Wunder geschehen nicht gegen Naturgesetze

HUMAN REFRAMING

mond

Erlösung kommt, sobald Menschen ein gemeinsames Ziel anstreben

Helen Schucman arbeitete als Psychologin am Columbia Medical Center in New York; sie war Atheistin. Eines Tages hörte sie eine Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagte, sie solle aufschreiben, was ihr diktiert werde. Die Stimme verstummte nicht; die Aufforderung kam immer wieder und so begann Helen mit der Niederschrift. Die Diktate dauerten sieben Jahre und füllten viele Leitzordner.

Als ihr Chef William Tretford einmal hineinschaute, erblaßte er vor Ehrfurcht: Die Texte waren in fünffüßigen Jamben, dem Versmaß von William Shakespeare und umfaßten ein Textbuch, ein Übungsbuch mit 365 Übungen (eine für jeden Tag des Jahres) und ein Handbuch für Lehrer. Der Titel lautete: Ein Kurs in Wundern. Der Greuthof Verlag gibt die 1.311seitige deutsche Ausgabe heraus.

Das Textbuch vermittelt die Grundlagen des Kurses. Das Übungsbuch dient der praktischen Anwendung der im Textbuch dargelegten Prinzipien. Das Handbuch für Lehrer faßt die Kursprinzipien für Menschen zusammen, welche die Erkenntnisse verbreiten wollen. Der Kurs ist nicht für alle Menschen gedacht. Er will das Denken der Menschen über das Wesen dieser Welt radikal verändern und die mit dem Christentum entstandenen Irrtümer korrigieren. Viele biblische Stellen werden neu interpretiert. Ich zitiere hier einige Sätze aus dem Kurs:

  • Der Kurs in Wundern ist ein Pflichtkurs. Nur die Zeit, in der du ihn absolvierst, steht dir frei.
  • Freier Wille bedeutet nicht, daß du den Lehrplan bestimmen kannst. Es bedeutet nur, daß du wählen kannst, was du zu einer bestimmten Zeit lernen willst.
  • Nichts Wirkliches kann bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert.
  • Gott hat nur die Ewigkeit erschaffen. Alles was du siehst ist vergänglich. Deshalb muß es eine andere Welt geben, die nicht vergänglich ist und die du nicht siehst.
  • Du kannst dir die Befreiung und den tiefen Frieden nicht vorstellen, die eintreten, wenn du dir selber und anderen Menschen ohne jedes Urteil begegnest.
  • Nichts, was du nicht annehmen wolltest, kann dir bewußt werden.
  • Die Frucht vom Baum der Erkenntnis essen, steht für die unberechtigte Annahme der Fähigkeit, sich selbst zu erschaffen. Nur in diesem Sinne sind Gott und du nicht gleichberechtigte Schöpfer.
  • Ihr verlaßt die Welt nicht durch den Tod, sondern durch die Wahrheit. Alle, für die das Himmelreich erschaffen wurde und auf die es wartet, können die Wahrheit erkennen.
  • Die Folge aufrichtiger Hingabe ist Inspiration. Die wahrhaft Inspirierten sind erleuchtet und können nicht in der Dunkelheit sein.
  • Gesetze werden erlassen, um die Fortexistenz des Systems sicherzustellen, an das die Gesetzgeber glauben. Für dich ist es nicht naturgegeben, Gesetzen zu folgen, an die du nicht glaubst.
  • Lehre nicht, daß ich (Jesus) umsonst gestorben bin. Lehre vielmehr, daß ich nicht gestorben bin, indem du offenbarst, da ich in dir lebe.
  • Nichts außer deinem eigenen Willen ist stark genug oder es wert, dich zu führen.
  • Wenn du angegriffen wirst, zeige dem Angreifer, daß seine Sünde gegen dich wirkungslos ist. Mit der Aufhebung der Wirkung hebst du auch die Ursache auf. Das ist wahre Vergebung.
  • Akzeptiere nur liebende Gedanken bei anderen und erkenne alles andere als einen Schrei nach Hilfe.
  • Gedanken haben Konsequenzen für den Denker. Du siehst, was du erwartest und das lädst du ein.
  • Wenn du jemanden angreifst, versteckt sich die Liebe; sie kann nur existieren, wo Frieden ist.

Quelle: http://www.business-reframing.de/wunder-geschehen-nicht-gegen-naturgesetze/

Leben oder gelebt werden? – Ist wirklich alles in unserem Leben vorherbestimmt?

Puppet on Strings

von

„Wer glaubt, seine Entscheidungen selber zu treffen unterliegt nur der Täuschung, seine Entscheidung sei durch seinen freien Willen zustande gekommen.“
Gerhard Roth

„Das Maß unserer Bewußtheit entscheidet darüber, ob wir tatsächlich von unserem freien Willen Gebrauch machen oder nicht.“

und

„Die Intensität unseres Willens bestimmt über Frei- oder Unfreiheit.“
Dieter Broers

Liebe Freunde,

gerne möchte ich meinen letzten Artikel „Ideen – der „Stoff“ aus dem Universen entstehen – Warum unsere Überzeugungen unsere Wirklichkeit gestalten“ weiter vertiefen. Nach wie vor halte ich eine gründliche Aufklärung über unser naturgemäßes Potenzial für die wirkungsvollste Grundlage für dem „Weg nach Eden“. Wie in meinem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ hergeleitet bezeichne ich „Eden“ nicht vordergründig als einen Ort im himmlischen Paradies, sondern vor allem als unseren un-manipulierten Seinszustand. Angeregt von einem Kommentar von Lutz Kießling („…beschäftige dich mal mit den Palmblattbiblioteken in Indien….“) vom 13. Mai möchte ich dieses Thema etwas mehr als ursprünglich geplant vertiefen (Danke, lieber Lutz Kießling, Du hast mir durch Deinen Kommentar weiter Erkenntnisse zum Thema „freier und unfreier Wille“ ermöglicht.
Wie bereits Platon sehe ich diese Welt als eine „Schattenwelt“ (in Anlehnung an das Höhlengleichnis von Platon). Unsere vordergründig wahrgenommene Welt überlagert eine andere Welt – der Einfachheit halber nenne ich sie Primärwelt. Dieser Primärwelt ist eine künstliche Matrix aufgeprägt. Diese Matrix kann man als eine Scheinwelt bezeichnen, ein Programm der universalen Manipulation und/oder den Strukturschlüssel, andere nennen sie die Blaupause, den Schöpfungsplan oder die Matrize.

Ein Simulationsprogramm erzeugt die Illusion von Freiheit und Selbstbestimmung

Für mich ist die Matrix eine Art Simulationsprogramm. Dieses Programm sieht vor, uns in einer Illusion von Freiheit und Selbstbestimmung zu halten. Für die meisten Menschen unbemerkt übernimmt dieses Programm unser Schicksal. In dieser Programmwelt ist alles determiniert – also vorherbestimmt. Deswegen funktionieren zukunftsschauende Medien wie die Palmblattbibliothek, Astrologie, Tzolkin, der Bibel-Code usw. Auch einige „begnadete“ Menschen sind in der Lage, die geplante Zukunft vorauszusehen. Wo sich diese „Vorausschauungen“ als zutreffend erweisen, kann es nur einen Schluß geben: Unsere Welt ist determiniert und vorherbestimmt durch ein Programm („Matrix“).
Zunehmend mehr Menschen durchschauen dieses manipulative Spiel. Erkennen eine Welt hinter der Matrix. Um es bereits vorweg zu nehmen:
Unsere Welt ist nur zu dem Anteil determiniert wie wir es zulassen, unsere Unbewußtheit zu leben. Prophezeiungen (Determinierungen) treten nur ein, solange wir unbewußt (noch nicht erwacht) sind.
Liebe Freunde, die nun folgenden Zeilen mögen Euch beim Lesen mehr oder weniger großes Unbehagen bereiten. Und doch halte ich die Aufklärung über das Ausmaß unserer Bewußt-, bzw. Unbewußtheit für außerordentlich wichtig. Zumal ich schon jetzt darauf hinweisen möchte, daß die Intensität unseres Willens darüber entscheidet, ob wir in den Netzen der Matrix verwoben bleiben oder nicht. Doch der Reihe nach. Beginnen möchte ich mit den Forschungsergebnissen zum Thema „freier Wille“:Leben in einer determinierten Welt – ohne freien Willen? Wie sehr viele seiner Kollegen ist der Hirnforscher Prof. Dr. Gerhard Roth[i] davon überzeugt, „daß wir von der Vorstellung, daß es einen freien Willen im traditionellen Sinne gibt, endgültig Abschied nehmen müssen. Zwar bestreitet niemand von den Forschern, daß der Mensch Handlungen planen und Alternativen abwägen könne. Ob, wie und wann wir dann aber schließlich handeln, bestimmen zum Großteil unbewußte Vorgänge im Gehirn. Und es zeigt sich, daß dieses Unbewußte eine viel größere Rolle spielt als bisher angenommen.”[ii].So unglaublich uns diese Aussagen auch erscheinen mögen, so wahr scheinen sie doch zu sein. Als 1979 der international renommierte Hirnforscher Benjamin Libet erstmals in seinen Versuchsreihen die Fremdbestimmung unseres „freien“ Willens feststellte, glaubte man noch an Fehlversuche. Das Libet-Experiment beschreibt die Messungen im zeitlichen Abstand zwischen Nervenaktivität im Gehirn, die einer bestimmten Handbewegung einleitend vorausgeht, und dem erst danach erfolgenden Bewußtwerden der dazu gehörenden Handlungsentscheidung liegt. Bereits bevor die Entscheidung zur Ausführung einer bestimmten Bewegung ins Bewußtsein dringt, wird diese im Gehirn (im motorischen Kortex) vorbereitet. Benjamin Libet schlußfolgerte, die Handlungen eines Menschen seien nicht auf seinen Willen zurückführbar. Das klassische Libet-Experiment beschreibt die Messung des zeitlichen Abstands, der zwischen Nervenaktivität im Gehirn, die einer bestimmten Handbewegung einleitend vorausgeht, und dem erst danach erfolgenden Bewußtwerden der dazu gehörenden Handlungsentscheidung liegt. Um dieses sensationelle Forschungsergebnis besser interpretieren zu können möchte ich kurz das Standardexperiment von Benjamin Libet darstellen:

Das Experiment von Libet zur Bestimmung des Zeitpunktes der Handlungseinleitung

Um den Moment der Handlungsentscheidung zu bestimmen, benutzte Benjamin Libet eine Art Uhr. Der Proband sollte sich zum Zeitpunkt seiner Entscheidung die Position des Zeigers auf dieser Uhr merken. Durch diese Versuchsanordnung konnte Libet den Zeitpunkt der bewußten Wahrnehmung des Probanden auf etwa 50 Millisekunden exakt bestimmen. Gleichzeitig wurden die Hirnströme und Muskelbewegungen des Probanden gemessen, so daß nicht nur der genaue Zeitpunkt einer sogenannten motorischen Aktion bestimmt werden könnte, sondern auch die Intensität des Bereitschaftspotentials – mit dem die Vorbereitung einer Bewegung im motorischen Cortex des Gehirns gemessen werden kann. Die Aufgabe des Probanden war es, einfach seine Hand zu heben, entweder spontan oder nach einem subjektiven Zeitplan. Im Grunde eine sehr einfache, freie Entscheidung. Das sensationelle Ergebnis: Unter allen Bedingungen zeigte sich, daß das Gehirn die Bewegung der Hand bereits zu einem Zeitpunkt vorbereitete, zu dem der Proband selbst noch gar nicht die Absicht gehabt hatte, die Bewegung tatsächlich auszuführen. Bis zu einer Sekunde vor der tatsächlichen Entscheidung signalisierte die Aktivität der entsprechenden Neuronen (des motorischen Cortex) bereits die erst später folgende Handlungsabsicht. Diese Versuche sind zwischenzeitlich ganz erheblich erweitert worden. Hierauf werde ich im weiteren Verlauf meines Artikels noch eingehen.Das Bereitschaftspotential ist Ausdruck einer neuronalen Aktivität, die eine entsprechende Handlung einleitet (bestimmt). Das Bereitschaftspotential setzte im Mittel etwa 550 Millisekunden vor der Ausführung der Bewegung ein – der Willensakt wurde jedoch (im Mittel) erst 200 Millisekunden vor der Ausführung der Bewegung bewußt und damit etwa 350 Millisekunden nach dem Auftreten des Bereitschaftspotentials.

libet

* Das Bereitschaftspotential ist ein elektrophysiologisch meßbares Ereignis, das im Vorfeld willkürlicher Bewegungen in bestimmten Arealen der Großhirnrinde auftritt und in der Hirnforschung als Ausdruck von Aktivierungs- und Vorbereitungsprozessen interpretiert wird. (Ausführliche Informationen unter:http://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/bereitschaftspotential/1383)

Die Experimente von Benjamin Libet zählen schon seit längerer Zeit zu den in der Hirnforschung am häufigsten diskutierten empirischen Untersuchungen. Sie wurden zwischenzeitlich mehrfach wiederholt und verbessert. Die neuesten Ergebnisse scheinen die Studien von Professor Libet immer weiter zu bestätigen. Zu diesen neueren Arbeiten zählt eine Studie, die in dem Journal Spektrum.de veröffentlicht wurde. Mit der Überschrift „Hirngespinst Willensfreiheit“ berichteten Carolin Sprenger und Jeanne Gevorkian[iii]: „Bis vor kurzem konnten die Zweifel an der Willensfreiheit nicht wirklich zerstreut werden. Ein Team von Wissenschaftlern lieferte kürzlich mit neuesten Erkenntnissen auf dem Gebiet der Entscheidungsfindung den Befürwortern des Determinismus neuen Nährboden. Unter der Leitung des Psychologen und Gehirnforscher Professor John-Dylan Haynes, der am „Berliner Bernstein Center for Computational Neuroscience“ forscht, wurden nun neueste Erkenntnisse in dem Bereich der Entscheidungsfindung gefunden. Diese Forschungsergebnisse werden sicherlich den Befürwortern des Determinismus neuen Nährboden liefern.“

Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß bereits etwa sieben bis acht Sekunden vor einer Entscheidung eine entsprechende Hirnaktivität gemessen wurde! Dabei weist die als Meßinstrument dienende Kernspintomografie sogar noch eine drei- bis viersekündige Verzögerung auf. Was bedeutet, es vergehen faktisch mindestens zehn Sekunden, bevor die Information zu einer Entscheidung im Gehirn präsent ist. Der Kommentar des Projektleiters John-Dylan Haynes, Professor am Berliner Bernstein Center for Computational Neuroscience: „Libet ermittelte einen Zeitraum von einigen hundert Millisekunden, der zwischen neuronal beobachtbarer Vorbereitung im motorischen Kortex und bewußter Wahrnehmung der Entscheidungsfindung liegt. Ein Zeitraum von sieben oder sogar zehn Sekunden erscheint dagegen immens.“
Die Medien reagierten auf diese Nachricht. ZEIT ONLINE berichetet am 17. April 2008; unter der Überschrift „Der unbewußte Wille“ konnte man im Artikel lesen: „Deutsche Hirnforscher geben der Debatte um den freien Willen neue Nahrung. Schon zehn Sekunden vor einer bewußten Entscheidung wird das Gehirn aktiv.“[iv]
Damit Ihr Euch, meine lieben Freunde, einen besseren Überblick über dieses Thema machen könnt empfehle ich eine kurze Zusammenfassung von ZDFdoku: Der freie Wille als Märchen des Gehirns: https://www.youtube.com/watch?v=rOsWsW1XmoI#t=68

Die Bedeutung der Experimente von Libet für das Selbstverständnis des Menschen

Liebe Freunde, mir ist vollkommen klar welches Unbehagen diese Zeilen in Euch ausgelöst haben mögen. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, als ich zum ersten Mal von diesen Forschungen erfuhr. Vor über fünfundzwanzig Jahren – so lange ist das bei mir etwa her – rebellierte ich innerlich gegen die Schlussfolgerungen dieser Forschungsergebnisse. Irgendetwas in mir vermittelte mir den Eindruck, daß etwas Entscheidendes bei diesen Versuchen nicht stimmt. Ich hatte damals schon den Eindruck, daß noch eine andere Instanz in uns existiert, die außerhalb des Willens lag, der bei diesen Versuchsreihen bewertet wurde. Meine Intuition sagte mir, daß in jedem von uns noch eine andere Identität existieren muß. Ein Art „Wesenskern“, der sich ganz erheblich von der Identität unterscheidet, die ich mit meinem „Ich“ gleichsetze. Wie ich später herausfand lag ich mit meiner Ahnung absolut richtig. In diesem Artikel geht es mir um die Bedeutung des anderen Willens. So unsinnig sich das zunächst einmal anhören mag, so sehr halte ich doch die Existenz einer „anderen Instanz“ für absolut zutreffend. <b>Ich unterscheide dabei zwischen unserem „göttlichen“ und unserem „künstlichen“ Selbst.</b> Meine Herleitungen hierüber habe ich Euch in meinem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ dargelegt. In diesem Sinne möchte ich mit meiner Beschreibung über diese beiden Formen unseres Selbst fortfahren.

Grundsätzlich möchte ich jetzt der Frage nachgehen: Sind wir tatsächlich vollständig determiniert? „Der sogenannte freie Wille ist letztlich immer der „verstandene Wille“, jener, der zu unserem Selbstbild und in das Profil unserer Wünsche passe.“ bemerkte hierzu Pascal Mercier. Anhand seiner neuesten Ergebnisse zum Thema des freien Willens äußerte sich der Forschungsleiter John-Dylan Haynes vom Berliner Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience: „Alle unsere Handlungen sind die Überlagerung von tausenden von kleinen Ursachen – Erfahrungen in Kindheit und Beruf, unsere Kultur, die Menschen, mit denen wir uns umgeben, die Medien, die wir zurate ziehen, und so weiter.“ Und weiter: Ich habe kein Problem damit, die unbewußten Prozesse meines Gehirns zu akzeptieren. Ich freue mich über die Hilfe, die mir die unbewußten Verarbeitungsprozesse meines Gehirns leisten, indem sie mir eine ganze Menge von Alltagsentscheidungen und Prozessen abnehmen, ohne daß ich groß darüber nachdenken muß. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den unbewußten Verarbeitungsprozessen in meinem Gehirn bedanken!“ (Die fett markierten Wörter sind von mir hervorgehoben worden um die Aufmerksamkeit auf die Frage zu lenken, um welche Instanz es sich hierbei handelt).

Die Rolle der Intensität des Willens und der Aufmerksamkeit

Diesem Dank von Professor John-Dylan Haynes möchte ich mich aus vollem Herzen anschließen. Ohne die Hilfe dieser Instanz (die meine Entscheidungen für mich trifft) wären wir in dieser Welt wohl lebensunfähig. Ich stelle mir gerade die Frage, welche Instanz von mir sich für diese lebenswichtigen Leistungen bedankt. Bedankt sich mein Verstandes-Selbst für sich selber? Oder mein göttliches Selbst? Oder gar beide Selbste? Natürlich erscheinen diese Fragen als vollkommener Unsinn. Jedoch nur wenn sie vom Verstandes-Selbst interpretiert werden. Wir können diese Fragen durchaus als ein Spiel mit uns(eren) Selbst(en) sehen. Dieses Spiel trägt jedoch einen erheblichen Nutzen in sich. Denn es führt ja erst zu einem Hinterfragen nach einer möglichen weiteren Instanz „in uns“.

Was wäre nun, wenn sämtliche von mir aufgeführten Versuche „nur“ die Reaktionen von dem „künstlichen“ Selbst waren? Oder, was wäre, wenn dieser Wille einfach nur zu gering war, um eine Fremdbestimmung vom Gehirn zuzulassen? Und deshalb jeweils immer das „künstliche“ Selbst entschieden hätte?

Daß die Intensität unseres Willens die Ergebnisse bestimmt, dürfte uns allen klar sein. Eine einfach so gewollte Entscheidung greift entsprechend weniger in die Realitätsänderung ein als umgekehrt. Bekanntlich ist unsere Aufmerksamkeit* ein Indikator für das Maß unserer Bewußtheit. Aufmerksam sind wir, wenn wir bewußt und Unaufmerksam wenn wir unbewußt sind. Tatsächlich ist die Stärke der Aufmerksamkeit meßbar. Je aufmerksamer wird sind, umso höher ist die Aktivität unserer Neuronen. Im Zustand des Gewahrseins ist diese neuronale Aktivität am höchsten. Am Ende dieses Artikels werde ich hierauf noch etwas genauer eingehen.

*Aufmerksamkeit ist die Zuweisung von (beschränkten) Bewußtseinsressourcen auf Bewußtseinsinhalte, beispielsweise auf Wahrnehmungen der Umwelt oder des eigenen Verhaltens und Handelns, sowie Gedanken und Gefühle. Als Maß für die Intensität und Dauer der Aufmerksamkeit gilt die Konzentration.

Erfreulicherweise wurde in einigen neueren Veröffentlichungen über die Libet`schen Forschungen auf die Aufmerksamkeit hingewiesen. Den Forschern fielen auffällige Unstimmigkeiten zum Thema der Aufmerksamkeit auf. Zunächst wunderte man sich über die unterschiedlichen Resultate. Meiner Überzeugung nach resultieren diese unterschiedlichen Ergebnisse durch die Aufmerksamkeitsabhängigkeit bei der Datierung von Reizen aus unterschiedlichen Möglichkeiten.

Bei der Interpretation der Libet-Experimente gibt es immer wieder Auffälligkeiten, die sich auf die Ergebnisse selbst beziehen. Insbesondere auf die Datierung von dem sogenannten Bereitschaftspotential und dem Willensakt. Die Probleme der Datierung werden immer deutlicher erkennbar, wenn man die neueren Nachfolgeexperimente mit analysiert. Auffällige Unterschiede gibt es bereits bei den Mittelwerten für den bewußten Willensakt aller Versuchspersonen eines Experimentes. Bei B. Libet ebenso wie bei seinen Kollegen I. Keller und H. Heckhausen liegt dieser Wert bei 200 Millisekunden vor der Handbewegung, bei P. Haggard dagegen bei 350 Millisekunden und bei J.A. Trevena und J. Miller nur 122 Millisekunden vor der Bewegung. Wesentlich größer noch sind die Differenzen zwischen den einzelnen Versuchspersonen. Bei B. Libet liegen die Schwankungen zwischen 422 und 54 Millisekunden, bei P. Haggard zwischen 984 und 4 Millisekunden vor der Handlung.

Bei H. Heckhausen finden sich sogar Werte zwischen 362 Millisekunden vor und 806 Millisekunden nach der Bewegung – 40% der Versuchspersonen gaben einen Zeitpunkt an, der nach der Ausführung der Bewegung lag (Diese Studien sind am Ende in der Literaturliste aufgeführt).

Der richtige Gebrauch des Willens

Meiner Ansicht nach hätte ein erheblicher Teil der Versuchspersonen von ihrer Vetomöglichkeit Gebrauch machen können, indem sie die Intensität ihres Willens gesteigert hätten. Der Unterschied wird meiner Ansicht nach durch die Intensität unseres Willens bestimmt. Ein starker Wille, der von einer Idee bzw. einem Wunsch geprägt ist, wird uns aus einer determinierten Welt herausheben. Umgekehrt bleiben wir in der vorherbestimmten Welt stecken und halten alle Ereignisse und Handlungen für unabänderlich.

veto

Die Intensität des Willen und der Aufmerksamkeit entscheidet über den Gebrauch des „Veto“.

Der Gebrauch des „Veto“ bedeutet, daß keine Fremdbestimmung erfolgt ist.

Solange wir einen bestimmten Grad unseres Bewußtseins nicht erreicht haben, werden wir von Fremdprogrammen bestimmt. Gleich, ob das durch die Konditionierungsmuster unseres Gehirns oder einer äußerlichen Matrix (die quasi unseren Lebensweg und Schicksal bestimmt), wir bleiben solange fremdbestimmt, bis wir ein gewisses Maß an Voll-Bewußtheit (Gewahrsein) erreicht haben.

Frühkindliche „Selbst“-Findung und der Verlust der „göttlichen“ Anbindung

Während der ersten zwei Lebensjahre eines Menschen findet eine entscheidende Verwandlung statt. Es ist die Wandlung vom „göttlichen“ zum „künstlichen“ Selbst. Unser „künstliches“ Selbst (unser Ego bzw. Ich) entspricht einer neuronalen Schaltung und wird durch sie aufrechtgehalten. Die als Neugeborenes aufsummierten Sinneserfahrungen wurden so lange einer Entität zugeordnet, bis in uns der Eindruck entsteht, daß der Name – den wir von unseren Eltern erhalten haben – die Person ist, die für den Empfang aller Erfahrungen steht. Bekanntlich erwächst sich in unserm Gehirn eine Verschaltung der Neuronen. Das besondere daran ist, daß jede Erfahrung einer entsprechenden Verschaltung entspricht. Diese Hardware fungiert im Wesentlichen als Kurzzeitspeicher und als Programm. Grundsätzlich wird jedoch eine jede Erfahrung zusätzlich in raum- und zeitlose Dimensionen abgelegt (B. Heim nennt die betr. Dimensionen x7 und x8). Naturgemäß bestimmt die Instanz unseres „göttlichen“ Selbst über diese Informationen. Die Entstehung „unseres“ künstlichen Selbst begründet sich vor allem, weil uns die Erinnerung an unser wahrhaftiges Selbst abhanden kam. Hierdurch identifizierte sich die neu geprägte Person immer weiter mit dem materiellen Körper (diese künstliche Instanz (Ego, Ich) agiert als eine ich-genaue neuronale Schaltung).

So gesehen sind die Forschungsergebnisse der Anhänger Benjamin Libets nichts weiter, als die Auswertungen der Ergebnisse unseres „künstlichen“ Selbst. Das, was in diesen Versuchen die Entscheidungen trifft, ist also das Resultat des neuronalen Schaltkreis „künstliches Selbst“.Es handelt der Wille des künstlichen Selbst. Der tatsächliche freie Wille ist nur frei, wenn er von der Instanz unseres geistigen (göttlichen) Selbst geführt wird. Das geschieht allerdings nur, indem sich das „göttliche“ Selbst sich über die Instanz seines künstlichen Double hinweggesetzt (um damit zumindest teilweise von dem künstlichen Hardware-Ich befreit ist). Die Befreiung unseres geistigen Selbst vom materiellen (und damit künstlichen) „Selbst“ (Ego, Ich) ermöglicht erst die faktische Nutzung des echten freien Willens. Benjamin Libet ging nach seinen ersten Versuchsergebnissen zu der These über, daß es ein Zeitfenster von zirka 100 ms gebe, innerhalb dessen der bewußte Wille eine bereits (vom künstlichen Selbst) eingeleitete Handlung noch verhindern könne (Veto-Funktion des Willens). In diesem Sinne könne das Bewußtsein „willensbestimmte Ergebnisse selektieren und unter ihre Kontrolle bringen“[v]

Anzahl und Frequenz der aktiven Neuronen läßt erkennen, welches Selbst am Werke ist

Gebrauch von unserem „Vetorecht“ bedeutet meiner Ansicht nach die faktische Nutzung unseres „göttlichen“ Selbst. Doch wie können wir feststellen, ob eine Handlung von unserem „künstlichen Selbst“ oder von unserem „göttlichen Selbst“ begangen wurde? Wie wir auf der unteren Tabelle sehen können, entscheidet die Anzahl und Frequenz der aktiven Neuronen, welches Selbst in Erscheinung tritt. Der unterste Bereich dieser Grafik beschreibt das Maß der Bewußtheit der Versuchspersonen von Benjamin Libet. Nach den Vorstellungen der Wissenschaftler sollen sie das Standardmaß eines normalen Menschen repräsentieren. Der Tabelle nach besteht der hauptsächliche Unterschied zwischen einem Menschen, der sich im Zustand des Gewahrsein (Awareness) befindet und einem „Standard-Menschen“ in der Anzahl seiner aktiven Neuronen (40.000 gegenüber 1.000 Neuronen). Diese beiden Zustände kennzeichnen auch unsere Freiheitsgrade. Die optimale Nutzung unseres freien Willens – bzw. die unseres „göttlichen“ Selbst – und das Leben in einer fremdbestimmten (determinierten) Welt.

Der Unterschied wird durch die Intensität unseres Willens bestimmt. Ein starker Wille, der von einer Idee bzw. einem Wunsch geprägt ist, wird uns aus einer determinierten Welt herausheben. Umgekehrt bleiben wir in der vorherbestimmten Welt stecken, und halten alle Ereignisse und Handlungen für unabänderlich. Die untere Grafik gibt uns Aufschluß über die Zusammenhänge zwischen der Intensität unserer Absicht – bzw. unseres Willens, und einer Selbst- oder Fremdbestimmung.

befreiung

Vereinfachte Darstellung über Frei- und Unfreiheit. Die Aufmerksamkeit – bzw. der Grad unserer Bewußtheit ist mit der neuronalen Aktivität korreliert. Je aufmerksamer – also bewußter – umso mehr Neuronen (und Tubulins*) sind aktiv. Im Zustand des Gewahrseins ist diese neuronale Aktivität am höchsten. Hier sind wir es die tatsächlich unseren freien Willen nutzen. Wohingegen wir uns im allgemeinen Tagesbewutsein (wie beispielsweise die meisten Probanden aus den beschriebenen Versuchen) von Programmen bzw. Programmierungen fremdbestimmen lassen. Dieser Grafik nach sind alle geistigen neuronalen Aktivitäten die unterhalb von 40Hz liegen dem Zustand der Unbewußtheit zuzuordnen.

* Mikrotubuli sind aus Tubulindimeren zusammengesetzt und zu Spiralen gebildet. Sie bilden kleine Röhrchen von etwa 24 Nanometern Durchmesser. Nach Roger Penrose und Stuart Hameroff schaltet Anästhesie das Bewußtsein dadurch aus, daß die Bewegung von pi-Elektronen in den Mikrotubuli gehemmt wird. Diese Moleküle von Tubulin können sich in zwei unterschiedlichen Zuständen befinden. Nach R. Penrose und S. Hameroff können Mikrotubuli den Zustand einer Überlagerung (Superposition) von Quantenzuständen einnehmen.

Resümee

Altes und Neues Modell der Hirnfoschung

Das alte Modell: Sämtliche Erhebungen und Schlußfolgerungen basieren auf einem Verstandes-Selbst. Hier wird radikal ein „geistiges Agens“ (was unser natürliches Selbst darstellt) nur deswegen abgelehnt, weil es nicht meßbar ist. In unserem allgemeinen naturwissenschaftlichen Verständnis ist der Begriff „Energie“ nur auf die meßbaren Parameter reduziert. Tatsächlich existieren noch weitere Energieformen, die sich bisher unseren Meßmethoden entziehen konnten. Für die universitär gelehrte Naturwissenschaft gibt es kein ››geistiges Agens« als Energieform. Professor Wolf Singer, ehem. Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung, meint: »Wäre es energetisch, dann könnten wir es messen.« Diese gelehrte Grundhaltung erklärt das Thema Geist und Materie auf eine rein mechanistische Art und reduziert Lebewesen zu mechanischen, geist- und seelenlosen Funktions-Maschinen. So basiert das bisherige – „Alte Modell“ – ausschließlich auf der Interpretation der Funktionen und Wirkungen eines „Selbst“, welches sich genetisch evolutionär (materiell) entwickelt hat, und aus Konditionierungen zu einem Ego wurde. So folgt dieses Selbst den Prägungsmustern und wird von ihnen determiniert. Hierzu als Beispiel möchte ich Ausschnitte eines Artikels von Hans-Peter Büttner anführen[vi]:

Das Elend des neurobiologischen Determinismus

Wer glaubt, seine Entscheidungen selber zu treffen unterliegt nur der Täuschung, seine Entscheidung sei durch seinen freien Willen zustande gekommen. Vor jedem bewußten Wollen und Tun hat das Gehirn als durch seine neuronale Struktur determiniertes Zentrum dem Ich (als evolutionär erworbener „Illusion“) bereits den Handlungsbefehl geliefert.

Wie in diesen Zeilen besonders zu erkennen ist, wird hier grundsätzlich immer von der Instanz des sogenannten Egos – des künstlichen Selbst – ausgegangen. Wenn hier also von seine Entscheidung“, und „seinen freien Willen“ zu lesen ist, beschränken sich diese persönlichen Zuordnungen immer auf dieses „Selbst“. Der Autor dieser Aussagen geht selber von einer neuronalen Struktur, dem „determiniertes Zentrum dem Ich“ aus, wobei dieses „Ich“ jedoch eine „Illusion“ sei.

Und in diesem Sinne sind diese weiteren Aussagen auch zu verstehen:

„Das Ich kann dann bestenfalls noch Gründe anführen, weshalb die strukturell determinierte Entscheidung des Gehirns auch seine eigene ist bzw. in der „freien“ Tätigkeit des sich nicht materiell gebunden fühlenden Ichs wurzelt.“

Professor Wolfgang Singer rundet das Thema noch ab, indem er sagt: „Das Ich ist aber bereits „festgelegt durch Verschaltungen“, und weiter „Verschaltungen legen uns fest: Wir sollten aufhören von Freiheit zu reden.[vii]. Eine Verschaltung entspricht einer neurologischen Hardware (Erfahrungen werden als Prägungsmuster durch entsprechende neuronale Verbindungen zugeordnet).

Das neue Modell beschreibt den geistigen Menschen – das geistige, „göttliche“ Selbst. Dieses Universum ist aus geistigen Dimensionen entstanden (wie u.a. B. Heim und J.E. Charon es herleiten und worauf auch Max Planck immer wieder hingewiesen hat: “…denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht.”) So ist es eben dieser Geist, der uns im Wesenskern ausmacht. Bisher war es den Geisteswissenschaftlern und Religionen überlassen, diese Wahrheit als Glaubhaft darzustellen. Die Naturwissenschaft hat mit dem Geist in erster Linie deswegen ein Problem, weil sie ihn nicht messen, bzw. nachweisen kann. Die Grundhaltung der Naturwissenschaftler ist in folgenden Satz zusammengefasst: „Es gibt kein geistiges Agens, denn wenn es ein geistiges Agens geben würde, könnte man es messen“.

Die Erlösung aus dieser seelenlosen Wissenschaft liegt uns schon lange vor. Physiker wie Burkhard Heim und J. E. Charon haben uns bereits vor über 30 Jahren ein Modell hierfür angeboten. Dieses Modell weist ein geistiges Agens als Schöpfer der materiellen Welt aus. Dieses geistige Agens mag zwar noch nicht meßbar sein, so entspricht es unserem wahren Selbst. Dieses natürliche Selbst wurde zwar von seinem künstlichen Zwillings-Selbst überlagert, ist jedoch immer noch existent. Und wird es auch immer bleiben.

Me Agape

Dieter Broers

 

Ein Resümee meines Artikels könnte etwa lauten:

Mein Verstand argumentiert: „Du kannst nicht verstehen, wer oder was du wirklich bist, deswegen bewahre ich Dich vor der erfolglosen Suche nach Dir.” Der Verstand kann jedoch nicht wissen: Nicht er ist erleuchtet, sondern Du!

Me Agape

Dieter Broers

 

Literatur

  • Beckermann, Ansgar. 2005. “Neuronale Determiniertheit und Freiheit”. In: Willensfreiheit als interdisziplinäres Problem. Hrsg. v. Kristian Köchy & Dirk Stederoth. Freiburg i.Br.: Karl Alber.
  • Goschke, Thomas. 2003. “Voluntary Action and Cognitive Control from a Cognitive Neuroscience Perspective.” In: Voluntary Action: Brains, Minds and Sociality. Hrsg. v. S. Maasen, W. Prinz und G. Roth. Oxford: Oxford University Press, 49-85.
  • Goschke, Thomas. 2004. “Vom freien Willen zur Selbstdetermination.” Psychologische Rundschau 55 (4), 186-197.
  • Green, Joseph B., Peter A. St. Arnold, Leonid Rozhkov, Darren M. Stroher und Nancy Garrot. 2003. “Bereitschaft (readiness potential) and Supplemental Motor Area Interaction in Movement Generation: Spinal Cord Injury and Normal Subjects.” Journal of Rehabilitation Research and Development 40 (3), 225-234.
  • Haggard, Patrick und Martin Eimer. 1999. “On the Relation Between Brain Potentials and the Awareness of Voluntary Movements.” Experimental Brain Research 126, 128-133.
  • Herrmann, Christoph S., Michael Pauen, Byoung Kyong Min, Niko A. Busch und Jochem Rieger. In Vorbereitung. “Analysis of a choice-reaction task yields a new interpretation of Libet’s experiments.”
  • Keller, I. und H. Heckhausen. 1990. “Readiness Potentials Preceding Spontaneous Motor Acts: Voluntary vs. Involuntary Control.” Electroencephalography and Clinical Neurophysiology 76, 351-361.
  • Libet, Benjamin. 1985. “Unconscious Cerebral Initiative and the Role of Conscious Will in Voluntary Action.” The Behavioral and Brain Sciences VIII, 529-539.
  • Libet, Benjamin, Curtis A. Gleason, Elwood W. Wright und Dennis K. Pearl. 1983. “Time of Conscious Intention to Act in Relation to Onset of Cerebral Activities (Readiness-Potential): The Unconscious Initiation of a Freely Voluntary Act.” Brain 106, 623-642.
  • Miller, Jeff und Judy Arnel Trevena. 2002. “Cortical Movement Preparation and Conscious Decisions: Averaging Artifacts and Timing Biases.” Consciousness and Cognition 11, 308-313.
  • Pauen, Michael. 2004. Illusion Freiheit? Mögliche und unmögliche Konsequenzen der Hirnforschung. Frankfurt a.M.: S. Fischer.
  • Prinz, Wolfgang. 1996. “Freiheit oder Wissenschaft.” In: Freiheit des Entscheidens und Handelns. Ein Problem der nomologischen Psychologie. Hrsg. v. M. v. Cranach und K. Foppa. Heidelberg: Asanger, 86-103.
  • Trevena, Judy Arnel und Jeff Miller. 2002. “Cortical Movement Preparation before and after a Conscious Decision to Move.” Consciousness and Cognition 11, 162-190.
  • Walter, Henrik. 1998. Neurophilosophie der Willensfreiheit. Von libertarischen Illusionen zum Konzept natürlicher Autonomie. Paderborn: Schöningh.

 

Quellen:

[i] Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth ist einer der bekanntesten europäischen Neurobiologen. Der promovierte Philosoph und Zoologe lehrt als Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bremen; seit 1989 ist er Direktor am dortigen Institut für Hirnforschung.

[ii] http://www.neuro-spirituality.com/freier_wille.html

[iii] http://www.spektrum.de/alias/r-hauptkategorie/hirngespinst-willensfreiheit/968930

[iv] http://www.zeit.de/2008/17/Freier-Wille

[v] Benjamin Libet: Unconscious cerebral initiative and the role of conscious will in voluntary action. In: The Behavioral and Brain Science, 8, 1985, S. 529-566.

[vi] http://www.trend.infopartisan.net/trd0207/t140207.html

[vii] Überschrift eines FAZ-Artikels vom 8. Januar 2004

Quelle: http://revealthetruth.net/2015/05/25/leben-oder-gelebt-werden-ist-wirklich-alles-in-unserem-leben-vorherbestimmt/

weiterführende Linkempfehlungen:
http://dieter-broers.de/ideen-der-stoff-aus-dem-universen-entstehen-warum-unsere-ueberzeugungen-unsere-wirklichkeit-gestalten/

http://losloesung.wordpress.de/2014/12/03/wir-sind-gefangen-in-einer-scheinwelt/ (inkl. sehr empfehlenswerte Kommentare für den DURCHBLICK)

http://losloesung.wordpress.de/2014/11/24/die-aufloesung-der-kuenstlich-ersonnenen-gesellschaft/

https://losloesung.wordpress.com/2015/02/13/der-dreierschritt-der-fremdbestimmung/

Rechtsmissbrauch durch Anwaltszwang an deutschen „Gerichten“

Einmal geboren will das Lebendige leben, ob in Freiheit oder in Gefangenschaft, ob seerechtlich versachlicht und verwaltet, handelsrechtlich personalisiert oder lebend gemeldet, ob unter Betreuung oder uneingeschränkt rechtsfähig – das Leben bricht sich seine Bahn, egal wie hoch der IQ oder EQ des Individuums ist, egal ob innerhalb einer angeordneten Fiktion, einer frei gewählten und selbst organisierten Wirklichkeit oder einer anderen Wirklichkeit. Der feine Unterschied war eben der naturgegebene freie Wille, die Selbstbestimmung und der Gemeinsinn aus ureigenem göttlichen Antrieb, frei jeglicher ungesunder Abhängigkeit (fremder NAME, sittenwidrige Verträge, REGIS tratur und Wohnhaft über eine Gemeinde-Agentur, Abgabe der Verantwortung an unverantwortliche Parteien u.a.) sowie egoistischer oder fremdbestimmter Induzierung, Manipulation oder Programmierung. Der feine Unterschied war eben Mensch oder gar geistiges Seinswesen zu sein oder eben zum Objekt bzw. Maskenträger/Treunehmer degradiert zu sein. (weiteres dazu …)

Menschenrechtsverletzungen im Unternehmen BRD

Je höher man nach oben kommt, um so dünner wird die Luft und um so höher das Risiko, tief zu stürzen, um dann alles zu verlieren, was man besitzt.

Im Bereich des Bergsteigens und vor Gericht trifft dies sicherlich gleichermaßen zu.

Sicherlich ?

Keinesfalls. – Als Bergsteiger haben Sie zu jedem Zeitpunkt maximale Kontrolle über das, was Sie tun; jedenfalls sollte dies so sein, falls Sie professionell unterwegs sind.

Mit anderen Worten: Sie sind Entscheidungs- und Verantwortungsträger für Ihr eigenes Handeln.

Anders als an deutschen Ausnahmegerichten (vgl. Historie § 15 GVG), an denen Sie in der Regel nur mit ggf. korruptionsverdächtigen Scheinurteilen und Scheinbeschlüssen zu rechnen haben.

Denn es besteht ein so genannter Anwaltszwang, der sich lediglich in der nationalen Regelung des § 78 ZPO / Analognormen offenbart.

Spätestens ab hier, haben Sie i.d.R. alle Einflussmöglichkeiten, als selbst bestimmendes Individuum an Dritte ggf. ungewollt abgegeben bzw. abgeben müssen und…

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Die-Pruefung-Wer-besteht-schafft-einen-großen-Sprung-nach-vorne

Gruppe 2

Die heute lebenden Menschen lassen sich – zumindest in Deutschland und den meisten Teilen der industrialisierten Welt – in drei Gruppen einteilen. Gruppe 1 sind jene Leute, die ihre Lebensaufgabe erfüllt haben. Sie werden in den nächsten Monaten relativ friedlich sterben, deshalb ist dies die angenehmste Gruppe. Gruppe 2 sind jene Leute, die im Zusammenhang mit dem sich abzeichnenden Zusammenbruch umkommen werden. Diese Gruppe dürfte die größte sein. Gruppe 3 sind die Überlebenden, die danach die Trümmer beiseite räumen und wieder aufbauen. Diese Gruppe ist die schwerste von allen. Zu ihr zu gehören ist kein Privileg, sondern eine Bürde.

Zur Gruppe 1 ist wenig zu sagen, da deren Ansichten insofern irrelevant sind, als über ihr Schicksal bereits entschieden ist. Das ist durchaus nicht negativ gemeint; da wir Menschen allesamt sterblich sind, ist deren Zeit im ewigen Stirb und Werde ganz einfach abgelaufen. Sie haben ihren Beitrag zur Entwicklung geleistet, ihre Schuld gegenüber dem Leben abgetragen. Ihre Gedanken mögen in uns nachwirken, doch in der Krise und dem Danach werden sie nichts mehr beitragen. Die 98jährige Urgroßmutter gehört zu dieser Gruppe, aber auch der Dreijährige, der in einen Bach fällt und darin ertrinkt. Bei der Erfüllung der Lebensaufgabe ist die Zahl der Jahre völlig nebensächlich.

Bei der Unterscheidung der Gruppen 2 und 3 hilft es zu betrachten, mit welcher Einstellung der Betreffende in die Zukunft blickt. Der Gleichgültige, der glaubt, alles werde gut, die Regierung hätte die Sache im Griff, die Fernseh-Nachrichten seien die eine Wahrheit und alles Krisengerede sei Blödsinn, gehört wahrscheinlich der Gruppe 2 an. Der Vorbereiter, auf Denglisch „Prepper“, der sich um die Zukunft und sein Überleben sorgt, seine Ersparnisse in Gold anlegt und zu Hause einen Kubikmeter Ölsardinen als Nahrungsreserve bunkert, gehört wahrscheinlich zur Gruppe 3.

Es gibt nur Wahrscheinlichkeiten, keine Sicherheit. Der Mensch ist ein Wesen im Werden, erst im Augenblick seines Todes vollendet, da damit das irdische Werden beendet ist. Der Tod selbst ist die letzte Einsicht, die letzte Erkenntnismöglichkeit, bevor der Verstorbene dem Seelengericht gegenübertritt, um sich selbst Rechenschaft über sein Leben abzulegen. Ich habe das ausführlich in meinem Buch „Die spirituelle Welt“ dargelegt, deshalb sei es hier nur kurzgefaßt geschildert: Sie gehen mit einer bestimmten Energie, einer gewissen Wertigkeit ins Jenseits ein. Im Seelengericht erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr Leben vom Ende her zu betrachten und zu bewerten, über richtig und falsch zu befinden. Weder wird Gott Sie dafür ins Paradies bringen, noch der Teufel Sie in die Hölle zerren – Sie selbst entscheiden, in welcher jenseitigen Umgebung Sie die Zeit bis zu Ihrem nächsten Erdenleben verbringen werden.

Die Zugehörigkeit zu den einzelnen Gruppen läßt sich im Nachhinein leicht bestimmen. Wenn Sie irgendwann einmal auf dem Marktplatz sitzen und den Mörtel von den Ziegelsteinen klopfen, damit diese erneut verbaut werden können, haben Sie es in Gruppe 3 geschafft, selbst ohne alle Vorbereitungen. Wenn Sie in ihrem Bunker ein Herzinfarkt ereilt, sterben Sie in Gruppe 2, trotz aller Vorbereitungen. Stellen Sie sich das Ganze als eine Lotterie vor, bei der jedes fünfte Los Überleben in Gruppe 3 bedeutet. Jeder, der zu Beginn der Ereignisse lebt, zieht ein einzelnes Los, das ihm bereits das Überleben sichern kann. Wer einige minimale Vorbereitungen getroffen hat, bekommt ein zweites Los, wer sich umfassend vorbereitet, mit Lebensmitteln für fünf Jahre, Werkzeugen, Saatgut, Survival-Ausbildung, handwerklichen Schulungen aller Art, erhält dadurch ein Dutzend oder noch mehr Lose. Ein einzelnes Los kann den Gewinn bedeuten, zwanzig Lose können allesamt Nieten sein – das ist die Wahrscheinlichkeit, der Sie sich stellen müssen.

Sie können jedoch davon ausgehen, daß die Natur ökonomisch vorgeht. Wer sich jetzt bereits auf die Katastrophe vorbereitet, sich auf sie einstellt und an das Leben danach denkt, gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Gruppe 3. Wem das alles egal ist, wer daran glaubt, es ginge alles im gewohnten Trott weiter, läuft Gefahr, im Augenblick der Erkenntnis den Verstand zu verlieren. Wenn alle bisher so unverrückbaren Gewißheiten wegbrechen, bedeutet das eine hohe geistige Belastung, die einen Denkfaulen und Phantasielosen trifft.

Denkfaulheit ist dabei ein sehr wichtiges Kriterium. Pflanzenfresser organisieren sich oft in Herden, da es lange Zeit dauert, die lebensnotwendigen Kalorien aus Gras aufzunehmen. Die Herde befreit das Einzeltier weitgehend von der Selbstsorge, da es genügt, das gleiche zu machen, wie die anderen Tiere in der Herde. Gemeinsam Grasen, gemeinsam fliehen. Angeblich genügt es, bei einer Büffelherde die Leittiere abzuschießen, damit die ganze Herde am Ort bleibt und sich widerstandslos abschlachten läßt.

Der Herdentrieb äußert sich beim Menschen darin, daß er viele Bereiche seines Lebens aus dem Denken ausklammert, um sich auf die verbliebenen Wichtigkeiten zu konzentrieren. Schuhe, Kleider, das neueste Smartphone, ein größeres Auto, der nächste Urlaub, die nächste Beförderung, der Vorteil auf Kosten der Kollegen – das alles ist wichtiger als Politik und Weltgeschehen. Letzteres läßt man nur gefiltert an sich heran, als Überschriften in der Zeitung, während man zu den Todesanzeigen oder dem Sportteil blättert, als Fernsehnachrichten, bevor die Spielshow beginnt, als Hintergrundgeräusch im Radio, das die Musik unterbricht.

Schon ein Wildtier, das den Schutz seiner Herde verliert, hat es schwer zu überleben. Was aber wird aus einem Schaf, dessen Herde bisher vom Hirten geführt und von den Hütehunden beschützt worden ist? Ein Schaf, das Wölfe nicht mehr als Gefahr erkennt? Das nie gelernt hat, selbst eine Weide zu suchen?

Wir kennen alle das Klischee des vertrottelten Professors, der ein wahres Genie in Kunstgeschichte oder Quantenphysik sein mag, aber sich keine Krawatte binden kann und das Jackett verkehrt herum anzieht, wenn ihm keiner dabei hilft. Diese Witzfigur kommt dem einsamen Schaf durchaus nahe. Haben Sie schon mal ein Huhn ausgenommen? Das geht ganz einfach! Man nimmt es aus der Verpackung, läßt es auftauen und entfernt den Plastikbeutel mit den überflüssigen Innereien.

Denkfaulheit ist keine Frage der Intelligenz. Hochgebildete Akademiker erweisen sich in Gesprächen oft genug als Angehörige der Gruppe 2, obwohl sie fähig sein sollten, die Nachrichten in einem größeren Zusammenhang zu setzen und das herauszufinden, was zwischen den Zeilen steht. Ich habe gestern im Handelsblatt gelesen, die 1948 eingeführte D-Mark habe bis 1998 ein Viertel ihrer Kaufkraft verloren, da die durchschnittliche Inflation 3% betragen hätte. Ein Griff zum Taschenrechner beweist, daß die D-Mark bei 3% Inflation in 50 Jahren 77,8% ihrer Kaufkraft verloren hat, sich die Preise also mehr als vervierfacht haben.

Zu Zeiten des kalten Krieges galten uns Westdeutschen die Amerikaner als Beschützer, als Garanten der Freiheit und Hüter des Weltfriedens, dafür waren die Russen böse und warteten nur auf ein Zeichen der Schwäche, um uns zu überfallen. 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn, 1968 in der Tschechoslowakei und 1980 in Afghanistan – die Russen waren immer die Bösen. 1990 war der kalte Krieg zu Ende. Die Amerikaner sind 1991 in den Irak eingefallen, 1998 im Kosovo, 2003 in den Irak und in Afghanistan, 2012 in Libyen und 2013 richten sie ihre Waffen auf Syrien. Wer ist jetzt böse und eine Gefahr für den Weltfrieden? Die NSA spioniert die ganze Welt aus, wo ist da noch Raum für Freiheit?

1990 hat „das bessere Deutschland“ gewonnen, die zweite Diktatur auf deutschem Boden wurde aufgelöst, westliche Werte haben über den rückständigen Sozialismus triumphiert. Heute, 2013, ist von diesen westlichen Werten wenig bis gar nichts übriggeblieben. Merkeldeutschland ist weit mehr zur dritten Diktatur auf deutschem Boden geworden, als es die alte BRD je gewesen ist. Heute sitzen mehr politische Gefangene ein als in der alten DDR, nicht wegen „Republikflucht“, sondern wegen „Leugnung des Holocausts“; wer einst ein „Feind des Sozialismus“ oder „Faschist“ gewesen ist, wird heute als „Rechtsradikaler“ oder „Neonazi“ bekämpft, mit den gleichen Argumenten wie damals.

Die „aktuelle Kamera“ heißt heute „Tagesschau“ oder „Heute“, Eduard von Schnitzler wurde durch Guido Knopp ersetzt. Die Staatssicherheit gewährleisten heute die diversen Ämter für Verfassungsschutz, sowie die politischen Abteilungen der Polizei. „Bürgerrechtler“ und „Dissidenten“ schätzt das Regime der BRD hoch, sofern diese in Rußland oder China aktiv sind, im eigenen Land werden sie vergleichbar gnadenlos bekämpft. Wer die Augen offen hält, vermag das alles zu sehen.

Die Grundlage der alten Gesellschaft war der arbeitende Familienvater, dessen Gehalt Frau und Kinder ernährte. Kinder, denen es einmal besser gehen sollte. Dieses klassische Modell mag den Gleichstellungsbeauftragtinnen beiderlei Geschlechts mißfallen, doch es festigte über Jahrzehnte die Familie als Keimzelle der Gesellschaft und des Staates. Heute sind beide Funktionen weitgehend verunmöglicht. Für den Ernährer ist die Kaufkraft der Gehälter geschwunden. Der klassische Tarifarbeiter ist selten geworden, dafür gibt es immer mehr Leiharbeiter, für die kein Tarif, kein Kündigungsschutz und oft genug nicht einmal ein Mindestlohn gilt. Zudem nagen die Konsumgesellschaft und ihr korruptes Bankgewerbe an diesem Einkommen. Die Werbung signalisiert allenthalben, wofür die Menschen Geld ausgeben sollen, und die Banken geben Ratenkredite, dank derer jene in Schuldknechtschaft geraten, die diesen Verlockungen erliegen.

Bei der Zukunft der Kinder sieht es wirklich nicht so aus, daß es denen einmal besser gehen wird. Die einstige „westliche Wertegemeinschaft“ ist längst auf dem Altar der wertfreien „Multikultur“ geopfert worden, mit dem Ergebnis, daß keinerlei kulturelle Werte mehr vermittelt werden. Unsere Schulen sind zweitklassig geworden, Bildung ist heutzutage Glückssache. Das schließt das Glück, reiche Eltern zu haben, die sich migrantenfreie Privatschulen leisten können, mit ein. Wer heute den einstmals beschworenen Aufstieg durch Bildung schafft, hat das trotz unseres Schulsystems erreicht.

Das alles sind Wahrheiten, die verschämt auf versteckten Sendeplätzen eingestanden werden, die als kleinste Absätze in entlegenen Winkeln der Zeitungen zu finden sind. Nur das Internet ist gnadenlos, zerrt das alles hervor – auf Seiten, die nur von Wenigen besucht werden. Das Internet ist ein gezielt diskreditiertes Medium. Ich bekomme pro Woche ein Dutzend Mails, in denen mir Millionengeschäfte angeboten werden, ich könnte gewinnbringend Online-Kasinos besuchen, erhalte großartige Anlagetips und alle möglichen Medikamente zur Steigerung der Manneskraft. Natürlich werfe ich das alles in den Papierkorb. Auf der anderen Seite gibt es die NSA und andere Geheimdienste, die das ganze Internet überwachen. Für diese Dienste wäre es ein Leichtes, diesen lästigen Schund aus dem Internet zu entfernen. „Spam“ würde verschwinden, und nach sechs Wochen geben die Spammer auf. Aber das geschieht nicht, damit das Medium Internet den Ruch des Unseriösen und der Müllhalde beibehält.

Jeder Tag hat für jeden Menschen 24 Stunden. Totalitäre wie demokratische Staaten haben das Bestreben, diese 24 Stunden möglichst vollständig auszufüllen. Der totalitäre Staat setzt dabei eher auf staatlich organisierte Aktivitäten, der demokratische auf Verlockungen, das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe, der möglichst unmündig gehaltene Bürger. Zehn Stunden werden für Schlaf, Körperhygiene und Essen aufgewendet, weitere zehn Stunden für Arbeit, Wege zur Arbeit und Einkäufe. Effektiv bleiben vier Stunden, die ein Staat ausfüllen muß. Vor dem Fernseher sitzen und Bier trinken ist dabei eine ideale Tätigkeit, sogar noch besser als Parteiversammlungen und Kundgebungen, da diese Passivität die geistige Regsamkeit gezielt einschläfert.

Die Wochenenden und Feiertage bleiben dabei übrig, weil hier die zehn Stunden Arbeit fehlen. Totalitäre Staaten organisieren da gerne Kundgebungen, Aufmärsche und Paraden. Es ist dabei egal, ob die geneigten Bürger vorbeifahrenden Panzern zusehen oder Müll einsammeln, ob sie Bäume pflanzen oder ins Fußballstadion gehen, sie dürfen bloß nicht zum Nachdenken kommen. „Kurzurlaube“ sind ideal, da ärgern sich alle über den Stau auf der Autobahn und nicht über die Politik. Urlaubsreisen an sich helfen dem Staat ebenfalls, wer auf Teneriffa in der Sonne brät, denkt nicht über die Verhältnisse in der Heimat nach, und wer auf Mallorca das Wirkungssaufen praktiziert, tut das ebenfalls nicht.

Der Ausdruck „Verhausschweinung“ – mir bekannt durch den Astrologen Dr. Robert Müntefering – trifft diesen Zustand sehr gut. Das Hausschwein wird aller seiner natürlichen Instinkte beraubt, es wird in einer völlig artfremden Umgebung gehalten. Ein intelligentes, reinliches Tier wird auf diese Weise zum dummen Schwein und zur armen Sau. Das „Hausschwein“ ist der ideale Bürger einer Demokratie und der Musterkandidat für die Gruppe 2.

Wirklich schlimm an der Verhausschweinung ist der Wunsch, dieses bequeme Leben weiterhin zu führen. Gruppe 2 hat nichts mit Intelligenz zu tun, aber viel mit freiem Willen. Das Herdenmitglied braucht sich nur um Gras, Wiederkäuen und Verdauung zu kümmern, für alles andere gibt es den Hirten und die Hütehunde. Das perfekte Herdentier schaut hinüber auf die grünere Wiese, sagt sich, es könne ja hingehen, wenn es wolle, und bleibt trotzdem auf der mageren Weide, da der Rest der Herde ja ebenfalls hier bleibt.

Die Menschen haben sich in diesem Leben eingerichtet und sie wollen nicht, daß ihre heile Welt erschüttert wird. Die hohen Verluste, für die Gruppe 2 in der Katastrophe steht, resultieren aus diesem Verhalten. In die heile Welt wird nichts hineingelassen, also gibt es keine Vorbereitung. Und wenn die heile Welt zusammenbricht, ist der Betreffende gelähmt, wie das Schaf, das plötzlich ohne Hirt, Hütehund und Herde in der freien Natur steht. Diese Orientierungslosigkeit wird ebenfalls viele Leben kosten.

In meinem Phasenzähler gibt es den Bürgerkrieg – Phase 6. Mit der Phase 6 endet die Gruppe 1, ihre Mitglieder sind zu diesem Zeitpunkt weggestorben. Ab dann stellt sich heraus, wer zur Gruppe 2 und wer zur Gruppe 3 gehört. Die Phase 6 ist jedoch erst der Auftakt der Ereignisse! Der Staatsanwalt, den der wütende Mob an der Laterne aufhängt, gehört zu den ersten, die herausfinden, daß sie Mitglied der Gruppe 2 sind. Allerdings gehören die meisten, die ihn gerade lynchen, ebenfalls zur Gruppe 2.

Ich hätte nichts dagegen, wenn auf ein paar Wochen Anarchie der Phase 6 sofort die Phase 9 folgte, in der das Deutsche Reich wieder entsteht und ein Monarch an die Spitze des Staates tritt. Dann kehren Ruhe und Ordnung wieder ein, die Zerstörungen sind gering und der Wiederaufbau kurz. Die Gruppe 3 wäre sehr groß und im Nachhinein doch angenehmer als Gruppe 1.

Auf meinem Plan stehen allerdings noch die Phasen 7 und 8. Phase 7 beschreibt einen russischen Feldzug gegen Westeuropa. Selbst wenn dieser nur dazu dient, die Anarchie vor Rußlands Haustür zu beenden, wird es dabei Tote geben. Unsere amerikanischen Freunde wollen schließlich ihre Vasallen und deren Tribute behalten. Phase 8 behandelt Weltkatastrophen, Erdbeben, Asteroiden-Einschläge, dreitägige Finsternis, das ganze Horrorkabinett der Schauungen. In Phase 8 sterben Milliarden Menschen, die Erde wird gereinigt, es ist die Götterdämmerung und die Erneuerung der Welt, in blutigen Geburtswehen. Die Schauungen besagen das, einen logischen Grund dafür gibt es nicht.

Gruppe 2 ist keine Verdammnis, sondern eine Gnade. Die katholische Kirche kennt die „letzte Ölung“, heute die „Sterbesakramente“ genannt. Dabei soll der Sterbende seine Seele reinigen, um unbefleckt in die Ewigkeit zu gehen. Nun ist der „liebe“ Gott nicht so bösartig, wie ihn die verschiedenen Religionen gerne darstellen, um ihre jeweilige Herde zusammenzuhalten. Die „letzte Ölung“ gibt es tatsächlich, und dazu muß nicht erst ein katholischer Priester eingeflogen werden.

Wenn Ihr Leben endet, egal auf welche Weise, landen Sie vor dem Seelengericht. Dort findet diese „letzte Ölung“ statt. Der Lebensfilm läuft vor Ihren Augen ab, und Sie werden jedes Ereignis in Ihrem Leben aus der aktuellen Perspektive, mit ihrem aktuellen Erkenntnisstand bewerten. Sie haben damit die Gelegenheit zur Reue, zur Umkehr. Betrachten wir jemanden, der 57 Jahre als Schaf in der Herde gelebt hat, ohne jegliches Interesse für das, was um ihn herum passiert. In den letzten zwei Wochen wird sein bisheriges Weltbild vollständig zertrümmert, und danach stirbt er eines gewaltsamen Todes. Die letzten zwei Wochen, ja sogar die letzten Sekunden vor seinem Ableben prägen den Eindruck, mit dem dieser Mensch ins Jenseits eintritt.

Es ist die letzte Chance, zur Einsicht zu gelangen! Ein gewaltsamer Tod, der alles erschüttert, an was diese Person in ihrem Leben geglaubt hat, kann sie aus dem Trott herausreißen. Das einsame, unbehütete Schaf, das verloren auf der Weide steht, begreift plötzlich, daß in ihm Instinkte stecken, Jahrmillionen der Entwicklung, ohne Hirt und Hütehunde. Das Schaf erlangt seine Selbständigkeit zurück, und sei es nur für die allerletzte Sekunde. Mit dieser Energie tritt die Seele ins Jenseits ein, sie nutzt den Entwicklungssprung, den ihr die letzten Wochen, die letzten Sekunden beschert haben.

Ohne diesen Sprung wäre die Entwicklung dieser Person nicht vorangeschritten. Die Person hätte ihr Leben als Schaf beendet, als Tier in der Herde. Als solches wäre sie ins Jenseits gelangt, um später ein neues Leben als Schaf in einer neuen Herde anzutreten. Durch den Entwicklungssprung wird die Seele eigenständiger, und sie wird mit dieser neuen Eigenständigkeit auf die Erde zurückkehren.

Die Zugehörigkeit zur Gruppe 2 ist keine Strafe, sondern eine einzigartige Chance. Jeder Angehörige der Gruppe 2 hat die Gelegenheit, diese Chance zu nutzen. Das kurze irdische Leiden hilft der Seele wie unter gewöhnlichen Umständen zehn Leben. Die Lektion ist hart, und sie ist zweischneidig. Der oben genannte Staatsanwalt wird wahrscheinlich voller Haß auf jene ins Jenseits gehen, die ihn dorthin befördert haben. Dieser Haß wird ihn hinabziehen, ihn in tiefere Ebenen stürzen. Dort ist die Erkenntnis des eigenen Verschuldens besonders schwer.

Wer der Gruppe 2 angehört, bekommt eine besondere Gelegenheit geboten. Ob er sie nutzt oder versagt, hängt von seiner eigenen Einsicht ab. Insofern ist dies eine luziferische Chance, eine Prüfung, bei der ein Prüfling bestehen oder versagen kann. Wer besteht, schafft damit einen großen Sprung nach vorne. Die Frage ist, wie viele Angehörige der Gruppe 2 diesen Text lesen werden, steht er doch im Internet, irgendwo in der Schmuddelecke, wo ihn vor allem jene finden, die mit großer Wahrscheinlichkeit zur Gruppe 3 gehören – und auf ganz andere Weise lernen werden.

© Michael Winkler

Gefunden am 11.09.2013 unter: http://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html unter dem Titel „Gruppe 2“