Die stürmische Strasse hin zu ehrlicher Aufdeckung

Jeder, der glaubt, Aufwachen sei einfach ein spontanes Ereignis oder irgendeine Art von Spaziergang, der ist bislang noch nicht aufgewacht. Es benötigt eine Menge, um an der Tür der Aufdeckungen anzulangen, sowie viel Mut zum Öffnen der Tür. In der Tat, aller Türen, denn das Leben besteht aus einer Serie von Entscheidungen, wohin wir reisen und was zu tun ist, wenn wir mit dieser Vielfalt der Möglichkeiten vor uns konfrontiert werden.

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Fragt irgend jemanden in irgendeiner Art von erwachtem Zustand, auch wenn in großer gegenwärtigen Ruhe befindlich – hervorgerufen durch diese starke Überzeugung für die eigenen Erkenntnisse von Wahrheit; wage ich zu sagen, dieser ist in seinem Leben durch die Mühle gedreht worden, um dort zu sein, wo er heute ist.

Es mag für einen Außenstehenden wie Pfirsiche mit Sahne aussehen, wenn sie auf einige der mehr ätherisch-spirituellen Schlußfolgerungen schauen, die viele auf der Suche im Laufe ihrer Reise durch das Leben erreicht zu haben scheinen. Doch ich garantiere euch, es gab eine Menge an Leiden, Verwirrung, körperlichem, geistigem und / oder psychischem Mißbrauch und Zeiten der Dunkelheit und Verzweiflung auf diesem Weg.

Es ist ein Teil des Prozesses. Ihr werdet nicht so mal eben aus der Matrix heraus spazieren, wenn ihr programmiert wurdet und euer ganzes Leben lang versklavt ward, noch könnt ihr die alten verzerrten Glaubenssysteme wie einen Overall abstreifen, als ob ihr in eine Art desinfiziertes Zimmer tretet, gefüllt mit Baby-Lämmern und lachenden Kindern.

Es gibt einen Preis zu zahlen. Es ist alles Teil des Prozesses. Und der hat sich so sehr gelohnt, und noch vieles weiteres mehr.

Ehrliche Bewertung

Es ist nicht leicht, uns selbst gegenüber vollständig ehrlich zu sein, was wir in unserem Leben gewesen sind, woran wir teilnahmen, wen wir auf dem Weg verletzt haben, die Menge an Selbstsucht, die wir zeigten. Wir denken, wir konnten es vor den anderen versteckten, da wir es ablehnten oder dachten, wir wären klug, weil wir glaubten, wir kämen darüber hinweg.

Wohl kaum. Und so kommt es schließlich zu uns zurück, um uns als gewichtiges Gepäck zu belasten, wenn wir nicht ehrlich damit sind. Und das ist einer der schwierigsten Teile des wirklichen Aufwachens. Wenn unser wahres Selbst erscheint, wird das alte falsche Selbst entblößt und es schmerzt in der Regel wirklich im Gesicht.

Denn es ist keine einmalige Sache; es ist ein langer Prozeß der Ehrlichkeit, dem wir uns ausgesetzt haben, damit umzugehen, es gehen zu lassen und dann zuzugeben, daß wir der Heilung in den tiefen, dunklen Ecken unserer Gewebe benötigen.

Und dann bittet darum. Erlaubt und empfangt die Heilung.

Es ist ein langer Weg, der vollkommen auf einer Entscheidung beruht. Ihr wollt die Wahrheit. Der Rest folgt und egal, wie anspruchsvoll es wird, wir erreichen und durchlaufen ihn, auf Grund der Resolution des Herzens. Die härtesten Straßen sind für diejenigen, die die Vertuschung fortsetzen und um die ganze Vorstellung ihres alten Selbst kämpfen oder sogar einer Form des neuen Selbst.

Für sie, wie es für uns zu allen Zeiten gewesen ist, kann es sich anfühlen wie im Wald verloren und nach stundenlanger Suche ohne Kompaß oder Sinn für die Richtung, daß wir genau dort landen, wo wir begonnen haben – müde, entmutigt und desillusioniert, die Schuld der Umstände oder was auch immer. Statt der Tatsache, daß wir es uns nicht erlaubten, auf unseren geistigen Kompaß des Herzens zu hören, weil wir nicht ein Leben der ehrlichen Verwirklichung kultivierten. Über uns und die Welt um uns herum.

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Die Kühnen und die Mutigen sind normale Menschen, die als erstes den Dingen gegenübertreten und sie dann überwinden

Ich weiß nicht, warum mich das heute traf, dies zu schreiben. Ich denke, es ist, weil seit einiger Zeit ganz schön viel los ist und es sich weiter entfaltet. Manche Bereiche meines Lebens, von denen ich dachte, ich hätte sie überwunden oder durchblickt, kommen über schief gehende Beziehungen zurück oder Blockaden erscheinen erneut auf seltsame Weise. Oder es ist einfach nur Angst, die ich bisher nicht fühlen wollte und mich nun plagt.

Ich habe lange in meinem Leben in Ablehnung über viele Dinge gelebt, um den Schmerz meiner Vergangenheit in Schach zu halten. Es funktioniert nicht in dieser Art. Ich hatte eine rauhe Erziehung in einer schwer dysfunktionalen Familie.

Materiell waren wir in der oberen Mittelklasse und es schien, daß wir alles für uns haben, aber spirituell, psychisch und emotional war es eine verwirrende Folterkammer diverser Arten. Ich denke, daß die meisten meiner Generation durch diese Art von spiritueller Unruhe gingen.

Fragt irgend jemanden, der ehrlich und aufgewacht ist. Sie waren nicht nur vom Leben durchgeschüttelt, sondern haben sich auch einige Seitenhiebe selbst verpaßt. Deswegen sind sie so liebevoll.

Sie erkennen, daß sie nicht nur viele Menschen mit ihren selbstsüchtigen Bestrebungen verletzt haben, sondern auch viele, viele Schläge mit ihren Zungen ausführten, um innerhalb der Verhaltensweisen der sozialen Belange als akzeptiert und cool zu gelten. Das Schlimmste von allem war die zurückgehaltene, verweigerte Liebe, von der sie wußten, daß sie sie entlang dieses steinigen Weges hin zur Selbstfindung und zur Freigabe von dieser parasitären selbstzerstörerischen “Welt”, in die wir hineingeboren wurden, zeigen sollten.

Ich denke, das innere Wissen und die daraus resultierende Schuld und Scham ist das, was viele Menschen schließlich stilllegt. Es läßt sie unterbewußt denken, daß sie der Liebe und der Wahrheit nicht würdig sind. Es ist im Wesentlichen ein sehr cleveres Mind-Control-Programm, an dem wir genötigt wurden, uns zu beteiligen.

Ähnlich wie der Soldat, der zu einem barbarischen Mörder – was auch immer für eine “Sache” sie ihm gesagt haben, die er bekämpfen soll – reduziert wurde, degradiert es die menschliche Psyche und erstickt den Geist, lockt wundervolle Seelen in einen endlosen Kreislauf von Schuld und Selbstverachtung in die Falle, die nur zu vermehrten Formen von Gewalt führt.

Die sehr traurigen Selbstmordstatistiken von heimkehrenden Veteranen gehören zu den offensichtlich zu Tage tretenden Beispielen.

Aber ich behaupte, die schlimmste Form ist dieses anhaltende Massen-Co-Rechtfertigungs-System. Diejenigen, die darin gefangen sind, sind die Wandelnden Untoten. Sie zerteilen sich täglich in der einen oder anderen Form in einer Art von masochistischem Ritual der Selbstzerstörung.

Dies kann sich als Spieler innerhalb des kapitalistischen Systems der Gier manifestieren, in aggressivem Verhalten wider der begründeten sozialen “Normen”. Es kann jede Form der Eigenwerbung sein, die mit Kosten für andere zum eigenen Vorteil daherkommt, wieder auf diesem befremdlichen Konzept des Wettbewerbs basierend.

Sport ist ein gutes Beispiel dafür, wie Gewalt, eben auch in Regelsystemen gerechtfertigt und gefördert wird. Und wenn du mit schmutzigen Tricks davon kommst und nicht erwischt wirst, dann ist das ein faires Spiel. Das ganze kapitalistische System basiert darauf.

Ehrlichkeit kann brutal sein- aber nur für das Alte Selbst

Ich spreche hier nicht darüber, ehrlich mit anderen zu sein. Während es wichtig ist, es in Liebe zu tun , so kann es auch sehr zerstörerisch sein, wenn es nur eine Form des “Rundumschlags” oder der selbstzentrierten Befreiung ist, egal wie geschickt formuliert.

Dieses Verhalten tritt auf, weil wir uns noch nicht mit uns selbst arrangiert haben. Und das ist der wichtigste Teil und sollte zuerst angegangen werden. Es ist nicht leicht und wirklich ein lebenslanger Prozeß.

Die Auseinandersetzung mit diesen sehr persönlichen Realitäten schmerzt. Es gibt dunkle Ecken, die das Licht der Wahrheit brauchen. Es dauert seine Zeit, aber es läßt sich nicht vermeiden. Es wird an die Oberfläche kommen, wenn es nicht angesprochen wird. Die beste Zeit, dies zu tun ist, wenn es erscheint oder in unser Bewußtsein gelangt.

Ich spreche nicht über vergebliche selbstzentrierte Introspektion. Diese Dinge sprudeln in besonderer Art plötzlich hoch und sind nicht überwältigend, wenn sie frontal in Angriff genommen werden. Erst in den letzten Jahren begann ich damit, die lebenslangen Auswirkungen meiner familiären Erziehung zu verstehen.

Diese sublimierten Umstände erschienen in meinem weiteren Leben und wurden immer verworrener, je mehr Zeit ins Land ging. Es ist nicht alles schlecht, jedoch hält vieles von diesem Leiden den Suchenden davon ab, die Wahrheit zu verfolgen, denn tief in uns wissen wir, daß dort eine Auslösung ist.

Bis dahin plagen uns diese mißbräuchlichen Verhaltensweisen und halten eine Nebelwand aufrecht, um zu versuchen, diese unangenehmen Realitäten unterdrückt und vergessen zu halten. So ist eben der Zyklus, doch ich denke, daß wir dies alle auf die eine oder andere Weise erleben.

Ich fürchtete eine Angst und sie überkam mich

Eine der mächtigsten Anziehungsflächen ist die Angst. Wenn wir Angst vor etwas haben, kann uns das buchstäblich das bringen, was wir befürchten. Es gibt einen alten sehenswerten Sci-Fi Film – Forbidden Planet (Alarm im Weltall), der unter anderem kraftvoll diese Dynamik veranschaulicht.

Ein weiterer ist die Mars-Chroniken, die darstellen, wie unser Geist unsere Realität beschwört und manifestiert, ein Phänomen, das lange schon von Mystikern und Weisen verstanden wurde und jetzt auch von der modernen Mainstream-Wissenschaft bestätigt ist.

Aus diesem Grund müssen wir unsere Ängste identifizieren und betrachten. Es gibt alle Arten von Ängsten, von der Angst zu versagen, der Angst vor Mangel, Angst vor dem Verlust von Dingen, der Angst um Sicherheit und das Wohlergehen unserer Kinder und Enkelkinder, der Angst vor dem Tod, bis hin zu einzelnen Phobien wie Höhenangst.

Diese sind mächtige Lenker, die unsere Motivationen, Handlungen und Wahrnehmungen beeinflussen. Die Furcht davor, zu entdecken, wer wir wirklich sind, ist eine der mächtigsten. Was unsere Psyche angreift ist oft ein Gefühl von Schuld oder Scham für etwas, was wir als falsch in uns empfinden und nicht entdeckt werden soll.

Deswegen ist die Leugnung so weit verbreitet unter der Menschheit. Anstatt dadurch ermutigt zu sein, wer wir einfach wirklich sind, wird uns gesagt, wir müßten uns anpassen und so tun, wie wir nicht sind, mit in der Regel unerreichbaren Idealen und Selbstbildern, die uns das sichere Scheitern auferlegen.

Es ist immer wieder ein Teufelskreis und eine Endlosschleife, die unabhängig davon, was es kostet, durchbrochen werden muß. Es ist insgesamt ein langer Weg, aber wir reisen alle zusammen.

Scham ist eine der zerstörendsten menschlichen Emotionen. Es tut so weh. Wir müssen sie unter vielen Schichten der Selbsttäuschung begraben, nur um einfach weiter in der Gesellschaft zu funktionieren. Wir alle haben darunter gelitten und werden ihr ohne Zweifel weiterhin begegnen, da niemand eine besondere Säule der Perfektion ist.

Doch die Suche nach der Wahrheit ist das beste Gegenmittel, wie wir mit diesen Dingen umgehen können, wenn sie aufkommen und sie nicht wie einen infizierten Splitter im Geist eitern lassen. Diese wunderbare erhebende Wirklichkeit gibt uns den Mut, dies mehr und immer spontaner zu tun und ist so befreiend.

Dann kommt ein guter Sinn für Humor in uns und läßt uns nicht so verdammt ernst sein. Wir sind alle ein derartiges Chaos, doch wenn die Liebe dominiert, dann sind unsere gemeinsamen Schwächen tatsächlich das, was uns zusammen verbindet. Unsere Kommunikation gedeiht ehrlich, liebevoll und offen fürsorglich, während wir uns weiter dem Licht der Wahrheit nähern.

Lass es los

Zu realisieren, daß wir in ein mißbräuchliches System hineingeboren sind, das entwickelt wurde, um uns ausgeschaltet und unten zu halten, ist eine wundervolle Entdeckung. Bis wir unsere ursprünglich unberührten Herzen und Spirits realisieren, werden wir absichtlich gezwungen, bereitwillige Komplizen in dieser Gewalt gegen uns selbst und andere zu sein, wird uns die Schuld und die Angst plagen, “ausfindig gemacht zu werden”.

Die einfachste Wendung für euer Schiff ist geradewegs in die Wahrheit – mit der Erkenntnis, daß wir letztlich nichts zu verteidigen haben, dass das ein falsches Selbst und ein schlechter Film sind, was auf dem Boden des Schneideraums zerhackt und zerschlagen werden muß.

Allerdings führen wir dieses psychische Gepäck in unterschiedlichem Masse mit uns. Wir müssen uns dessen bewußt sein und einige spirituelle Durchhänger angehen, die uns weiter plagen. Ehrlichkeit steht an erster Stelle und muß uns selbst gegenüber und vielleicht auch denen in unserer Nähe offenbart werden. Und dann kann die Heilung beginnen. Ihr könnt etwas Hilfe von einem spirituellen Heiler oder Berater benötigen, es kommt ganz drauf an.

In den letzten Jahren hatte ich eine sehr tiefe Erfahrung mit Edna von Earth-Heal und ihren unterstützenden Behandlungen, die synchronistischer Weise zur gleichen Zeit begannen, als ich wieder in Kontakt mit meinen entfremdeten Geschwistern kam.

Seit dieser Zeit der Wiederverbindung haben wir Kindheitserinnerungen geteilt und wie unsere Leben durch diese traumatischen Einflüsse betroffen waren, für die die Behandlungen gedacht waren, ohne darüber zu wissen. Wirklich bemerkenswert.

Ich will damit nicht sagen, daß jeder diese Art der Behandlung benötigt. Ihr werdet es wissen und diesbezüglich aufmerksam, was das Beste für euch ist. Das Universum ist in dieser Weise sehr praktisch.

Ich weiß, daß Meditation und andere aufrichtige spirituelle Praktiken ebenso Entheogene sowie Ayahuasca wunderbar sind, um Wahrheiten ans Licht zu bringen und dann eine Vergangenheit der unappetitlichen Realitäten in die wunderbare Welt des liebevollen ewigen Jetzt tragen, deren Kenntnis die ultimative Ermächtigung ist.

Diese oder ähnliche Erfahrungen jedoch sickern durch, befreien das Individuelle aus der Anhaftung an all das Gepäck, so daß wir der Betrachter werden und die festgefahrene Identität mit diesem von der Lebenszeit verstärkten Ego-Selbst mit seinen wenig bewußten Aktionen und Reaktionen freigeben.

Deshalb beruft sich das Christentum so stark auf die Einweihung, basierend auf bedingungsloser Vergebung.

Doch das ist für jeden zugänglich, jederzeit und überall und nicht auf irgendeine Art von Instanz beschränkt. Es gab keine Erbsünde und ihr benötigt von niemandem Vergebung außer von euch selbst. Der Rest wird folgen, sobald wir unser Leben wie Blumen öffnen und ehrliche und liebevolle Kommunikation entwickelt sich ganz natürlich. Dann folgt die Versöhnung mit anderen. Aber wir müssen uns zuerst vergeben und entlasten.

Es kann ein sehr emotionales Ereignis sein, diese aufgestauten Eigenschaften freizulassen, aber es ist es wirklich wert. Und bedeutet nicht unbedingt, daß wir unser Innerstes nach außen kehren, doch dies kann auch helfen, wenn es mit den “richtigen” Leuten und der “richtigen” Einstellung geschieht.

Tatsächlich sind tiefe spirituelle Praktiken genauso wie natürliche psychische Heilmittel wie Ayahuasca und anderen Heilpflanzen ein schöner Weg zur Loslösung dieser tieferen Belange, die dann gehen dürfen, wenn wir in das Göttliche eintreten und die bedingungslose Liebe erleben, die hinter jeder Entdeckung wartet.

Es werden noch immer Konflikte und Fragen bleiben. Wir alle müssen mit unseren eigenen Schwächen umgehen. Aber das Wissen um die wahre Realität des bewußten Gewahrseins als unser essentielles Wesen und die Freigabe unserer Anhaftungen an diese falsche Identität, in der wir unser ganzes Leben verwurzelt waren, ist von größter Bedeutung für die Überwindung.

Ich wollte nur meine Gedanken darüber teilen, wie es in meinem eigenen Leben zum Vorschein kommt. Tief sitzende Ängste sind am schwersten loszulassen, aber wir müssen es tun. Einige, die wir für solange unterhalten haben und fast als unsere Freunde oder notwendige Begleiter zählen, wie den sprichwörtlichen Elefant im Raum.

Ein wichtiger Aspekt zu erkennen ist, daß dies mit dem Konzept der Umarmung der Dunkelheit einhergeht, die in letzter Zeit viel diskutiert worden ist. Wenn wir es nur als ein Paradigma gut gegenüber schlecht sehen, verfehlen wir wirklich den Punkt.

Es geht um Wahrheit und Liebe gegenüber der Angst. Und einige Ängste sind nicht so einfach zu erkennen, noch freizugeben. Doch wenn wir auf dieser wunderbaren aber oft rauhen Strasse der Aufdeckung weitergehen, werden alle Dinge ans Licht kommen, in einem sehr liebevollen und synchronistischen Weg, wenn wir nur immer weiter in all der liebevollen Aufrichtigkeit bleiben.

Unsere wunderbare Welt ist voller bedingungsloser Liebe. Warum sollten wir nicht hinein tauchen und sie genießen? Es geht nicht um die Frage es verdient zu haben, es ist eine Frage des Annehmens und auf diese Weise mehr Licht und liebende Wahrheit in unsere dunkle Welt zu bringen.

Viel Liebe für euch alle,
Zen

Originalartikel: http://transinformation.net/die-stuermische-strasse-hin-zu-ehrlicher-aufdeckung/ – geschrieben von Zen Gardener, übersetzt von Antares

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„U B U N T U“ – und „S W A B E D O O“ – Geschichte

Die „U B U N T U“ – Geschichte

Ein Anthropologe bot Kindern eines afrikanischen Stammes der Xhosa-Kultur ein neues Spiel an. Er stellte einen Korb voller Obst in die Nähe eines etwas entfernten Baumes und sagte ihnen, wer zuerst dort sei gewinnt die süßen Früchte.

Als er ihnen das Startsignal gegeben hatte, nahmen sie sich gegenseitig an den Händen und liefen so gemeinsam zum Baum. Dort angekommen, setzten sie sich gemeinsam auf den Boden und genossen ihre Leckereien zusammen.

Als der Lehrer sie fragte, weshalb sie so gelaufen seien, wo doch jeder die Chance hatte, die Früchte für sich selbst zu gewinnen, antworteten sie: „Ubuntu“ (das bedeutet) „ ICH bin weil WIR sind“ und erklärten dazu: „wie könnte einer von uns froh sein, wenn all die anderen traurig sind?“

UBUNTU

‚Ubuntu Contributionism‘:
http://www.youtube.com/watch?v=-utHQZU9y4I – ‚Freeman Austria‘ Joe Kreissl meets ‚Ubuntu Contributionism‘ Michael Tellinger

http://www.youtube.com/watch?v=F6k8WffgPw4 – UBUNTU D-A-CH OPENING Franz Hörmann und BanksterClub mit Autor Montechristo
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DIE KLEINEN LEUTE VON SWABEDOO
Verfasser unbekannt

Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.

Was die Swabedoodahs am meisten liebten, war, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seiner Schulter einen Beutel und der Beutel war angefüllt mit weichen Pelzchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem anderen ein Pelzchen. Es ist sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Pelzchen zu schenken. Es sagt dem anderen, daß er etwas Besonderes ist es ist eine Art zu sagen „Ich mag Dich!“ Und ebenso schön ist es, von einem anderen ein solches Pelzchen zu bekommen. Du spürst, wie warm und flaumig es an deinem Gesicht ist, und es ist ein wundervolles Gefühl, wenn du es sanft und leicht zu den anderen in deinen Beutel legst. Du fühlst. dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Pelzchen schenkt, und du möchtest auch gleich etwas Gutes, Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern weiche, warme Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ganz ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich.

Außerhalb des Dorfes, in einer kalten, dunklen Höhle, wohnte ein großer, grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht allein dort draußen wohnen, und manchmal war er sehr einsam. Er hatte schon einige Male am Rand des Dorfes gestanden und sich gewünscht, er könnte dort mitten unter den fröhlichen Swabedoodahs sein aber er hatte nichts, was er hätte dazutun können und das Austauschen von warmen, weichen Pelzchen hielt er für einen großen Unsinn. Traf er einmal am Waldrand einen der kleinen Leute, dann knurrte er nur Unverständliches und lief schnell wieder zurück in seine feuchte, dunkle Höhle.

An einem Abend, als der große, grüne Kobold wieder einmal am Waldrand stand, begegnete ihm ein freundlicher kleiner Swabedoodah. „Ist heute nicht ein schöner Tag?“ fragte der Kleine lächelnd. Der grüne Kobold zog nur ein grämliches Gesicht und gab keine Antwort. „Hier, nimm ein warmes, weiches Pelzchen, sagte der Kleine, „hier ist ein besonders schönes. Sicher ist es für Dich bestimmt, sonst‘ hätte ich es schon lange verschenkt.“ Aber der Kobold nahm das Pelzchen nicht. Er sah sich erst nach allen Seiten um, um sich zu vergewissern, daß auch keiner ihnen zusah oder zuhörte, dann beugte er sich zu dem Kleinen hinunter und flüsterte ihm ins Ohr: „Du, hör mal, sei nur nicht so großzügig mit deinen Pelzchen. Weißt du denn nicht, daß du eines Tages kein einziges Pelzchen mehr besitzt, wenn du sie immer so einfach an jeden, der dir über den Weg läuft, verschenkst?“ Erstaunt und ein wenig hilflos blickte der kleine Swabedoodah zu dem Kobold hoch. Der hatte in der Zwischenzeit den Beutel von der Schulter des Kleinen genommen und geöffnet. Es klang richtig befriedigt, als er sagte: „Hab ich es nicht gesagt! Kaum mehr als 217 Pelzchen hast du noch in deinem Beutel. Also, wenn ich du wäre: ich würde vorsichtig mit dem Verschenken sein!“ Damit tappte der Kobold auf seinen großen, grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Swabedoodah am Waldrand zurück. Er war so verwirrt, so unglücklich, daß er gar nicht darüber nachdachte, daß das, was der Kobold da erzählte, überhaupt nicht sein konnte. Denn jeder Swabedoodah besaß einen unerschöpflichen Vorrat an Pelzchen. Schenkte er ein Pelzchen, so bekam er sofort von einem anderen ein Pelzchen, und dies geschah immer und immer wieder, ein ganzes Leben lang, wie sollten dabei die Pelzchen ausgehen?

Auch der Kobold wußte das, doch er verließ sich auf die Gutgläubigkeit der kleinen Leute. Und noch auf etwas anderes verließ er sich, etwas, was er an sich selbst entdeckt hatte, und von dem er wissen wollte, ob es auch in den kleinen Swabedoodahs steckte. So belog er den kleinen Swabedoodah ganz bewußt, setzte sich in den Eingang seiner Höhle und wartete.

Vor seinem Haus in Swabedoo saß der kleine, verwirrte Swabedoodah und grübelte vor sich hin. Nicht lange, so kam ein guter Bekannter vorbei, mit dem er schon viele warme, weiche Pelzchen ausgetauscht hatte. „Wie schön ist dieser Tag!“ rief der Freund, griff in seinen Beutel, und gab dem anderen ein Pelzchen. Doch dieser nahm es nicht freudig entgegen, sondern wehrte mit den Händen ab. „Nein, nein! Behalte es lieber,“ rief der Kleine, „wer weiß, wie schnell sonst dein Vorrat abnimmt. Eines Tages stehst du ohne Pelzchen da!“ Der Freund verstand ihn nicht, zuckte nur mit den Schultern, packte das Pelzchen zurück in seinen Beutel und ging mit leisem Gruß davon. Aber er nahm verwirrte Gedanken mit, und am gleichen Abend konnte man noch dreimal im Dorf hören, wie ein Swabedoodah zum anderen sagte: „Es tut mir leid, aber ich habe kein warmes, weiches Pelzchen für Dich. Ich muß darauf achten, daß sie mir nicht ausgehen.“

Am kommenden Tag hatte sich dies alles im ganzen Dorf ausgebreitet. Jedermann begann, seine Pelzchen aufzuheben. Man verschenkte zwar immer noch ab und zu eines, aber man tat es erst nach langer, gründlicher Oberlegung und sehr, sehr vorsichtig. Und dann waren es zumeist nicht die ganz besonders schönen Pelzchen, sondern die kleinen mit schon etwas abgenutzten Stellen.

Die kleinen Swabedoodahs wurden mißtrauisch. Man begann, sich argwöhnisch zu beobachten, man dachte darüber nach, ob der andere wirklich ein Pelzchen wert war. Manche trieben es soweit, daß sie ihre Pelzbeutel nachts unter den Betten versteckten. Streitigkeiten brachen darüber aus, wie viele Pelzchen der oder der besaß. Und schließlich begannen die Leute, warme, weiche Pelzchen gegen Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der Bürgermeister von Swabedoo machte sogar eine Erhebung, wie viele Pelzchen insgesamt vorhanden waren, ließ dann mitteilen, daß die Anzahl begrenzt sei und rief die Pelzchen als Tauschmittel aus. Bald stritten sich die kleinen Leute darüber, wie viele Pelzchen eine Übernachtung oder eine Mahlzeit im Hause eines anderen wert sein müßten. Wirklich, es gab sogar einige Fälle von Pelzchenraub! An dämmerigen Abenden fühlte man sich draußen nicht mehr sicher, an Abenden, an denen früher die Swabedoodahs gern im Park oder auf den Straßen spazieren gegangen waren, um einander zu grüßen, um sich warme, weiche Pelzchen zu schenken.

Oben am Waldrand saß der große, grüne Kobold, beobachtete alles und rieb sich die Hände.

Das Schlimmste von allem geschah ein wenig später. An der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu verändern. Viele beklagten sich über Schmerzen in den Schultern und im Rücken, und mit der Zeit befiel immer mehr Swabedoodahs eine Krankheit, die Rückgraterweichung genannt wird. Die kleinen Leute liefen gebückt und in schweren Fällen bis zum Boden geneigt umher. Die Pelzbeutelchen schleiften auf der Erde. Viele fingen an zu glauben, daß die Ursache ihrer Krankheit das Gewicht der Beutel sei, und daß es besser wäre, sie im Hause zu lassen, und dort einzuschließen. Es dauerte nicht, lange, und man konnte kaum noch einen Swabedoodah mit einem Pelzbeutel auf dem Rücken antreffen.

Der große, grüne Kobold war mit dem Ergebnis seiner Lüge sehr zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so handeln und fühlen würden wie er selbst, wenn er, wie das fast immer der Fall war, selbstsüchtige Gedanken hatte. Sie hatten so gehandelt! Und der Kobold fühlte sich sehr erfolgreich.

Er kam jetzt häufiger einmal in das Dorf der kleinen Leute. Aber niemand grüßte ihn mit einem Lächeln, niemand bot ihm ein Pelzchen an. Statt dessen wurde er mißtrauisch angestarrt, genauso, wie sich die kleinen Leute untereinander anstarrten. Dem Kobold gefiel das gut. Für ihn bedeutete dieses Verhalten die „wirkliche Welt“!

In Swabedoo ereigneten sich mit der Zeit immer schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraterweichung, vielleicht aber auch deshalb, weil ihnen niemand mehr ein warmes, weiches Pelzchen gab, wer weiß es genau? starben einige Leute in Swabedoo. Nun war alles Glück aus dem Dorf verschwunden. Die Trauer war sehr groß.

Als der große, grüne Kobold davon hörte, war er richtig erschrocken. „Das wollte ich nicht“, sagte er zu sich selbst, „das wollte ich bestimmt nicht. Ich wollte ihnen doch nur zeigen, wie die Welt wirklich ist. Aber ich habe ihnen doch nicht den Tod gewünscht.“ Er überlegte, was man nun machen könnte, und es fiel ihm auch etwas ein.

Tief in seiner Höhle hatte der Kobold eine Mine mit kaltem, stacheligen Gestein entdeckt. Er hatte viele Jahre damit verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben und sie in einer Grube einzulagern. Er liebte dieses Gestein, weil es so schön kalt war und so angenehm prickelte, wenn er es anfaßte. Aber nicht nur das: Er liebte diese Steine auch deshalb, weil sie alle ihm gehörten und immer, wen er davor saß und sie ansah, war das Bewußtsein, einen großen Reichtum zu besitzen, für den Kobold ein schönes, befriedigendes Gefühl.

Doch jetzt, als er das Elend der kleinen Swabedoodahs sah, beschloß er, seinen Steinreichtum mit ihnen zu teilen. Er füllte ungezählte Säckchen mit kalten, stacheligen Steinen, packte die Säckchen auf einen großen Handkarren und zog damit nach Swabedoo.

Wie froh waren die kleinen Leute, als sie die stacheligen, kalten Steine sahen! Sie nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie wieder etwas, was sie sich schenken konnten. Nur: Wenn sie einem anderen einen kalten, stacheligen Stein gaben, um ihm zu sagen, daß sie ihn mochten, dann war in ihrer Hand und auch in der Hand desjenigen, der den Stein geschenkt bekam, ein unangenehmes, kaltes Gefühl. Es machte nicht so viel Spaß, kalte, stachelige Steine zu verschenken wie warme, weiche Pelzchen. Immer hatte man ein eigenartiges Ziehen im Herzen, wenn man einen stacheligen Stein bekam. Man war sich nicht ganz sicher, was der Schenkende damit eigentlich meinte. Der Beschenkte blieb oft verwirrt und mit leicht zerstochenen Fingern zurück.

So geschah es, nach und nach, immer häufiger, daß ein kleiner Swabedoodah unter sein Bett kroch, den Beutel mit den warmen, weichen Pelzchen hervorzog, sie an der Sonne ein wenig auslüftete, und, wenn einer ihm einen Stein schenkte, ein warmes, weiches Pelzchen dafür zurück gab. Wie leuchteten dann die Augen des Beschenkten! Ja, mancher lief schnell in sein Haus zurück, kramte den Pelzbeutel hervor, um auch an Stelle des stacheligen Steines ein Pelzchen zurückzuschenken. Man warf die Steine nicht fort, o nein! Es holten auch nicht alle Swabedoodahs ihre Pelzbeutelchen wieder hervor. Die grauen, stacheligen Steingedanken hatten sich zu fest in den Köpfen der kleinen Leute eingenistet. Man konnte es aus den Bemerkungen heraushören:
– Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter?
– Wie kann ich wissen, ob meine Pelzchen wirklich erwünscht sind?
– Ich gab ein warmes, weiches Pelzchen, und was bekam ich dafür? Einen kalten, stacheligen Stein!
– Das soll mir nicht noch einmal passieren.
– Man weiß nie, woran man ist: heute Pelzchen, morgen Steine.

Wahrscheinlich wären wohl alle kleinen Leute von Swabedoo gern zurückgekehrt zu dem, was bei ihren Großeltern noch ganz natürlich war. Mancher sah auf die Säckchen in einer Ecke seines Zimmers, angefüllt mit kalten, stacheligen Steinen, auf diese Säckchen, die ganz eckig waren und so schwer, daß man sie nicht mitnehmen konnte, Häufig hatte man nicht einmal einen Stein zum Verschenken bei sich, wenn man einem Freund begegnete. Dann wünschte der kleine Swabedoodah sich im geheimen und ohne es je laut zu sagen, daß jemand kommen möge, um ihm warme, weiche Pelzchen zu schenken. In seinen Träumen stellte er sich vor, wie sie alle auf der Straße mit einem fröhlichen, lachenden Gesicht herumgingen und sich untereinander Pelzchen schenkten, wie in den alten Tagen. Wenn er dann aufwachte, hielt ihn aber immer etwas davon zurück, es auch wirklich zu tun. Gewöhnlich war es das, daß er hinausging und sah, wie die Welt „wirklich ist“!

Das ist der Grund, warum das Verschenken von warmen, weichen Pelzchen nur noch selten geschieht, und niemand tut es in aller Öffentlichkeit. Man tut es im geheimen und ohne darüber zu sprechen. Aber es geschieht! Hier und dort, immer wieder.

Ob Du vielleicht auch eines Tages … ?

Referenz-Link: die-kleinen-leute-von-swabedoo