen Bei Erhard Landmann (Artikel, Buch).
Bildrechte liegem bei jeweiligen Rechteinhaber, dem Quellenhinweiß, oder aus dem www. (für Quellen wo der Autor keine Quellen mehr finden konnte!)

Benutzt! euer Hirn, Besitzt! es nicht!

Lasst das geschriebene auf euch wirken, die Bilder von mir, und die Schriftlichen Hinweiße von Erich Landmann…… Und glaubt mir blos nichts!
Viel Spass beim „erlesen“wünscht euch
TE CUT ELI!

Weiterlesen im Originalartikel:

http://tecuteli.wordpress.com/2014/12/25/quittesenzen/

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DIE GLOBALEN ELITEN UND IHR “GOTT”

oder …  wer ist wer im Pantheon

Unsere Welt wird von einigen wenigen “auserwählten” Familien regiert. Sie herrschen durch den Einfluss und die Macht ihrer multinationalen Konzerne, durch ihre Banken und ihre Lakaien, die überall die wichtigen Positionen in der Politik und Finanzwelt bekleiden.

Es sind die “blaublütigen”, königlichen Familien, auch wenn die heutigen Präsidenten offiziell keine Könige oder Prinzen mehr sind, sie stammen alle aus den “blaublütigen” Familien und sind miteinander verwandt. Um die Blutlinien “rein” zu halten, dürfen die Familien sich nur unter sich vermehren. Herrschen ist Familienangelegenheit! Daher sind auch in einem Land wie den Vereinigten Staaten, 43 von 44 US-Präsidenten miteinander verwandt und haben alle einen gemeinsamen Vorfahren: King John of England, der 1215 die Magna Carta unterzeichnete. (Quelle)

Die Globalen Eliten berufen sich auf “Gott” und geben vor, ihre Macht durch “Gottes Gnaden” erhalten zu haben. Ein “Gott”, der ihnen also das Recht gibt, den Rest der Menschheit zu versklaven und auszubeuten? Wer ist also dieser “Gott”, der seinen “auserwählten Zöglingen” mehr Wissen, mehr Rechte und Macht gibt als dem Rest der Menschheit ? Um dies heraus zu finden müssen wir so weit zurück in unserer Geschichte, wie es uns möglich ist.

Offiziell sind die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen, die sumerischen Tontafeln Enûma Eliš, welche die babylonische Schöpfungsgeschichte in Keilschrift enthalten. Viele Aufzeichnungen aus den Zeiten davor wurden zerstört oder befinden sich in den Gewölben des Vatikan.  (http://www.thehiddenrecords.com/)

Weiterlesen im Originalartikel: http://removetheveil.net/2014/12/26/die-globalen-eliten-und-ihr-gott/

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Der ewige Krieg der Eliten gegen die Menschen – wake-news-radiotv-20141223

 Sind wir Kriegsgefangene?

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Deutsche Pressestelle für Völker- und Menschenrechte

Eine Vielzahl von Besuchen in meinem Blog „Loslösung“ hatte ich der „Deutschen Pressestelle für Völker- und Menschenrechte“ – http://dpvm.me/ – durch Verlinkung meiner Artikel zu verdanken gehabt, vielen Dank. Deshalb und auch wegen der Interessenübereinstimmung waren hier und heute auch von meiner Seite einige Empfehlungen zu den letzten Artikeln dieses Blogs angezeigt gewesen:

Des Volkes Wahl

Wer will wirklich etwas verändern? Wollt Ihr den Hochverrat bekämpfen? Dann erhebt Euch…..zur Wahl Deutscher Richter

Quelle: Günther Strohmann

An die POLIZEI – Nehmt Euch endlich selbst in die Verantwortung

Ihr wendet Euch gegen die Vernunft, gegen uns und damit gegen Euch selbst, gegen Eure Familien, in wessen Auftrag tut ihr das? Ich werde es Euch sagen…

Quelle: Dimitri1901

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Firmenrecht in Deutschland -> Scheinstaatlichkeit

Mächtige Werkzeuge an der Hand ?- Uwe Wetzig im Gespräch mit Jo Conrad über angewandtes Firmenrecht in scheinbaren Staaten. Er ist ganzheitlicher Unternehmerberater und im Handelsrecht bewandert, beantwortet Fragen wie: “was sind denn eigentlich Gesetze”, oder sind es nur Statuten und möchte man diese in seine AGB miteinbeziehen? Vetragsrecht und die Sondersituation. Weiterlesen

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Diese Kerze brennt bis zur Souveränität der Deutschen Völker und Bundesstaaten

Kerze der Souveränität

Kerze der Souveränität

Diese Kerze brennt bis zur Souveränität der Deutschen Völker und Bundesstaaten

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Der Markt der Ordnungswidrigkeiten – Andreas Clauss – COMPACT Live

Man kann getrost davon ausgehen, dass die Rechtsabteilung bei der GEZ die größte ist. Die Vorstellung, dass es ausreichend ist, denen einen Brief zu schreiben, indem man ihnen mitteilt, dass man ein Mensch, lebend, beseelt, unverschollen und souverän ist, Angebote zurückweist etc., wäre naiv. Warum? Aus ihrer Sicht sind es 300.- € p.a., aber in der Summe ist die GEZ und der öffentlich rechtliche Rundfunk ein mehrere Milliarden schwere Beitragseinnahmentanker pro Jahr. Es hängen Versorgungs- und Selbstbedienungsinteressen von Heerscharen daran und die haben durch den Zwang keine wirtschaftliche Sorge, Kunden binden zu müssen.
Weiterlesen

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“Handelsrechtliche Veranstaltung einer ungesetzlichen Zwangsversteigerung am 13.11.2014

“Handelsrechtliche Veranstaltung einer ungesetzlichen Zwangsversteigerung am 13.11.2014″

Quelle: http://www.youtube.com/user/jotoso100

Anmerkung des Verfassers: Die uneigennützige Arbeit all der Betreiber von Blogs und anderen Informationsplattformen für Volksaufklärung war aus unserem gesellschaftlichen Leben als Alternative zur laufenden Volksverhetzung verschiedener fremdbestimmter Kreise aus Politik und Medien nicht mehr wegzudenken gewesen. Es war hierbei ungeheuer wichtig gewesen, daß die real existierenden gesellschaftlichen Probleme benannt, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und hauptsächlich deren Ursache-Wirkung-Zusammenhänge in der Öffentlichkeit bewußt und offenkundig gemacht werden, nur so war es möglich gewesen, diese Probleme aufzulösen und zu transformieren.

Wintersonnenwende-Rauhnächte-Jahreswechsel-und-eine-neue-Virus-Epidemie

Die Sonne wird diese Nacht (21./22.12.) in das Sternzeichen des Steinbock eintreten. Gleich kurz nach Mitternacht, um 0:03h. Wenig später wird das Sternzeichen Steinbock den Schützen ablösen: 2:26h und wiederum wenige Minuten danach wird Neumond sein: 2:37h. Es hatte sich die Sonnenwende genähert. Ein Jahreskreis wird sich dann schließen müssen, ein neuer wird beginnen können. Zur Wintersonnenwende hatte die Sonne auf der Nordhalbkugel der Erde Jahr für Jahr die geringste Mittagshöhe erreicht …. Die längste Nacht des Jahres hatte dann die scheinbare Stagnation verabschieden können …. Wir hatten alles Alte loslassen und es damit für immer gehen und abfliessen lassen sollen. Die Tage hatten nun wieder länger werden gekonnt, die Natur hatte wieder erwachen wollen und wir hatten erkennen gekonnt, daß jeder Tod nur ein Schlaf von vorübergehender Dauer gewesen war …. und während die Natur uns vereist und leblos erschienen war, hatte die Große Mutter ihr Lichtkind in die Welt gebracht, so daß es hatte wachsen und gedeihen gekonnt. Mit seinem Wachsen war das Leben um uns herum erneut erwacht, hatte das Licht wieder an Kraft und Stärke gewinnen gekonnt.

Die Wintersonnenwende war das Weihnachtsfest der Heiden gewesen, die das wiedergeborene Licht, die Erde und alles Leben achteten. Es war auch der Dank an die Göttin der Dreifaltigkeit und den Gott der Erde und der Fruchtbarkeit gewesen – also zusammengefasst an unsere Mutter Erde. Nicht umsonst hatten die Menschen diese Nacht auch Mutternacht genannt, die je nach Auslegung die Nacht vom 21. auf den 22. bzw. vom 24. auf den 25. Dezember war. Verehrt und gefeiert wurde in alten Zeiten die Mutter und nicht so sehr das Kind. Räume, Menschen und Tiere hatten durch Räuchern gereinigt werden gekonnt. Die Wesenheiten der „Anderswelt“ hatten Dank erhalten und auch erneut um Unterstützung angerufen werden gekonnt. Bei den Festen war gesungen und getanzt worden, die alten Lasten waren dabei dem Feuer übergeben und transformiert worden. Und schließ­lich wird für jeden Menschen indi­vi­duell die Welt errettet, wenn die eigene Zuver­sicht auf ein Wei­terleben, auf einen neuen Zyk­lus, in dem es Blüte, Ernte und Nahrung geben wird, ge­nährt wird. Wenn das Licht neu erstrahlt, wie das Mondenlicht nach Neumond und das Sonnenlicht nach der Wintersonnenwende.

Den Festen folgten dann die Rauhnächte, eine in alten Kulturen als sehr magisch aufgefasste Zeit. Diese Zeit wurde für Orakel, Beobachtungen und reinigende Prozesse genutzt. Die Rauhnächte (auch Raunächte oder Rauchnächte), zwölf Nächte (auch Zwölfte), Glöckelnächte, Innernächte oder Unternächte waren einige Nächte zwischen den Jahren gewesen, denen im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen worden war. Meist hatte es sich um die zwölf Weihnachtstage gehandelt gehabt, zwischen Weihnachten (25. Dezember) und Erscheinung des Christus (6. Januar), aber auch andere Zeiträume, beispielsweise zwischen dem Thomastag und Neujahr, waren in Frage gekommen.

Je nach Region hatte sich die Anzahl der Rauhnächte zwischen drei und zwölf Nächten unterschieden gehabt. Als die vier wichtigsten Rauhnächte waren bezeichnet worden:

21./22. Dezember (Thomasnacht, die Wintersonnenwende) (längste Nacht des Jahres)
24./25. Dezember (Heiliger Abend, Christnacht, Vigil von Weihnachten)
31. Dezember/1. Januar (Silvester)
5./6. Januar (Vigil von Epiphanie, Erscheinung des Christus)

Wintersonnenwende_2014

Möge Euch das Licht liebevoll begleiten …

Quellen: http://transinformation.net/wintersonnenwende/

http://artedeablog.wordpress.com/2014/12/21/magische-wintersonnenwende-in-einer-neumondnacht/

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Mit der nahenden Wintersonnenwende und dem Jahreswechsel hatten sich die Meldungen gehäuft gehabt über eine neue Virus-Epidemie, die  noch viel schneller und ansteckender als Ebola – und “unheilbar” hatte sein sollen.

„Der Erreger einer bisher vereinzelt und meist sehr isoliert vorkommenden Krankheit scheint jetzt mutiert zu sein. Ausgehend von gleichzeitig mehreren Ländern, darunter auch Deutschland, Österreich und Schweiz verbreitet er sich weltweit und anscheinend schneller als Ebola. Die AWAKEN-Flue (Aufwach-Grippe), wie der systembedrohende Virus von führenden Experten der WHO genannt wird, führt schlagartig zu einem klaren und wachen Verstand im Hier und Jetzt. Erst fängt es ganz harmlos mit dem ausschließlichen Genuss von gereinigtem Trinkwasser und dem Verzehr von Biokost an.

Dann folgt meist eine ausgeprägte Abneigung gegenüber dem Konsum von Massenmedien. Schließlich gehen die Symptome über in ein gesteigertes Einheitsbewusstsein, eine vollständige Verbindung zur eigenen Seele und eine damit einhergehende bisher nicht gekannte A2a858a78afac5fee7b4808f97e68ccd8ngstfreiheit.

Schließlich endet die Krankheit in bedingungsloser Liebe, Demut und Dankbarkeit gegenüber sich selbst, seinem Schöpfer und dessen Schöpfung … .“ (weiterlesen …)

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Auch das bekannte BUSINESS REFRAMING Institut hatte über diese Virus-Epidemie und „The awake daze“ (den Bewusstseinstaumel) berichtet gehabt:

Die Presse hatte Friedensdemonstranten verteufelt und Tausende hatten trotzdem demonstriert gehabt. Die Politik hatte Kriegsfanfaren geblasen und Meinungsumfragen hatten gezeigt gehabt, daß wir vor allem Leuten misstrauten, die Folterkammern totgeschwiegen hatten. Die Wahrheit war als Verschwörungstheorie gebrandmarkt worden, aber Chemtrails, HAARP und False-Flag-Operationen offenbarten, wer die Verschwörungspraktiker gewesen sind. Nie zuvor war die Mehrheit der Menschen so tief erniedrigt worden und nie zuvor hatte sich über alternative Kanäle soviel Wille zur Wahrheit offenbart gehabt. Noch waren die unheilbar Infizierten von einer Art Taumelzustand ergriffen gewesen, aber in 2015 wird dieser Wille eine nicht mehr aufzuhaltende Wahrheits-Epidemie über die Erde rollen lassen  (weiterlesen …).

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Glitzerstern

Ein  wendegereifter, zur Heilkunde berufener Hobby-Philosoph und Laien-Theologe aus den neuen Bundesländern hatte zu den Kriegsfanatikern und Verschwörungspraktikern sowie der dadurch hervorgerufenen Virus-Epidemie geschrieben gehabt:

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ (Friedrich Hölderlin)

„Kommen wir also zur Vernunft! Wagen wir es, weise zu sein! Denn der oft unüberlegten Hochachtung gegen alte Gesetze, alte Gebräuche und alte Religionen hat man alles Übel in der Welt zu danken.“ (Friedrich der Große, Horaz – Wahlspruch der Aufklärung, Georg Christoph Lichtenberg – weiterlesen …).

HAG-ALL

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In diesem Sinne hatte ich allen Lesern eine nachdenkliche  Wintersonnenwende, erkenntnisreiche Rauhnächte, einen lichtvollen Jahreswechsel und allen unbewußt Unbewußten eine den klaren Blick schärfende Virus-Aufwach-Epidemie wünschen wollen.

Ihr Bernd-Joachim Wassermann

Wir brauchen keine Gesetze, wir brauchen Recht

Gesetz und Recht – Dasselbe oder Gegensätze?

Originalartikel: http://www.misesde.org/?p=9068

von Ferdinand A. Hoischen –  Ludwig von Mises Institut Deutschland

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Gesetz und Recht sind nicht dasselbe. Gesetz kommt zwar als Recht verkleidet daher, kann es aber in Wirklichkeit niemals sein, soll es seitens der gesetzgebenden Organe auch gar nicht sein und ist tatsächlich immer das genaue Gegenteil davon. Schon die Römer kannten den Unterschied und bezeichneten das Gesetz als lex (von lat. legere = lesen, auslesen, sammeln) und das Recht als ius. Lex wurde verstanden als eine Regel oder ein Gebot der souveränen Macht eines Staates, die sich, schriftlich publiziert, mit Rechten oder Pflichten an die Angehörigen dieses Staates richtet, mit der Staatsmacht als Quelle des Gesetzes. Das Recht wurde hingegen aufgefasst als menschlich-moralische Ordnung. Man sieht, schon “die alten Römer” wussten, dass sich hinter “Gesetz” und “Recht” völlig unterschiedliche Wertvorstellungen verbergen.

1. Gesetz

Gesetze sind Willensäußerungen des Staates, die in der im öffentlichen Recht für den Erlass von Gesetzen vorgeschriebenen Form erfolgen (Staudinger-Leiß, BGB, 10./11.Aufl., Art.2 EGBGB Rdnr.1). Sie sind die von der gesetzgebenden Gewalt des Bundes oder der Länder erlassenen Rechtsnormen (Palandt-Heinrichs, BGB, 64.Aufl., Einl. Rdnr. 19). Diese letztere Definition des Gesetzes ist unfreiwillig entlarvend, aber bringt es auf den Punkt: Gesetze beruhen auf der Gewalt des Staates, auf nichts anderem!

Gemeint hat der Autor mit “gesetzgebender Gewalt” natürlich die angeblich von den Wählern übertragene Befugnis = Vollmacht zur Gesetzgebung (Art. 70 ff. GG). Aber auch diese Annahme, der Staat werde durch die Wähler mit der Befugnis ausgestattet, Gesetze zu erlassen, ist logischer Unfug, wie er nur im Staatsdienst stehenden Bürokraten und Richtern zwecks Rechtfertigung des Staates aus der Feder fließen kann. Wähler können dem Staat nur solche Befugnisse übertragen, die sie selbst haben. Gesetze greifen in Leben und Eigentum der staatsunterworfenen Individuen ein. Jeder Mensch hat nur die Befugnis zu Regelungen und Eingriffen bezüglich der eigenen Person und des ihm gehörenden Eigentums. Er allein hat zu bestimmen, ob andere ihn für die Erbringung von Diensten in Anspruch nehmen dürfen, wie sich Gäste in seinem Haus verhalten sollen oder wie ein Entleiher mit seinem PKW umgehen muss. Er hat jedoch nicht das Recht, dem Nachbarn vorzuschreiben, dass dieser zu bestimmten Zeiten seinen Rasen mähen muss oder dass er seinen PKW an Bedürftige ausleihen muss oder dass er Geld für das Anlegen eines Fußballplatzes zur Verfügung stellen muss. Wenn also der einzelne Mensch nicht die Befugnis hat, in anderer Leute Leben und Eigentum regelnd einzugreifen, wie soll diese Befugnis dann der von ihm gewählte Parlamentsabgeordnete erhalten haben? Ein nicht existentes Recht kann nicht und niemandem übertragen werden. Ein Wähler kann somit weder einem Parlamentsabgeordneten mit dessen Wahl noch der Parlamentsabgeordnete per Gesetz dem Staat die Befugnis übertragen, in Leben und Eigentum anderer einzugreifen. Frage: Wenn der Parlamentsabgeordnete eine Befugnis zur Regulierung von Leben und Eigentum von den Wählern nicht übertragen bekommen haben kann, wie will er sie dann auf den Staat weiter übertragen haben können, so dass dieser aufgrund von Gesetzen in Leben und Eigentum der ihm ausgelieferten Individuen eingreifen kann? Antwort: Gar nicht! Es ist ganz einfach: es gibt keine logisch nachvollziehbare Begründung dafür, dass der Staat die Befugnis zum Eingriff in Leben und Eigentum der Staatsbürger per Gesetz von den Staatsbürgern übertragen erhalten haben soll. Also bleibt, da göttlicher Ratsschluss nicht erkennbar ist und deus ex machina ausgeschlossen werden kann, nur die Schlussfolgerung, dass der Staat sich diese Befugnis aufgrund seines Gewaltmonopols gewaltsam angeeignet hat und im Eigeninteresse ständig in Anspruch nimmt. So wie es fiat money = Geld aus dem Nichts gibt, gibt es für den Staat auch fiat legislative power = Gesetzgebungsgewalt aus dem Nichts. Deshalb hat der BGB-Kommentator durchaus, wenn auch unbeabsichtigt, Recht, wenn er erklärt, dass Gesetze aus der Gewalt des Staates herrühren. Sie kommen ausschließlich daher! Gesetze sind der für jeden halbwegs intelligenten Beobachter erkennbare Ausdruck gewaltsamer Herrschaft.

Dem halten die üblichen in Horden auftretenden Staatsgläubigen gerne entgegen, dass es doch Regeln und Gesetze für das Zusammenleben geben müsse und diese müssten angesichts der vielen böswilligen Menschen auch durchgesetzt werden. Nun, hier tritt gedankliche Hilflosigkeit an die Stelle von Logik. Zum einen erklärt dieses Argument immer noch nicht, woher in der ach so hochgelobten Demokratie die Gesetzgebungsbefugnis von Parlament und Staat herkommen soll. Nur deshalb, weil etwas angeblich so sein muss, wie es derzeit gehandhabt wird, bedeutet doch nicht, dass es dafür eine logische Herleitung und moralische Rechtfertigung gibt. Zum anderen wird damit unterstellt, ohne staatlich erlassene Gesetze könne es kein geordnetes Zusammenleben der Menschen geben. Dabei beweist das tägliche Leben genau das Gegenteil. Der größte Teil des Alltages spielt sich ohne staatliche Regeln ab (wann stehe ich auf, was und wie esse ich, wer bringt die Kinder zur Schule, höre ich in meinem PKW Radio oder CD, kaufe ich mir eine neue Armbanduhr oder einen neuen Anzug, treffe ich mich mit meiner Freundin oder meinen Eltern? usw.) und funktioniert hervorragend, jedenfalls weit besser als die vom Staat gesetzlich durchnormierten Bereiche. Und auch ein Blick in die Geschichte bestätigt diese Erkenntnis: die fast anarchische Gesellschaft im europäischen Mittelalter, die deutlich niedrigere Kriminalitätsrate im “Wilden Westen” vor dem Auftreten der Staatsgewalt, die kleine anarchische Gemeinschaft Moresnet im 19. Jahrhundert in der Nähe von Aachen. Wie es und dass es ohne einengende staatliche Regeln und Regulierungen menschlich und wirtschaftlich besser läuft, zeigen unter anderem die Ampelexperimente in England und Schweden, als nach dem Abschalten der Ampeln an stark befahrenen Kreuzungen der Verkehr aufgrund vorsichtigeren Verhaltens, Mitdenkens der Fahrer und Fußgänger und menschlicher Rücksichtnahme viel flüssiger und mit deutlich weniger Unfällen lief. Also, dass es staatliche Regeln für das Zusammenleben der Menschen geben muss, weil sonst Chaos und gegenseitiges Abschlachten herrschen würden, erschließt sich weder aus der Logik noch aus der Realität, sondern ist ein Irrglaube staatlich indoktrinierter Angsthasen, der von den Staaten und ihren Bürokraten im Eigeninteresse mit Hilfe der willfährigen Medien ständig befeuert wird.

Ausgesprochen komisch wird es, wenn ein Kommentator meint, die Rechtsordnung erwarte freiwillige Erfüllung ihrer Gebote, habe aber die Tendenz, diese erforderlichenfalls mit den Mitteln der Macht zu erzwingen. Darum bedürfe es zu ihrer Vollendung einer organisierten Macht, die sich in ihren Dienst stelle; diesen Dienst leiste vor allem der Staat (Staudinger-Brändl, BGB, 11.Aufl., Einl. Rdnr.34). Bei dieser Vorstellung kann man nur laut lachen – der Staat als Diener. Eine solche Äußerung gehört ins Gebetbuch des Staates oder in eine Büttenrede, nicht jedoch in einen juristischen Kommentar. In Wirklichkeit ist es doch genau anders herum. Nicht etwa stellt sich der Staat in den Dienst der Rechtsordnung, sondern er bedient sich der aus selbst verfassten Gesetzen zurechtgezimmerten “Rechts”ordnung, um seine Macht und seine Pfründe sowie diejenigen seiner Günstlinge unter dem Schein des Rechts mit Gewalt durchzusetzen und zu sichern. Genau deshalb wohnt dem staatlichen Gesetzes-”Recht” auch eine Herrschaftsfunktion inne (siehe dazu: Uwe Wesel, Geschichte des Rechts, 3. Aufl., S. 65).

Schon der irisch-französische Ökonom Richard Cantillon (1680 – 1734) beschrieb die wirklichen Hintergründe der Gesetzgebung Anfang des 18. Jahrhunderts sehr zutreffend:

Wenn ein Prinz an der Spitze einer Armee ein Land erobert hat, wird er die Ländereien unter seinen Offizieren und Günstlingen entsprechend ihrer Verdienste oder seinem Gutdünken verteilen. Er wird alsdann Gesetze erlassen, um ihnen und ihren Abkömmlingen das Eigentum an den Ländereien zu übertragen.

Und auch der französische libertär-wirtschaftspolitische Vordenker Frédéric Bastiat (1801 – 1850) wusste genau, zu was Gesetze in Wirklichkeit gedacht sind:

Wenn Plünderung für eine Gruppe von Menschen in einer Gesellschaft zur Lebensform wird, dann schaffen sie sich im Laufe der Zeit ein Rechtssystem, das dies erlaubt und einen Moralkodex, der dies verherrlicht.

Ein gutes heutiges Beispiel für die typische Gesetzes-Günstlingswirtschaft sind die modernen Regulierungen im Finanzbereich. Für jeden, der gewillt ist zu denken und zu sehen, dienen sie ausschließlich dazu, den Freunden, Förderern und Finanzierern des Staates, also den Zentral- und Geschäftsbanken und den hinter ihnen stehenden Marionettenspielern, ein gutes Auskommen nach dem Prinzip krimineller Verantwortungslosigkeit zu ermöglichen. Mit seinen gesetzlichen Regulierungen, seinem Gewaltmonopol und seiner Bürokratie schafft der Staat den Banken die unliebsame Konkurrenz durch freie Finanzdienstleister vom Hals, auf dass die Kunden hilflos und ohne Wahlmöglichkeit den Machenschaften der Banken ausgeliefert sind. Und wenn die Banken zu viel Geld im Spielkasino “Derivate” verzockt haben, werden eben die dem Staat ausgelieferten Bürger mit Waffengewalt gezwungen, die Verluste auszugleichen. Und die Staatsbürokratie (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin) hilft unter dem Deckmäntelchen der Gewährleistung sauberer Finanzmärkte kräftig mit, finanziert zu fast 100% durch die Banken (§§ 14 ff. Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz, FinDAG). Na ja, für ein bisschen Geld lassen sich immer menschlich minder qualifizierte, aber um so willigere Handlanger finden, wie die Geschichte lehrt.

Das also sind Gesetze, sie beruhen auf Gewalt, sind nichts anderes als in Worte gefasste Gewalt und dienen dazu, sich unter dem Schein des Rechts das Eigentum anderer anzueignen und die Herrschaft über die Bevölkerung zu sichern.

2. Recht

Das Wort “Recht” hat indogermanische Wurzeln (“aufrichten”, “gerade richten”) und ist wortgeschichtlich mit der Vorstellung von Moral verbunden. Recht und Moral decken sich weitgehend.

Was ist Recht, insbesondere im Unterschied zum Gesetz? Recht ist “ungesetzte”, also nicht von oben oktroyierte Rechtsquelle, sondern die auf dem Willen einer Gemeinschaft beruhende Ordnung des äußeren menschlichen Zusammenlebens durch Gebote und Gewährungen. Die Geltung einer solchen Rechtsordnung beruht darauf, dass sie als moralische Grundlage, lebendiger Ausdruck und Integration der Rechtsgemeinschaft anerkannt und von der Überzeugung der Angehörigen der Gemeinschaft getragen wird. Der Wille, dass ein bestimmtes Recht gelten soll, wird durch entsprechende Übung im alltäglichen Leben geäußert und betätigt (vgl. dazu: Staudinger-Brändl, a.a.O., Einl. Rdnr.34).

Das Recht ist geschichtlich aus Volks- und Verkehrssitte entstanden, die sich dann zu ungeschriebenem Gewohnheitsrecht verfestigt haben. Gewohnheitsrecht entstand durch Bildung einer Rechtsüberzeugung und ihre Bestätigung durch Übung (Staudinger-Brändl, a.a.O., Einl. Rdnr.43; Palandt-Heinrichs, a.a.O., Einl. 22). Die ursprüngliche Erscheinungsform des Rechts ist also das Gewohnheitsrecht. Und dieses wurde erst mit dem Erstarken des Staates ab der Renaissance durch dessen Gesetze immer mehr zurückgedrängt (Staudinger-Brändl, a.a.O., Einl. Rdnr.42). Die Rechtsordnungen des Mittelalters dagegen bestanden wegen der weitgehenden Nichtexistenz von Staaten (siehe dazu Gert Althoff, Die Ottonen: Königsherrschaft ohne Staat, 2.Aufl. 2005) so gut wie ausschließlich aus Gewohnheitsrecht. So kam z.B. die mittelalterliche ottonische Herrschaft zumindest weitgehend ohne Schriftlichkeit, ohne Institutionen, ohne geregelte Zuständigkeiten und Instanzenzüge und nicht zuletzt ohne Gewaltmonopol aus. Die Anerkennung und Stärke des Königs im 10. Jahrhundert beruhte auf personalen Grundlagen. Die Basis der Königsherrschaft war der Konsens.

Das europäische Mittelalter war zwar weitgehend staatsfrei und dadurch auch frei von obrigkeitlich aufgezwungenen Gesetzen, es war aber keineswegs so, dass es im Mittelalter völlig ungeregelt und chaotisch zugegangen wäre. Vielmehr waren alle Belange des zwischenmenschlichen Miteinanders in irgendeiner Weise geregelt. Allerdings gab es keinen einheitlichen, schriftlich festgehaltenen Gesetzestext, sondern das mittelalterliche Recht beruhte fast ausschließlich auf der althergebrachten Überlieferung der Vorfahren und dem mündlich überlieferten Gewohnheitsrecht. Und Gewohnheitsrecht ist typisch anarchisches Recht, von den Menschen selbst geschaffen, entstanden im freien Markt durch die beteiligten Verkehrskreise, durch freien Austausch aufgrund lang dauernder tatsächlicher Übung in der Überzeugung der beteiligten Verkehrskreise, durch die Einhaltung der Übung bestehendes Recht zu befolgen und nicht aufgezwungen durch einen wie auch immer gearteten Gesetzgeber. Das grundlegende Prinzip mittelalterlicher Politik war, dass alle, auch der König, durch das Recht gebunden waren, dass ein rechtloser Herrscher kein rechtmäßiger König war, sondern ein Tyrann, dass dort, wo keine Gerechtigkeit herrschte, auch kein Gemeinwesen Bestand haben konnte und dass zur Wahrung des Rechts Herrscher wie Untergebene gleichermaßen verpflichtet waren. Der König war nicht dazu da, Gesetze zu erlassen, sondern das vom Volk durch Gewohnheitsrecht geschaffene Recht zu bewahren. König und Volk waren nicht einander verpflichtet, sondern vielmehr beide gleichermaßen dem Recht mit der Maßgabe, dafür zu sorgen, dass die Unversehrtheit des Rechts erhalten wurde. Eine Rechtsverletzung durch eine Seite gab der anderen Seite die Verpflichtung, die Verletzung zu beseitigen. Sowohl der König als auch die Bevölkerung waren dem Recht unterworfen, und zwar nicht irgendeinem willkürlichen Recht, sondern einem auf Brauch und Sitte beruhenden, überkommenen Recht, dem Recht der Väter. Es war eine Zeit des Zivilrechts, eines Rechts, das nicht auf Gesetzgebungsakten des Königs beruhte, sondern auf örtlicher Tradition und Kultur. Der König stand nicht über dem Recht, sondern war ihm gleichfalls unterworfen. Die Unterordnung des Königs unter das Recht war eines der wichtigsten Prinzipien des Feudalismus. Damit Recht als solches anerkannt wurde, musste es jedoch sowohl alt als auch gut sein. Zudem war Recht nicht einheitlich. Dies war zwar für das Individuum kein Problem, jedoch für den Juristen. Wenn jemand z.B. wegen eines Verbrechens verhaftet wurde, wurde ihm als erstes die Frage nach dem auf ihn anzuwendenden Recht gestellt. Denn er wurde behandelt nach dem (Gewohnheits-) Recht des Gebietes, aus dem er kam und in dem er seine Tat begangen hatte, nicht nach dem Recht des Gebietes, in dem er verhaftet worden war. Das anzuwendende Recht folgte der Person. Und es unterschied sich von Stadt zu Stadt. Richter mussten sich über das an einem bestimmten Ort anzuwendende Recht erst kundig machen, bevor sie einen Fall entscheiden konnten. Die gesetzliche Gleichförmigkeit des römischen Reichs war vollständig verschwunden. In moderner Zeit braucht “Recht” nur eine einzige Eigenschaft, um wirksam zu sein: es muss vom Staat erlassen und in Kraft gesetzt worden sein, also äußerlich bestimmten Formalien entsprechen. Im Mittelalter dagegen war Recht nur dann Recht, wenn es alt (= von den Vorvätern überliefert, auf Tradition beruhend) und gut (= aus Gewohnheit und Sitte stammend, dem Gewissen entsprechend), also inhaltlich Recht war. War es dies nicht, stellte es überhaupt kein Recht dar, auch wenn es formell in Kraft gesetzt worden war.

Für den Menschen der Neuzeit als Erben der scholastischen Jurisprudenz ist Recht zweitrangig, der Staat und seine Gesetze stehen an erster Stelle. Im Mittelalter dagegen war Recht ein Zweck in sich, es war erstrangig, der Staat, sofern überhaupt existent, zweitrangig. Der Staat existierte für das Recht und durch das Recht und nicht das Recht durch den Staat. Man wünscht sich, dem wäre auch heute noch so. Der Übergang vom mittelalterlichen Gewohnheitsrecht zum neuzeitlichen positivistischen, gesetzten Recht brachte es als Negativfolge mit sich, dass sich eine vom Volk separierte Kaste von Anwälten und Rechtsgelehrten mit unverständlicher Eigensprache entwickelte und dass der Bürger immer unsicherer wurde, was denn nun Recht ist und was Unrecht. Die Wiederbelebung römischen Rechts zum Ende des Mittelalters in der Renaissance bewirkte eine rechtliche Vereinheitlichung und Standardisierung im Interesse der Machtkonzentration zentralisierter Nationalstaaten, eine Entrechtung des gesetzgebenden (= Gewohnheitsrecht schaffenden) Individuums und letztlich den Niedergang des Rechts. Dieser Niedergang wird heute immer deutlicher, da kein Staat auch nur im Entferntesten an Recht, sondern immer nur an Macht und Ausbeutung interessiert ist und sich weder an die eigenen Gesetze noch an Recht hält.

3. Zusammenfassung

Recht: Es entsteht freiwillig durch Rechtsüberzeugung und Übung in der Gemeinschaft, die Individuen geben sich dieses Recht selbst durch Vereinbarung oder freiwillige Unterwerfung. Man kann einem nicht genehmen Recht entgehen durch den Wegzug in einen anderen Rechtskreis mit anderem Gewohnheitsrecht. Das Recht entsteht und besteht im Interesse der Angehörigen der Gemeinschaft und der Ordnung ihres Zusammenlebens; es findet eine echte Mitwirkung des Einzelnen bei der Schaffung und Ausübung des Rechts statt. Jeder ist ohne Ansehen seiner Person oder seiner Funktion in der Gemeinschaft dem Recht unterworfen. Recht ordnet das Zusammenleben und schafft Frieden; ihm wohnen Friedensfunktion, Ordnungsfunktion, Integrationsfunktion und Freiheitsfunktion inne.

Gesetz: Der diametrale Gegensatz zum Recht ist das Gesetz. Es entsteht nicht freiwillig, sondern willkürlich nach Interessenlage durch staatliche Machtausübung, Gewalt und Zwang; es wird von oben aufgezwungen. Staatlichen Gesetzen kann man nicht entgehen, da die Erde mit Staaten zugepflastert ist und ausnahmslos alle Staaten ihre Herrschaft mittels Gesetzen sichern. Gesetze entstehen und bestehen im Interesse der Machterhaltung und Machtsicherung des Staates und der Förderung seiner Günstlinge. Eine wirkliche Mitwirkung des Einzelnen bei der Schaffung und Anwendung der Gesetze findet nicht statt, nur eine täuschende Schein-Mitwirkung (Wahl des Abgeordneten, Gesetzgebung der Abgeordneten, Gesetzesanwendung durch den Staat). Der Staat und seine Freunde sind dem Gesetz nicht unterworfen. Gesetze bringen Unordnung in das Zusammenleben der Individuen und zerstören es. Gesetze haben aufgrund der gewaltsamen Durchsetzung von Partikularinteressen eine eingebaute Konfliktfunktion. Die daraus sich ergebenden Streitigkeiten werden dann natürlich vom Staat und seiner Bürokratie zwecks Bestätigung ihrer Daseinsberechtigung mit Gewalt “gelöst”. Gesetzen wohnt eine Chaosfunktion inne, da sie die sich natürlich ergebende Ordnung in der Gesellschaft durch gewaltsame Eingriffe stören oder sogar auflösen. Gesetze üben eine Desintegrationsfunktion aus, da sie Zwietracht säen und willkürlich Bevölkerungsgruppen aus der Gemeinschaft ausschließen, in Begünstigte und Benachteiligte trennen. Und Gesetzen ist eine starke freiheitseinschränkende Funktion zu eigen, sie entziehen die natürlichen Freiheiten des Einzelnen am eigenen Körper und Eigentum zum Zwecke der Erlangung von Vorteilen für Bürokratie und Günstlinge des Staates und besserer Kontrolle durch den Staat.

Die Grundlage von Recht ist Moral. Der Zweck des Rechts ist das friedliche Zusammenleben der Individuen. Die Grundlage von Gesetzen ist Gewalt. Der Zweck der Gesetze ist die Sicherung und Ausübung der Macht des Staates. Da Gewalt niemals moralisch ist (Ausnahme: Handeln in Notwehr, jedoch werden Gesetze nicht in Notwehr geschaffen), können Gesetz und Recht nicht dasselbe sein, sondern sind vielmehr diametrale Gegensätze. Gesetze sind unabhängig von ihrem Inhalt immer amoralisch, weil sie auf Gewalt und nur auf Gewalt beruhen.

Wir brauchen keine Gesetze, wir brauchen Recht!

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Ferdinand A. Hoischen ist Jurist (Studium an der Universität Bonn) und war bis 1997 als Anwalt in Düsseldorf tätig. Seit 1997 wohnt er mit seiner Familie in Vetlanda/Schweden und ist im Wirtschafts- und Zivilrecht beratend tätig.

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Passender Nachtrag / Zitate:

„Das wahre Gesetz ist die richtige Vernunft in Übereinstimmung mit der Natur. Es erfaßt alle, ist ständig gleichbleibend und ewig. Es befiehlt die Pflichterfüllung und hält durch seine Verbote vom Bösen ab. Dieses Gesetz kann nicht abgeschafft werden. Man kann nichts von ihm wegnehmen noch ihm etwas entgegensetzen. Kein Senatsbeschluß und keine Volksabstimmung kann seine Verbindlichkeit aufheben. Es braucht keinen Erklärer und Ausleger. Es ist dasselbe in Rom und Athen. Es umspannt alle Völker und Zeiten als ewiges und unveränderliches Gesetz. Es spricht zu uns gleichsam der Lehrer und Herrscher der Welt: Gott! Er hat dieses Gesetz erdacht, ausgesprochen und gegeben. Wer ihm nicht gehorcht, wird sich selbst untreu und verleugnet seine Menschennatur.“ (Cicero in seinem Werk „De re publica“)

Die Findung und die Ableitung von Recht aus dem Naturrecht ist ein natürlicher (vermutlich der einzige) Vorgang, in dem das lebendige Recht die toten Gesetze und ihre Auslegung (bei Goethe: „ewige Krankheit, Unsinn, Plage“), wenn sie „die Fähigkeit verloren, dem Recht zu dienen“, BVerfG E 34, 269, 288f.; 82, 6, 12, ü b e r w i n d e t , wie Horaz, Ep. 1, 10, 24, sagt:
„Naturam expelles furca, tamen usque recurret et mala perrumpet furtim fastidia victrix.“
(dt.: Magst Du die Natur mit Gewalt auch vertreiben, zurück kehrt sie dennoch, insgeheim unvermerkt bricht sie durch lästige Machwerke siegreich).

Nr.:16 Stadtrat zweifelt Existenz eines deutschen Staates an

Die Wahrheit verfolgt einen, bis man sie in ihrer Tiefe und Vollkommenheit entsprechend dem eigenen geistigen Vermögen (was unbegrenzt trainierbar ist) erkennt. Da schützen einen auch die täglichen Entschuldigungen nicht, was man alles Wichtiges noch zu erledigen hätte, auch der vielfach demonstrierte Willensmangel nicht, die Welt zu erkennen, wie sie wirklich ist und die Scheinwelt endlich zu verlassen, den Kindern und Enkeln und deren Zukunft zu Liebe. Wisse: Die Freiheit nach dem Naturrecht ist eine wahrlich große Macht. Sprich: “Ich BIN die MACHT. Ich BIN ALLES. ALLES ist EINS. ALLES ist die MACHT. Es gibt nichts zu verlieren. Ich BIN immer zu HAUSE.”
Die Lösung ist die Loslösung (die Loslösung vom Eigentum in der Fiktion; vom Eigentum an Natur und Erde, vom nicht im Eigentum befindlichen NAMEN, von der Verwaltung des Menschen als Sache, vom Eigentum an Menschen und den Handel mit Menschen und damit von der niemals abgeschafften Sklaverei). Dieser Gedanke begleitet uns ab nun, bis wir ihn zu Ende gedacht haben, im Hier und Jetzt. Wie sagte doch Einstein: “Man muß so einfach denken wie ein Kind. Man kann die Probleme nicht mit den Denkweisen lösen, die zu ihnen geführt haben.” – Hierzu sei noch eine Anregung zum Nachdenken angefügt: Wir müssen wieder so “w e r d e n” (nicht denken) wie die Kinder. Kinder denken nämlich nicht, sondern sie “sind” – einfach. Es ist genau unser Denkfehler, der unser Leben oft unerträglich macht. Es soll damit mehr Achtung auf das gesprochene Wort gelegt werden, denn wie leicht wird die Bedeutung durch unbewußtes Sprechen verwässert oder verfälscht. – Eine Selbstinventur ist für die Loslösung eine gute Ausgangsposition. [mehr dazu siehe 07-02-2013 + 25-05-2013 – rsv.daten-web(.de/)aktuell(.html)]

Arsenal Injustitia 2 (gesammeltes Unrecht) Demokratie und Menschenrechte

AfD-Stadtrat Wink zweifelt Existenz eines deutschen Staates an

744BAD KREUZNACH – Der zweifache OB-Kandidat Rainer Wink, der auf Ticket der Alternative für Deutschland (AfD) in den Stadtrat eingezogen ist, hat dem Stadtrat in einem Schreiben mitgeteilt, dass es seit 1990 keinen deutschen Staat mehr gebe, so dass er auch kein Staatsbürger sein könne. Er beanspruche daher für sich eine „staatliche Selbstverwaltung“.

Da es die Bundesrepublik Deutschland nicht gebe, existiere auch kein Staat, dem er sich zu beugen und dem er Steuern zu zahlen habe. Er erkenne die „BRD“ nicht an, sondern nur die „kaiserliche Verfassung aus dem Jahre 1850“ sowie die „staatliche Gesetzgebung vor dem 1. Januar 1914“. An seinen Firmenfahrzeugen – Wink ist als Elektriker selbstständig – hat er die KH-Kennzeichen ab- und eigene Schilder anmontiert. Darauf steht nun „Freiheit 1“ und „Freiheit 2“.

Seine Begründung: Im Jahre 1990 sei versäumt worden, einen…

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Wir sind gefangen in einer Scheinwelt

„… Dumme leben vom Schein, Kluge leben vom Streben, Weise leben im Sein …“ aus Axel Kühners „Zuversicht für jeden Tag“

Die Lösung ist die Loslösung vom Schein, die Loslösung von der Scheinwelt, vom Scheinstaat, von der Scheinverfassung, von dem Scheingeld, von den Scheinsteuern usw.

Alles was sich da heute „Staat“ nennt, ist nur eine Illusion oder gar Aberglaube – der Rechtsschein in der Matrix. Die gefährlichste aller Religionen – der Aberglaube vom Staat – eine individuelle religiöse Wahnvorstellung!

Unbedingt erwähnt werden muß für unser aller Mitspielen in der Scheinwelt das dabei angewandte Prinzip der Freiwilligkeit, der freiwilligen Duldung der Ungerechtigkeiten durch die Menschen im Rechtsschein, sowie den Rechtsschein und die Rechtlosstellung selbst. Da jede Medaille bekanntlich zwei Seiten gehabt hatte, war das sogar ein Prinzip der doppelten Freiwilligkeit gewesen – die Eigentümer und sogenannten Berechtigten hatten freiwillig die Besitzlosen, Enteigneten und Sklaven ausgebeutet/geplündert/unterdrückt gehabt und die Besitzlosen, Enteigneten und Sklaven wiederum hatten sich weitgehend freiwillig von den Eigentümern und sogenannten Berechtigten ausbeuten/plündern/unterdrücken lassen. Eine Änderung ist vom Schöpfer nur bei Auflösung des künstlich erzeugten Rechtsscheins in Aussicht gestellt.
Edel sei der Mensch und weise, so edel und so weise, daß er den einfachen Leuten ein Vorbild ist in Gerechtigkeit, Wahrheit, Mitgefühl und Vernunft.

Original-Artikel: http://die-rote-pille.blogspot.de/2012/06/wir-sind-gefangen-in-einer-scheinwelt.html

Wir sind Gefangen in einer Scheinwelt – Platons Höhlengleichnis
Das Höhlengleichnis ist eines der bekanntesten Gleichnisse der antiken Philosophie. Es stammt von dem griechischen Philosophen Platon (428/427–348/347 v. Chr.), der es am Anfang des siebten Buches seines Dialogs Politeia von seinem Lehrer Sokrates erzählen lässt. Als Abschluss und Höhepunkt der Gleichnisreihe zählt das Höhlengleichnis zu den Grundtexten der platonischen Philosophie. Es veranschaulicht zentrale Aussagen von Platons Ontologie und Erkenntnistheorie und verdeutlicht den Sinn und die Notwendigkeit des philosophischen Bildungswegs, der als Befreiungsprozess dargestellt wird. Das Ziel ist der Aufstieg aus der sinnlich wahrnehmbaren Welt der vergänglichen Dinge, die mit einer Höhle verglichen wird, in die rein geistige Welt des unwandelbaren Seins. Den Aufstieg vollzieht zwar jeder für sich, aber da man dabei Hilfe benötigt, ist es zugleich auch ein kollektives Bemühen.
Inhalt des Buches Politeia
Sokrates beschreibt eine unterirdische, höhlenartige Behausung, von der aus ein breiter Gang zur Erdoberfläche führt. In der Höhle leben Menschen, die von Kind auf ihr ganzes Leben dort als Gefangene verbracht haben. Sie sind sitzend an Schenkeln und Nacken so festgebunden, dass sie immer nur nach vorn auf die Höhlenwand blicken und ihre Köpfe nicht drehen können. Daher können sie den Ausgang, der sich hinter ihren Rücken befindet, nie erblicken und von seiner Existenz nichts wissen. Auch sich selbst und die anderen Gefangenen können sie nicht sehen; das einzige, was sie je zu Gesicht bekommen, ist die Wand.
Erhellt wird die Höhle von einem großen, fernen Feuer, das oben auf der Erde brennt und dessen Licht durch den Gang hineinscheint. Die Gefangenen sehen nur das Licht, das die Wand beleuchtet, nicht aber dessen Quelle. Auf der Wand sehen sie ihre Schatten. Auf der Erdoberfläche befindet sich zwischen dem Höhleneingang und dem Feuer eine kleine Mauer, die nicht so hoch ist, dass sie das Licht des Feuers abschirmt. Längs der Mauer tragen Menschen unterschiedliche Gegenstände hin und her, Nachbildungen menschlicher Gestalten und anderer Lebewesen aus Stein und aus Holz. Diese Gegenstände ragen über die Mauer hinaus, ihre Träger aber nicht. Manche Träger unterhalten sich miteinander, andere schweigen. Da die bewegten Gegenstände auf die Höhlenwand, der die Gefangenen zugewendet sind, Schatten werfen, können die Höhlenbewohner die bewegten Formen schattenhaft wahrnehmen. Von den Trägern ahnen sie aber nichts. Wenn jemand spricht, hallt das Echo von der Höhlenwand so zurück, als ob die Schatten sprächen. Daher meinen die Gefangenen, die Schatten könnten reden. Sie betrachten die Schatten als Lebewesen und deuten alles, was geschieht, als deren Handlungen. Das was sich auf der Wand abspielt, ist für sie die gesamte Wirklichkeit und schlechthin wahr. Sie entwickeln eine Wissenschaft von den Schatten und versuchen in deren Auftreten und Bewegungen Gesetzmäßigkeiten festzustellen und daraus Prognosen abzuleiten. Lob und Ehre spenden sie dem, der die besten Voraussagen macht.
Nun bittet Sokrates Glaukon sich vorzustellen, was geschähe, wenn einer der Gefangenen losgebunden und genötigt würde, aufzustehen, sich umzudrehen, zum Ausgang zu schauen und sich den Gegenständen selbst, deren Schatten er bisher beobachtet hat, zuzuwenden. Diese Person wäre schmerzhaft vom Licht geblendet und verwirrt. Sie hielte die nun in ihr Blickfeld gekommenen Dinge für weniger real als die ihr vertrauten Schatten. Daher hätte sie das Bedürfnis, wieder ihre gewohnte Position einzunehmen, denn sie wäre überzeugt, nur an der Höhlenwand sei die Wirklichkeit zu finden. Gegenteiligen Belehrungen eines wohlgesinnten Befreiers würde sie keinen Glauben schenken. Wenn man den Befreiten nun mit Gewalt aus der Höhle schleppte und durch den unwegsamen und steilen Aufgang an die Oberfläche brächte, würde er sich dagegen sträuben und wäre noch verwirrter, denn er wäre vom Glanz des Sonnenlichts geblendet und könnte daher zunächst gar nichts sehen. Langsam müsste er sich an den Anblick des Neuen gewöhnen, wobei er erst Schatten, dann Spiegelbilder im Wasser und schließlich die Menschen und Dinge selbst erkennen könnte. Nach oben blickend würde er sich erst mit dem Nachthimmel vertraut machen wollen, später mit dem Tageslicht, und zuletzt würde er es wagen, die Sonne unmittelbar anzusehen und ihre Beschaffenheit wahrzunehmen. Dann könnte er auch begreifen, dass es die Sonne ist, deren Licht Schatten erzeugt.
Nach diesen Erlebnissen und Einsichten hätte er keinerlei Bedürfnis mehr, in die Höhle zurückzukehren, sich mit der dortigen Schattenwissenschaft zu befassen und dafür von den Gefangenen belobigt zu werden. Sollte er dennoch an seinen alten Platz zurückkehren, so müsste er sich erst wieder langsam an die Finsternis der Höhle gewöhnen. Daher würde er einige Zeit bei der dort üblichen Begutachtung der Schatten schlecht abschneiden. Daraus würden die Höhlenbewohner folgern, er habe sich oben die Augen verdorben. Sie würden ihn auslachen und meinen, es könne sich offenbar nicht lohnen, die Höhle auch nur versuchsweise zu verlassen. Wenn jemand versuchte, sie zu befreien und nach oben zu führen, würden sie ihn umbringen, wenn sie könnten.

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Deutung – Interpretation
Das Leben in der Höhle kann man als das gewöhnliche Dasein interpretieren. Der Mensch wird geboren, er wächst in einen geschlossenen Raum auf, er lebt in einen geschlossenen System und er ist nie über die Grenzen seiner Behausung hinausgekommen, er hat also nie irgendetwas anderes zu Gesicht bekommen außer seinem Alltagstrott. Er fühlt sich in seiner Welt wohl, was ja auch kein Wunder ist, da er ja überhaupt nichts kennt, was er mit dem vergleichen könnte was ihm geläufig ist. Wie sollte er auch wissen, dass es neben seiner Welt noch eine größere Wirklichkeit gibt, eine Außenwelt, die außerhalb seiner Vorstellungskraft liegt, die er vermissen könnte, wenn er sie sehen könnte. Wie sollte er sie sehen können, der Unwissende ist ja in seiner eigenen kleinen Behausung, seiner dunklen Realität gefesselt. Er kennt nur die Schatten der Wirklichkeit und hält das was er mit seinen Sinnen wahrnehmen kann für das ultimative, das Seiende.
In diesem Gleichnis wird die gewöhnliche Existenzweise des Menschen mit einer Höhlenwohnung (derzeitige Matrix) verglichen, in der die Menschen seit ihrer Kindheit an Schenkeln und Hals gefesselt bewegungslos auf eine Felswand der Höhle starren. Auf dieser Felswand werden lediglich Schattenbilder projeziert, die diese Höhlenbewohner als real betrachten. Dieses Gleichnis ist ein sehr gutes Beispiel für unsere derzeitige Traumexistenz, die wir unsere Welt bzw. unseren Umwelt nennen. Der unwissende Mensch hat sich von seinem wahren göttlichen Ursprung – dem göttlichen Licht – abgewandt, hält die äußeren Erscheinungen ungeprüft als absolute Wahrheit an, sieht nur mehr die Materie als Ursprung des Seins und und glaubt zutiefst, dass alle gewonnenen Erkenntnisse, die er durch diese Schattenbilder gewonnen bzw. auch noch selbst interpretiert hat, die einzige Wahrheit darstellen.
Diese Höhlenbewohner – sie gleichen uns, den schlafenden, unbewussten Menschen – halten die Schatten für die einzige Wirklichkeit und alle ihre Erkenntnisse beziehen sich auf diese Schattenergebnisse. Was diesen Höhlenbewohnern als angeblich gesicherte Erkenntnis gilt, ist lediglich das Interpretieren dieser Schatten. Die Höhlenmenschen wissen nicht einmal, dass sie in einer Höhle, also in einer scheinbar geschlossenen Matrix leben. Sie erfahren diese Höhle illusionär als eine bergende und angebliche Sicherheit gewährende Pseudo-Freiheit.
Um diese Illusion bzw. Scheinhaftigkeit dieser Höhlenexistenz aufzuheben, müßte ein Höhlenbewohner diese ganze Existenz ernsthaft Selbstständig in frage stellen und den Mut fassen, sich von den illusionären Fesseln zu befreien und sich gleichzeitig dem hellen Ausgang zuwenden. Doch das Schauen auf den lichtvollen Ausgang assoziiert der Höhlenmensch mit Schmerz, da er an das Dunkel gewöhnt ist und sohin fehlerhafte Assoziationen hegt. Dieser helle Ausgang ist nichts anderes als die innere Sonne, das innere geistige Licht, von dem man sich entfernt hat, weil man mehr und mehr den Schattenbildern ungeprüft glaubt, vielmehr glaubt man sogar einer dieser Schattenbilder selbst zu sein. Allmählich aber erkennt der sich selbst Entfesselnde, dass diese Helligkeit – sein eigener Geist – essentiell wichtig ist und die einzige Möglichkeit darstellt, zu seiner eigenen Befreiung zu gelangen.
Man ist sein ganzes Leben lang gefesselt und empfindet es als „Normal“ auf einen Stuhl in einer dunklen Höhle gebunden zu sein ohne überhaupt zu wissen was eine Höhle ist. Plötzlich kommt nun völlig unbekanntes Wesen, bindet einen los und zwingt einen sich zu bewegen und die Augen vor dem Licht des Feuers zu öffnen. Was würde man empfinden, wenn nicht Angst vor dem Unbekannten, vor dem was man sein Leben lang noch nie zu Gesicht bekommen hat? Man weiß ja noch nicht mal wie man selbst aussieht. Was würde man empfinden, wenn nicht Schmerz? Man hat ja bis dato noch nie einen Fuß vor den anderen gesetzt, die Muskeln sind zurückgebildet und man ist völlig steif. Was würde man empfinden, wenn nicht Verwirrung? Man soll sich auf einmal bewegen – warum? Was will das fremde Wesen von einem? Was geschieht mit einem selbst? Schließlich würde man dann beginnen, all das was man kennt, seine eigenen Erkenntnisse also, in Frage zu stellen und nach einer anderen Wahrheit fragen wollen. Aber würde man diesem fremden Wesen wirklich bedingungslos folgen und ihm glauben oder vielleicht nicht eher, wie Platon es beschreibt, zu seinem beschränkten, vertrauten Horizont zurückkehren wollen? Nach Platon kann die erste Reaktion nur eine Flucht in die Geborgenheit sein, da die Entfesselung, die schmerzvollen Bewegungen und die ersten Blicke ins grelle Feuer nur als lebensfeindliches Chaos erscheinen würde. Deshalb kann man auch nicht von einer Befreiung des Menschen sprechen, den er will zuerst gar nicht befreit werden.
Der Entfesselte will seinen Ort der Geborgenheit zuerst nicht verlassen und das für ihn fremde Wesen, muss ihn mit Gewalt zwingen, den unebenen Weg aus der Höhle hin zur Außenwelt des Lichts zu überwinden und den beschwerlichen Weg der Erkenntnis zu gehen, der ihm noch mehr Schmerzen und Leid bereiten wird. Der Mensch steht am Ende dieses Weges am Eingang zum Licht. Dieses Licht brennt ihm in den Augen und er richtet seine Blicke zuerst nur auf die Erde, denn er ist von all dem Grellem, Neuem zunächst verblendet. Mit der Zeit aber, sieht er alles neu und mit anderen Augen. Er sieht die Spiegelungen des Himmels im Wasser und bei Nacht können seine Augen schon den Sternenhimmel erkennen. Er fängt an Ideen über die Zusammenhänge zu bekommen, er begreift, dass Spiegelungen in seiner ehemaligen Welt der Schatten nur Abbilder der originalen Welt waren. Der Entfesselte entdeckt nun für sich, dass alles was er bisher zu wissen glaubte, einem Nichtwissen gleich kommt und er denkt mit Mitleid an seine ehemaligen Leidensgenossen zurück. Der Mensch ist nun auf der Stufe der Wahrheit angelangt, er ist nach Platon im denkbarem Raum.
In Platons Gleichnis kehrt der befreite Höhlenmensch mit seiner neu gewonnen geistigen Erkenntnis in die Höhle zurück und berichtet den anderen von der Unwirklichkeit dieser Schatten, von der scheinbaren Seinswelt dieser Matrix. Aber er stößt bei seinen Mitmenschen auf Unverständnis und Ablehnung. Die Gefesselten sehen ihn sogar als bedrohlich an, da er mit seinen Erkenntnissen als Verrückt angesehen wird (was ja auch stimmt, da er dem ganzen bisherigen festgefahrenen Glauben und der damit verbundenen Werte- und Interpretationsmechanismen entrückt), wodurch die Umkehrung von der scheinbaren materiellen Ebene in die geistige Ebene von den anderen als surreal und bedrohlich angenommen wird.
Versuche mal ein tief schlafenden Menschen ruckartig zu wecken? Der wird komplett irritiert sein und vielleicht auch noch aggressiv werden.
Mit der endgültigen Gewöhnung der Augen an das Licht, richtet der Mensch seine Blicke nur auf die originale Welt, auf die Urheber der Spiegelungen im Wasser und schließlich ist er bereit direkt in die Sonne zu schauen und nach Platon die „Form des Guten“ zu erkennen. Der Mensch kann nun die Sonne als die Quelle allen Lebens erkennen und die Zusammenhänge auch deuten. Der Mensch in Platons Höhlengleichnis spürt eben auch jenen Drang sein Wissen weitertragen zu müssen und er sucht den Weg zurück in die Höhle zu seinen unwissenden Brüdern. Dieser Weg ist ähnlich schwierig und schmerzvoll wie sein Aufstieg und er ist zuerst orientierungslos und kann sich nicht in der Dunkelheit des Nichtwissens zurechtfinden, die er selbst einmal als absolute Wirklichkeit ansah. Seine Brüder in der Höhle werden ihn auslachen und abwehren, denn das was er zu berichten hat übersteigt ihren Horizont. Platon vertritt an dieser Stelle auch seine Meinung über Bücher und sonstige schriftliche Lehrmittel. Er ist der Ansicht, nur dann nachhaltig lernen zu können, wenn man selbst erlebt. Im Höhlengleichnis geht Platon sogar soweit zu sagen, seine Brüder würden ihn töten, falls sie die Möglichkeit dazu hätten, da sie die neuen Erfahrungen des Entfesselten nicht als Wahr erkennen könnten, weil sie sie nicht selbst erlebt haben. Der Mensch wiederum wird nicht aufgeben das Erfahrene weitergeben zu wollen, aber er wird an der Übermacht der Unwissenheit scheitern, die ihm keinen Glauben schenken will.
Fassen wir den Mut, uns von den eigenen Fesseln zu befreien um ein freiheitlich eigenständig denkender, geistig bewusster Mensch zu werden. Wer diesen Mut hat, wird die Zusammenhänge und die Notwendigkeit der Schatten erkennen und wissen, dass er selbst der eigene Meister seines Seins ist. Er wird weder besondere Vorliebe für eine Seite, noch Verneinung für die andere Seite aufbringen, denn beide Seiten gehören zur gesamten Münze. Und vor allem wird er immer mehr alle seine Feindbilder erkennen und lieben lernen, ohne irgendetwas im imaginären Außen verändern zu wollen.Ein weiser Mensch ist jener, welcher sich nicht kontrollierenden, machtgierigen, neidischen Menschen unterwirft. Es geht darum, bewusst in seine eigene Kraft zu kommen und klare Erkenntnisse zu erlangen, in dem man auf seine eigene Intuition (nicht auf die Logik) hört, seinen permanenten Willen in Demut verwandelt, in Liebe, Zuversicht und Urvertrauen handelt. Dies geht nur, wenn man seinen Beobachterstatus aktiviert und erkennt, dass man nicht die körperliche Statur und auch nicht die damit assoziierte Persona ist.
Plato - Höhlengleichnis

Plato – Höhlengleichnis

Nachtrag am 02.05.2015:
Kürzlich erlebte ich einen Theatervortrag, welcher dem Zuschauer dieses Höhlengleichnis und damit all die Illusionen der Menschen sowie ihren Weg der Erkenntnis zwischen Scheinwelt und Wirklichkeit in faszinierender Art und Weise vermittelte (Wiederholung am 15.Mai 2015).