Geduld, Glück und Erfolg im Leben – verbunden mit mentaler Stärke

Der Mensch war ein Exempel der beispiellosen Geduld der NATUR gewesen. (frei nach CHRISTIAN MORGENSTERN)

Geduld war die Kraft gewesen, mit welcher wir das Beste hatten erlangen können. (unbekannt)

Aus der GEDULD geht der unschätzbare FRIEDEN hervor, welcher das GLÜCK der Welt ist. (BALTASAR GRACIAN)

Wenn Du glücklich bist, hilfst Du der ganzen Menschheit. (WISSARION)

Wie groß ist das Glück, wenn Du an der Quelle lebst und diese zusammen mit Deinem Leben sprudelt. (WISSARION)

Bindet euch nicht an die sich ständig ändernden Werte, verbindet euch mit dem EWIGEN, nur dann findet ihr das Glück. (WISSARION)

Glücklichsein ist nicht der Zweck unseres Lebens, sondern das Ergebnis unserer Lebensweise. (unbekannt)

Glück ist keine vorübergehende Empfindung, sondern eine unendliche Gabe, die gepflegt werden will und die weit über den physischen Körper hinausreicht. (OMRAAM MIKHAEL AIVANHOV)

Die Suche nach dem wahren Glück ist die Suche nach GOTT. (OMRAAM MIKHAEL AIVANHOV)

Um dieses Glück zu erlangen braucht man kein Geld, sondern LICHT. (OMRAAM MIKHAEL AIVANHOV)

Liegt die Quelle eures Glückes IN EUCH, dann kann nichts und niemand euch dies nehmen. (OMRAAM MIKHAEL AIVANHOV aus dem Buch: „Saaten des Glücks“, Band 231)

Der Erfolgreiche hatte aus seinen Erfahrungen gelernt und wird auf neuen Wegen weiterschreiten. (frei nach DALE CARNEGIE)

Die Welt, die wir sehen, ist ein Spiegel von uns selbst – Wir können uns nicht ändern, indem wir die Welt verändern; nur wenn wir uns selbst ändern, wird sich die Welt ändern. (Pir Al Wahshi, Sufimeister)

Es ändert sich die Welt schon, in dem Moment, wo mehrere Menschen die Absicht dazu bekunden.
Es kann aber noch viel mehr getan werden.
Jeder Mensch, der an sich selbst arbeitet und sich selbst dabei positiv verändert, strahlt dies in die Welt hinaus.
Seine Umgebung spürt das und wird dadurch harmonischer.
Veränderung kommt immer von innen, und zeigt sich dann im außen!
(Birgit Bär – Mentaltrainerin)

In so heillosen Zeiten muß man sich mit Eingeweiden von Eisen und mit einem ehernen Herzen versehen, um alle Empfindsamkeit loszuwerden. (Friedrich der Große)

Arbeite, als bräuchtest Du kein Geld.
Liebe, als habe Dir nie jemand etwas zu leide getan.
Tanze, als ob niemand Dich beobachte.
Singe, als ob niemand Dir zuhöre.
Lebe, als sei das Paradies auf Erden. (unbekannt)

Heilung ist das Umarmen dessen, was wir am meisten fürchten.
Heilung ist das Öffnen dessen, was verschlossen war,
das Weich werden dessen, was zur Blockade verhärtet war.
Heilung besteht darin, zu lernen, dem Leben zu vertrauen. (Jeanne Achterberg)


7 Eigenschaften mental starker Menschen

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Auch wenn man von mißgünstigen Menschen umgeben ist, kann man durch mentale Stärke sein Selbstvertrauen aufrecht erhalten und seinen eigenen Weg gehen.

Mental starke Menschen kennen sich selbst so gut, daß sie nicht zulassen, daß andere sie verändern. Außerdem schaffen sie es, in schwierigen Situationen auf intelligente Weise zu handeln. Nicht jeder ist für große Verantwortung im Leben vorbereitet. Mental starke Menschen wehren sich erfolgreich gegen Versuchungen, die sie auf die falsche Fährte bringen.

Vielleicht bist du ein mental starker Mensch, oder willst zu einem werden. In diesem Artikel erfährst du mehr über 7 Eigenschaften mental starker Menschen, mit denen du dich vielleicht identifizieren kannst.

Dabei spielt es keine Rolle, in welchen Lebensabschnitt du dich befindest oder ob du bereits viel oder wenig Erfahrung hast…

Worauf es hierbei wirklich ankommt, ist der Wunsch, zu einem besseren Menschen zu werden, und nicht zuzulassen, daß Umstände oder negative Einflüsse zur Wirkung kommen.

1. Sie können nein sagen

Das Wort „nein“ hat viele negative Konnotationen und vielen fällt es schwer, gewisse Gefälligkeiten oder Bitten abzuschlagen. Oftmals fühlt man sich schlecht, wenn man sich zugesteht, etwas nicht zu wollen. Es ist sehr wichtig, daß man lernt, nein zu sagen, auch wenn es schwerfällt. Etwas zu verneinen macht dich nicht zu einer schlechten Person, denn jeder hat das Recht darauf, seinem Willen gemäß zu handeln.

2. Scheitern ist der Weg zum Erfolg

Mental starke Menschen wissen, daß wir, um laufen zu lernen zuerst kriechen und stolpern müssen. Nur mit großen Anstrengungen, viel Schweiß und Tränen können wir lernen, aufrecht zu gehen.

Deshalb verwerfen Sie Irrtümer, Fehltritte und Fehlschläge nicht. Sie wissen, daß genau diese zum Erfolg führen werden.

Außerdem können Sie sich ihre Fehler eingestehen und schaffen es, so viel Positives wie möglich daraus zu ziehen. Sie sind sich bewußt, daß sie ohne Fehler zu machen, nie wissen werden, woran sie scheitern und was sie verbessern müssen.

Jedes Scheitern ist eine Gelegenheit.

3. Sie nehmen ihr Glück selbst in die Hand

Viele überlassen ihr Glück den anderen. Viele denken, daß der Partner in einer Beziehung für das eigene Glück zuständig ist, doch so gibt man nur die Verantwortung ab, die jeder selbst für sein Glück trägt.

Mental starke Menschen sind sich darüber im Klaren, daß man als Individuum für sich selbst glücklich sein muß und daß man die Zügel seines Glücks nie in fremde Hände legen sollte. Das endet nie gut.

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4. Sie haben kein Angst vor der Angst

Oftmals verspürt man Angst. Angst vor dem Scheitern, Angst davor, verlassen zu werden, Angst vor der Einsamkeit, Angst vor Beschämung, Angst vor Zurückweisung… Ängste, die man nie überwindet, weil man nicht den Mut aufbringt, sich ihnen zu stellen.

Wenn du mental stark bist, dann weißt du, daß der einzige Weg, eine Angst zu besiegen, dahin führt, sich dieser zu stellen, ihr ins Gesicht zu sehen und sie hinter sich zu lassen. Sie zu ignorieren bringt dich nicht weiter. Jede Angst bleibt bestehen, wenn man sich ihr nicht entgegenstellt.

5. Sie verfügen über emotionale Intelligenz

Emotional intelligente Menschen trifft man nicht so oft an. Diese wissen, wie sie ihre Gefühle richtig zum Ausdruck bringen können. Die meisten deuten ihre Gefühle nicht richtig und äußern sie konsequenterweise auch nicht richtig.

Das passiert mental starken Menschen nicht. Sie kennen sich selbst so gut, daß sie ihre eigenen Gefühle verstehen und wissen, wie sie diese zum Ausdruck bringen können, statt sie zu unterdrücken.

Das macht sie zu sehr einfühlsamen Menschen mit großer Beobachtungsgabe und Verständnis gegenüber den Gefühlen und Empfindungen der anderen.

6. Sie lassen sich von eifersüchtigen Menschen nicht beeinflussen

Böswillige Menschen sind darauf aus, Energien von den Schwächsten abzuziehen. Wenn du allerdings emotional gefestigt bist, dann weist du, wie du ihnen entgehen kannst, auch wenn sie sich in deiner Umgebung befinden.

Manchmal kann man mißgünstigen Menschen nicht aus dem Weg gehen, aber was man sehr wohl verhindern kann ist, daß ihre Böswilligkeit negativen Einfluss ausübt. Sich selbst zu kennen, zu vertrauen, nein zu sagen und sich seinen Ängsten zu stellen bedeutet gleichzeitig, daß man für böswillige Menschen ein schweres Ziel ist.

7. Veränderungen sind etwas Positives

Manche Menschen haben eine tief sitzende Angst vor Veränderungen, was dazu führt, daß sie die meiste Zeit in ihrer Komfortzone verbringen. Eine sehr gemütliche Zone, in der man weder vorwärts noch rückwärts geht, sondern einfach stehen bleibt. Mental starke Menschen wissen, daß Veränderungen immer etwas Positives sind und daß man vor lauter Angst oftmals nicht imstande ist, den ersten Schritt zu tun. Alles andere geht dann wie von selbst.

Bist du ein mental starker Mensch? Wärst du gern einer? Die vorigen Eigenschaften sind nur einige, über die du nachdenken kannst, um dein Leben von jetzt an zu ändern.

Mit mentaler Stärke kannst auch du zu solch einem Menschen werden und dafür sorgen, daß es dir besser geht.

Denk darüber nach, daß nicht immer nur das Leben ungerecht ist oder immer nur die anderen an allem Schuld sind. Die Veränderung muß in dir selbst beginnen. Das Leben mit anderen Augen sehen und nicht zulassen, das gewisse Dinge einen großen Unterscheid machen können.

Quelle: http://www.erfolgreichgluecklich.com/2016/09/15/7-eigenschaften-mental-starker-menschen/


Glück kommt aus dir heraus, nicht von außen!

Wahres Glück entsteht in dir selbst und ist nicht abhängig von den Menschen, die dich glücklich machen

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Glück ist ein Zustand, den viele anstreben und doch wenige wirklich erreichen, denn sie verwechseln Glück oft mit der Notwendigkeit, von jemandem glücklich gemacht zu werden. Glück jedoch muß aus einem selbst heraus entstehen und als Wegweiser des Lebens dienen.

Das Glück und dessen Weisheiten

Die Fülle an Zitaten und Weisheiten zum Thema Glück zeigt, daß die Menschen schon früh verstanden haben, was daran so wichtig und auch besonders ist: es entsteht in unserem Inneren und in uns selbst aus dem, was wir aus äußeren Gegebenheiten und unserem Leben machen.

Einige Beispiele, die dies zeigen, sind Folgende:

  • Ein südamerikanisches Sprichwort zu diesem Thema besagt: „Wer dem Glück nachläuft, kann es selten einholen.
  • Schon der griechische Philosoph Aristoteles wußte in der Antike: „Glück ist Selbstgenügsamkeit.“
  • Der römische Kaiser Marc Aurel war sich sicher: „Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab, die man hat.“
  • Maurice Barres, ein französischer Schriftsteller, stellte fest: „Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt.“
  • Sein Schriftstellerkollege Nicolas Chamfort formulierte das so: „Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“

Es scheint also, als sei allen bekannt, daß das Glücksgefühl aus einem selbst herauskommt und nicht von äußeren Umständen abhängig ist. Warum erwarten dennoch so viele Menschen, daß Einflüsse anderer Menschen oder ihre Lebensumstände sie glücklich machen?

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Glück ist auch die Abwesenheit von Ängsten

Um deinen eigenen Weg zu finden, mußt du dich zunächst selbst befreien. Befreien von Ängsten, die diesen Weg versperren, Ängsten, mit denen du dir selbst auf diesem Weg im Weg stehst. Solche Ängste können sein:

  • Angst vor Veränderung
  • Angst vor Einsamkeit
  • Angst, gesetzte Ziele nicht zu erreichen
  • Angst, die Erwartungen Anderer nicht zu erfüllen
  • Angst vor Verlust

Im Kopf drehen sich Gedanken wie „was, wenn ich dieses oder jenes ändern, aufgeben oder neu beginnen müßte?“ oder „Was würde der oder die nur von mir denken?“ und auch „das schaffe ich doch nie!“.

Du kennst solche Gedankengänge? Lerne, solche Gedanken immer positiv zu Ende zu formulieren!

„Wenn ich dieses oder jenes ändern, aufgeben oder neu beginnen würde, dann ändert sich mein Leben positiv und ich werde nach einer eventuellen Durststrecke glücklicher sein“.

Habe Mut dazu, dich über deine eigenen Ängste hinwegzusetzen, damit du dir selbst auf dem Weg nicht im Wege stehst!

Gehe den Weg zum Glück mit leichtem Gepäck

Je mehr du auf deinem inneren Weg zum Glück mitnimmst, desto schwerer wird es. Je voller du deinen Rucksack mit Bedingungen, Menschen und Dingen packst, die du alle zu deinem Glück mitnehmen möchtest, desto beschwerlicher wird der Weg.

Mußt du wirklich alle Familienmitglieder mit zu deinem persönlichen Glück nehmen? Oder ist vielleicht nur dein Partner derjenige, der mit soll? Du mußt es nicht allen recht machen auf deinem Glücksweg, denn es ist dein Weg, den nur du gehst!

Verstehe, daß du diesen Weg dein Leben lang gehen wirst, denn das Glücksgefühl entfernt sich manchmal auch wieder etwas von dir, so daß du auf deinem Weg dorthin einen neuen Abzweig, eine Weggabelung oder ein paar Steine überwinden mußt.

Glücklichsein ist ein stetiger innerer Prozess, den nur du selbst in Gang setzen kannst. Laufe los, lasse Ballast zurück und werde endlich glücklich, völlig unabhängig von äußeren Gegebenheiten!

Denn bedenke: auch ein Mensch, der nichts hat außer sein Leben, ist in der Lage trotzdem glücklich zu sein. Warum nicht auch du?

Quelle: http://www.erfolgreichgluecklich.com/2016/09/13/glueck-kommt-aus-dir-heraus-nicht-von-aussen/

Weitere Themen:

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„U B U N T U“ – und „S W A B E D O O“ – Geschichte

Die „U B U N T U“ – Geschichte

Ein Anthropologe bot Kindern eines afrikanischen Stammes der Xhosa-Kultur ein neues Spiel an. Er stellte einen Korb voller Obst in die Nähe eines etwas entfernten Baumes und sagte ihnen, wer zuerst dort sei gewinnt die süßen Früchte.

Als er ihnen das Startsignal gegeben hatte, nahmen sie sich gegenseitig an den Händen und liefen so gemeinsam zum Baum. Dort angekommen, setzten sie sich gemeinsam auf den Boden und genossen ihre Leckereien zusammen.

Als der Lehrer sie fragte, weshalb sie so gelaufen seien, wo doch jeder die Chance hatte, die Früchte für sich selbst zu gewinnen, antworteten sie: „Ubuntu“ (das bedeutet) „ ICH bin weil WIR sind“ und erklärten dazu: „wie könnte einer von uns froh sein, wenn all die anderen traurig sind?“

UBUNTU

‚Ubuntu Contributionism‘:
http://www.youtube.com/watch?v=-utHQZU9y4I – ‚Freeman Austria‘ Joe Kreissl meets ‚Ubuntu Contributionism‘ Michael Tellinger

http://www.youtube.com/watch?v=F6k8WffgPw4 – UBUNTU D-A-CH OPENING Franz Hörmann und BanksterClub mit Autor Montechristo
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DIE KLEINEN LEUTE VON SWABEDOO
Verfasser unbekannt

Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.

Was die Swabedoodahs am meisten liebten, war, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seiner Schulter einen Beutel und der Beutel war angefüllt mit weichen Pelzchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem anderen ein Pelzchen. Es ist sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Pelzchen zu schenken. Es sagt dem anderen, daß er etwas Besonderes ist es ist eine Art zu sagen „Ich mag Dich!“ Und ebenso schön ist es, von einem anderen ein solches Pelzchen zu bekommen. Du spürst, wie warm und flaumig es an deinem Gesicht ist, und es ist ein wundervolles Gefühl, wenn du es sanft und leicht zu den anderen in deinen Beutel legst. Du fühlst. dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Pelzchen schenkt, und du möchtest auch gleich etwas Gutes, Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern weiche, warme Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ganz ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich.

Außerhalb des Dorfes, in einer kalten, dunklen Höhle, wohnte ein großer, grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht allein dort draußen wohnen, und manchmal war er sehr einsam. Er hatte schon einige Male am Rand des Dorfes gestanden und sich gewünscht, er könnte dort mitten unter den fröhlichen Swabedoodahs sein aber er hatte nichts, was er hätte dazutun können und das Austauschen von warmen, weichen Pelzchen hielt er für einen großen Unsinn. Traf er einmal am Waldrand einen der kleinen Leute, dann knurrte er nur Unverständliches und lief schnell wieder zurück in seine feuchte, dunkle Höhle.

An einem Abend, als der große, grüne Kobold wieder einmal am Waldrand stand, begegnete ihm ein freundlicher kleiner Swabedoodah. „Ist heute nicht ein schöner Tag?“ fragte der Kleine lächelnd. Der grüne Kobold zog nur ein grämliches Gesicht und gab keine Antwort. „Hier, nimm ein warmes, weiches Pelzchen, sagte der Kleine, „hier ist ein besonders schönes. Sicher ist es für Dich bestimmt, sonst‘ hätte ich es schon lange verschenkt.“ Aber der Kobold nahm das Pelzchen nicht. Er sah sich erst nach allen Seiten um, um sich zu vergewissern, daß auch keiner ihnen zusah oder zuhörte, dann beugte er sich zu dem Kleinen hinunter und flüsterte ihm ins Ohr: „Du, hör mal, sei nur nicht so großzügig mit deinen Pelzchen. Weißt du denn nicht, daß du eines Tages kein einziges Pelzchen mehr besitzt, wenn du sie immer so einfach an jeden, der dir über den Weg läuft, verschenkst?“ Erstaunt und ein wenig hilflos blickte der kleine Swabedoodah zu dem Kobold hoch. Der hatte in der Zwischenzeit den Beutel von der Schulter des Kleinen genommen und geöffnet. Es klang richtig befriedigt, als er sagte: „Hab ich es nicht gesagt! Kaum mehr als 217 Pelzchen hast du noch in deinem Beutel. Also, wenn ich du wäre: ich würde vorsichtig mit dem Verschenken sein!“ Damit tappte der Kobold auf seinen großen, grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Swabedoodah am Waldrand zurück. Er war so verwirrt, so unglücklich, daß er gar nicht darüber nachdachte, daß das, was der Kobold da erzählte, überhaupt nicht sein konnte. Denn jeder Swabedoodah besaß einen unerschöpflichen Vorrat an Pelzchen. Schenkte er ein Pelzchen, so bekam er sofort von einem anderen ein Pelzchen, und dies geschah immer und immer wieder, ein ganzes Leben lang, wie sollten dabei die Pelzchen ausgehen?

Auch der Kobold wußte das, doch er verließ sich auf die Gutgläubigkeit der kleinen Leute. Und noch auf etwas anderes verließ er sich, etwas, was er an sich selbst entdeckt hatte, und von dem er wissen wollte, ob es auch in den kleinen Swabedoodahs steckte. So belog er den kleinen Swabedoodah ganz bewußt, setzte sich in den Eingang seiner Höhle und wartete.

Vor seinem Haus in Swabedoo saß der kleine, verwirrte Swabedoodah und grübelte vor sich hin. Nicht lange, so kam ein guter Bekannter vorbei, mit dem er schon viele warme, weiche Pelzchen ausgetauscht hatte. „Wie schön ist dieser Tag!“ rief der Freund, griff in seinen Beutel, und gab dem anderen ein Pelzchen. Doch dieser nahm es nicht freudig entgegen, sondern wehrte mit den Händen ab. „Nein, nein! Behalte es lieber,“ rief der Kleine, „wer weiß, wie schnell sonst dein Vorrat abnimmt. Eines Tages stehst du ohne Pelzchen da!“ Der Freund verstand ihn nicht, zuckte nur mit den Schultern, packte das Pelzchen zurück in seinen Beutel und ging mit leisem Gruß davon. Aber er nahm verwirrte Gedanken mit, und am gleichen Abend konnte man noch dreimal im Dorf hören, wie ein Swabedoodah zum anderen sagte: „Es tut mir leid, aber ich habe kein warmes, weiches Pelzchen für Dich. Ich muß darauf achten, daß sie mir nicht ausgehen.“

Am kommenden Tag hatte sich dies alles im ganzen Dorf ausgebreitet. Jedermann begann, seine Pelzchen aufzuheben. Man verschenkte zwar immer noch ab und zu eines, aber man tat es erst nach langer, gründlicher Oberlegung und sehr, sehr vorsichtig. Und dann waren es zumeist nicht die ganz besonders schönen Pelzchen, sondern die kleinen mit schon etwas abgenutzten Stellen.

Die kleinen Swabedoodahs wurden mißtrauisch. Man begann, sich argwöhnisch zu beobachten, man dachte darüber nach, ob der andere wirklich ein Pelzchen wert war. Manche trieben es soweit, daß sie ihre Pelzbeutel nachts unter den Betten versteckten. Streitigkeiten brachen darüber aus, wie viele Pelzchen der oder der besaß. Und schließlich begannen die Leute, warme, weiche Pelzchen gegen Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der Bürgermeister von Swabedoo machte sogar eine Erhebung, wie viele Pelzchen insgesamt vorhanden waren, ließ dann mitteilen, daß die Anzahl begrenzt sei und rief die Pelzchen als Tauschmittel aus. Bald stritten sich die kleinen Leute darüber, wie viele Pelzchen eine Übernachtung oder eine Mahlzeit im Hause eines anderen wert sein müßten. Wirklich, es gab sogar einige Fälle von Pelzchenraub! An dämmerigen Abenden fühlte man sich draußen nicht mehr sicher, an Abenden, an denen früher die Swabedoodahs gern im Park oder auf den Straßen spazieren gegangen waren, um einander zu grüßen, um sich warme, weiche Pelzchen zu schenken.

Oben am Waldrand saß der große, grüne Kobold, beobachtete alles und rieb sich die Hände.

Das Schlimmste von allem geschah ein wenig später. An der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu verändern. Viele beklagten sich über Schmerzen in den Schultern und im Rücken, und mit der Zeit befiel immer mehr Swabedoodahs eine Krankheit, die Rückgraterweichung genannt wird. Die kleinen Leute liefen gebückt und in schweren Fällen bis zum Boden geneigt umher. Die Pelzbeutelchen schleiften auf der Erde. Viele fingen an zu glauben, daß die Ursache ihrer Krankheit das Gewicht der Beutel sei, und daß es besser wäre, sie im Hause zu lassen, und dort einzuschließen. Es dauerte nicht, lange, und man konnte kaum noch einen Swabedoodah mit einem Pelzbeutel auf dem Rücken antreffen.

Der große, grüne Kobold war mit dem Ergebnis seiner Lüge sehr zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so handeln und fühlen würden wie er selbst, wenn er, wie das fast immer der Fall war, selbstsüchtige Gedanken hatte. Sie hatten so gehandelt! Und der Kobold fühlte sich sehr erfolgreich.

Er kam jetzt häufiger einmal in das Dorf der kleinen Leute. Aber niemand grüßte ihn mit einem Lächeln, niemand bot ihm ein Pelzchen an. Statt dessen wurde er mißtrauisch angestarrt, genauso, wie sich die kleinen Leute untereinander anstarrten. Dem Kobold gefiel das gut. Für ihn bedeutete dieses Verhalten die „wirkliche Welt“!

In Swabedoo ereigneten sich mit der Zeit immer schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraterweichung, vielleicht aber auch deshalb, weil ihnen niemand mehr ein warmes, weiches Pelzchen gab, wer weiß es genau? starben einige Leute in Swabedoo. Nun war alles Glück aus dem Dorf verschwunden. Die Trauer war sehr groß.

Als der große, grüne Kobold davon hörte, war er richtig erschrocken. „Das wollte ich nicht“, sagte er zu sich selbst, „das wollte ich bestimmt nicht. Ich wollte ihnen doch nur zeigen, wie die Welt wirklich ist. Aber ich habe ihnen doch nicht den Tod gewünscht.“ Er überlegte, was man nun machen könnte, und es fiel ihm auch etwas ein.

Tief in seiner Höhle hatte der Kobold eine Mine mit kaltem, stacheligen Gestein entdeckt. Er hatte viele Jahre damit verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben und sie in einer Grube einzulagern. Er liebte dieses Gestein, weil es so schön kalt war und so angenehm prickelte, wenn er es anfaßte. Aber nicht nur das: Er liebte diese Steine auch deshalb, weil sie alle ihm gehörten und immer, wen er davor saß und sie ansah, war das Bewußtsein, einen großen Reichtum zu besitzen, für den Kobold ein schönes, befriedigendes Gefühl.

Doch jetzt, als er das Elend der kleinen Swabedoodahs sah, beschloß er, seinen Steinreichtum mit ihnen zu teilen. Er füllte ungezählte Säckchen mit kalten, stacheligen Steinen, packte die Säckchen auf einen großen Handkarren und zog damit nach Swabedoo.

Wie froh waren die kleinen Leute, als sie die stacheligen, kalten Steine sahen! Sie nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie wieder etwas, was sie sich schenken konnten. Nur: Wenn sie einem anderen einen kalten, stacheligen Stein gaben, um ihm zu sagen, daß sie ihn mochten, dann war in ihrer Hand und auch in der Hand desjenigen, der den Stein geschenkt bekam, ein unangenehmes, kaltes Gefühl. Es machte nicht so viel Spaß, kalte, stachelige Steine zu verschenken wie warme, weiche Pelzchen. Immer hatte man ein eigenartiges Ziehen im Herzen, wenn man einen stacheligen Stein bekam. Man war sich nicht ganz sicher, was der Schenkende damit eigentlich meinte. Der Beschenkte blieb oft verwirrt und mit leicht zerstochenen Fingern zurück.

So geschah es, nach und nach, immer häufiger, daß ein kleiner Swabedoodah unter sein Bett kroch, den Beutel mit den warmen, weichen Pelzchen hervorzog, sie an der Sonne ein wenig auslüftete, und, wenn einer ihm einen Stein schenkte, ein warmes, weiches Pelzchen dafür zurück gab. Wie leuchteten dann die Augen des Beschenkten! Ja, mancher lief schnell in sein Haus zurück, kramte den Pelzbeutel hervor, um auch an Stelle des stacheligen Steines ein Pelzchen zurückzuschenken. Man warf die Steine nicht fort, o nein! Es holten auch nicht alle Swabedoodahs ihre Pelzbeutelchen wieder hervor. Die grauen, stacheligen Steingedanken hatten sich zu fest in den Köpfen der kleinen Leute eingenistet. Man konnte es aus den Bemerkungen heraushören:
– Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter?
– Wie kann ich wissen, ob meine Pelzchen wirklich erwünscht sind?
– Ich gab ein warmes, weiches Pelzchen, und was bekam ich dafür? Einen kalten, stacheligen Stein!
– Das soll mir nicht noch einmal passieren.
– Man weiß nie, woran man ist: heute Pelzchen, morgen Steine.

Wahrscheinlich wären wohl alle kleinen Leute von Swabedoo gern zurückgekehrt zu dem, was bei ihren Großeltern noch ganz natürlich war. Mancher sah auf die Säckchen in einer Ecke seines Zimmers, angefüllt mit kalten, stacheligen Steinen, auf diese Säckchen, die ganz eckig waren und so schwer, daß man sie nicht mitnehmen konnte, Häufig hatte man nicht einmal einen Stein zum Verschenken bei sich, wenn man einem Freund begegnete. Dann wünschte der kleine Swabedoodah sich im geheimen und ohne es je laut zu sagen, daß jemand kommen möge, um ihm warme, weiche Pelzchen zu schenken. In seinen Träumen stellte er sich vor, wie sie alle auf der Straße mit einem fröhlichen, lachenden Gesicht herumgingen und sich untereinander Pelzchen schenkten, wie in den alten Tagen. Wenn er dann aufwachte, hielt ihn aber immer etwas davon zurück, es auch wirklich zu tun. Gewöhnlich war es das, daß er hinausging und sah, wie die Welt „wirklich ist“!

Das ist der Grund, warum das Verschenken von warmen, weichen Pelzchen nur noch selten geschieht, und niemand tut es in aller Öffentlichkeit. Man tut es im geheimen und ohne darüber zu sprechen. Aber es geschieht! Hier und dort, immer wieder.

Ob Du vielleicht auch eines Tages … ?

Referenz-Link: die-kleinen-leute-von-swabedoo